Monheim am Rhein ist anerkannte Stadt für fairen Handel

Bereits seit 2014 darf sich die Stadt Monheim am Rhein offiziell als „Fairtrade Town“ bezeichnen. Damals wurde Bürgermeister Daniel Zimmermann während des Monheimer Stadtfestes offiziell das Siegel überreicht.

Für die Erlangung des Siegels galt es unter anderem auch von Seiten der Verwaltung, mehrere Voraussetzungen zu schaffen. So fasste der Stadtrat bereits im Dezember 2013 beispielsweise den Beschluss, künftig bei allen Ausschuss- und Stadtratssitzungen sowie im Bürgermeisterbüro nur noch fair gehandelten Kaffee und Zucker anzubieten. Mit diesen und weiteren Maßnahmen bekundet die Stadt öffentlich, sich ihrer Verantwortung im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit in der Welt bewusst zu sein und hierbei auch eine Vorbildfunktion einnehmen zu wollen.

Seitdem ist die „Fairtrade Town Monheim am Rhein“ gemeinsam auf dem Weg, ihren Namen gerecht zu werden. Viele verschiedene Akteure engagieren sich dafür, alle Vorgaben für den Erhalt des Siegels zu erfüllen. Unter anderem engagieren sich die katholische und evangelische Kirchengemeinde, die Peter-Ustinov-Gesamtschule und das Otto-Hahn-Gymnasium, der Waldkindergarten, der Baumberger Allgemeine Bürgerverein BAB, der Frauenchor Baumberg 1977 sowie zahlreiche Einzelhändler, die fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment führen.

Nach erfolgreicher Titelerneuerung im Jahr 2016 steht nun die Rezertifizierung des „Fairtrade Town“-Siegels im Frühjahr 2018 an. Die in Teilen neu formierte lokale Steuerungsgruppe arbeitet daran, auch 2018 nachweisen zu können, dass alle fünf „Fairtrade Town“-Kriterien erfüllt sind.

Die Fairtrade-Town-Bewegung

Die Fairtrade-Town-Bewegung ist ein internationales Projekt, das von dem Verein „Trans Fair e.V.“ getragen wird, und an dem sich aktuell 500 Städte in Deutschland beteiligen. Mittlerweile können sich auch Schulen, Universitäten und ganze Landkreise sowie Metropolregionen an der Bewegung beteiligen und als „fair“ zertifizieren lassen.

Fairtrade-Städte fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimat stark machen. Und das nicht ohne Grund, denn das Thema liegt im Trend: In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen.

Aufgrund der aktuellen Lage am Weltmarkt verzeichnen vor allem in Afrika viele Produzentengruppen rückläufige Bestellungen. Wenn die Konjunktur schlecht ist und die Weltmarktpreise niedrig, profitieren Fairtrade-Produzenten zwar von garantierten Mindestpreisen und einer Fairtrade-Prämie – aber nur dann, wenn ihre Produkte in anderen Ländern tatsächlich auch nachgefragt werden. Diese Nachfrage
soll daher auch in Monheim am Rhein ganz gezielt verstärkt werden.

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