Gewerbe

Zwischen Sandstraße und Am Sportplatz

Der Einzelhandel in Monheim am Rhein unterliegt großen Veränderungen. Immer mehr Menschen bestellen Produkte im Internet, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach großen Lebensmittelmärkten, die dezentral liegen und gut mit dem Auto erreichbar sind. Die kommunalen Versorgungszentren verlieren so an Bedeutung.

Dadurch verarmt das innerstädtische Leben und die fußläufig erreichbare, wohnungsnahe Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere mit Lebensmitteln, fällt weg. Die Stadt Monheim am Rhein möchte dieser Entwicklung entgegenwirken. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHK) definiert daher ein Hauptzentrum in der Monheimer Innenstadt sowie ein Nahversorgungszentrum an der Hauptstraße und an der Geschwister-Scholl-Straße in Baumberg. In diesen Bereichen sollen sich vor allem Geschäfte ansiedeln, die – gemäß der „Monheimer Sortimentsliste“ im EHK – für die Nahversorgung der Einwohnerinnen und Einwohner wichtig sind.

Im Gewerbegebiet an der Sandstraße befindet sich ein weiterer, größerer Einzelhandelsstandort, dessen Einzugsbereich sich mit dem des Nahversorgungszentrums an der Hauptstraße überschneidet. Zweck des Bebauungsplans 75B „Zwischen Sandstraße und Am Sportplatz“ ist es, die Möglichkeit zu schaffen, die Entwicklung des Standortes an der Sandstraße zu steuern, damit das Nahversorgungszentrum an der Hauptstraße sichergestellt werden kann. Nach dem Aufstellungsbeschluss vom 5. September 2019 sollen die dafür erforderlichen Maßnahmen nun konkretisiert und in einen Bebauungsplan übertragen werden. Eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit ist im Jahr 2020 vorgesehen.


Am Kielsgraben

Das Gewerbegebiet „Am Kielsgraben“ im Süden des Auskiesungsgebietes Kielsgraben soll auch in Zukunft gewerbliche Flächen für Dienstleistung und Produktion bieten. Derzeit sind bereits einige Betriebe dort angesiedelt – künftig sollen weitere Gewerbe hinzukommen.

Durch die Nähe zum bestehenden Bahnanschluss sowie durch die Lage an der angrenzenden Landesstraße eignet sich das Gebiet optimal für die gewerbliche Nutzung. Damit reagiert die Stadt Monheim am Rhein auf die hohe Nachfrage nach Flächen für produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen, die sich aus der positiven Gesamtentwicklung ergibt. Erschlossen wird das Gebiet über die Benzstraße, es grenzt im Norden an die Straße Am Kielsgraben und östlich an die Baumberger Chaussee. Südlich des angrenzenden Industriegleises liegen weitere Gewerbe- und Industrieflächen.


Creative Campus

Die Stadt Monheim am Rhein hat gemeinsam mit dem Unternehmen UCB ein Konzept für den Creative Campus an der Alfred-Nobel-Straße entwickelt.

Der Campus liegt verkehrstechnisch geradezu ideal zwischen den Ballungszentren Köln und Düsseldorf. Über den direkten Autobahnanschluss sind im Radius von 35 Kilometern gleich zwei internationale Flughäfen sowie zwei ICE-Hauptbahnhöfe erreichbar. Zahlreiche Pharma- und Biotechunternehmen, von Start-ups über Medienagenturen und Beratungsunternehmen bis hin zu Marketing- und Vertriebsservices, haben sich daher in der Vergangenheit bereits vom Campus-Konzept überzeugen lassen. Gearbeitet wird in einem stetigen kreativen Austausch und zum gegenseitigen Nutzen, aber natürlich auch bei vollem Respekt des Wettbewerbsschutzes und der jeweiligen unternehmerischen Privatsphäre.

Die vorhandene Infrastruktur mit Büros, Laboren und Lagerräumen wird von umfangreichen Service-Leistungen wie dem Campus-Bistro und -Café, einem Kindergarten, einer Hundetagesstätte sowie der Übernahme von Reinigungsleistungen und ausreichend Parkplätzen unterstützt. Die ansiedlungsfreundliche Politik der Stadt und die günstige Gewerbesteuer tragen ihr Übriges zum Erfolg bei.

Da die Bestandsflächen mittlerweile fast restlos belegt sind, steht nun die Erschließung neuer Flächen an. Auch hier sollen sich vor allem Firmen mit Schwerpunkten in der innovativen Gesundheitswirtschaft ansiedeln. Durch die Aufstellung eines Bebauungsplans hat die Stadt bereits die rechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Campus geschaffen. Als nächste Schritte folgen nun die weitere Erschließung und darauf aufbauend die Vermarktung des Gebiets. Die ersten Pläne wurden in einer Bürgerschaftsbeteiligung im November 2017 vorgestellt.


Heerweg

Monheim am Rhein bietet als attraktiver Wirtschaftsstandort strukturierte und vielfältige Gewerbeflächen. Nun soll auch das Gewerbegebiet am Heerweg ausgebaut werden.  

Anknüpfend an die Planungen zum Creative Campus, sollen auch die angrenzenden Gewerbeeinheiten erschlossen und weitere Entwicklungspotenziale geschaffen werden ([extern]Bebauungsplan 152M "Heerweg"). Die bestehenden Betriebe erhalten die Möglichkeit, sich zu erweitern. So stellt die Stadt einen zukunftsweisenden Standort für Gewerbetreibende zur Verfügung, bindet die bestehenden Arbeitsplätze und schafft die Voraussetzungen, um neue Arbeitsplätze zu etablieren.

Sobald die ehemalige Güterbahnstrecke entlang des Heerweges entwidmet ist, können die Flächen erschlossen werden. Die Planung sieht vor, die bisherigen Flächen der Bahnanlage und der parallel verlaufenden Wege und Straßen zusammenzufassen und als Straßenverkehrsfläche auszuweisen. In dieser sollen neben einer Industriestraße für den Schwerlastverkehr, die die bisher genutzten Straßen entlastet, auch der Rad- und Fußverkehr eingebunden sowie Parkflächen errichtet werden. So werden die an den Heerweg angrenzenden Gewerbe verkehrsgünstig über die Alfred-Nobel-Straße an die überörtlichen Straßen und die Autobahn angebunden.

Für den Radverkehr ist diese Verbindung zwischen Hitdorf und dem Monheimer Stadtzentrum ebenfalls sehr wichtig. Durch den Ausbau des Heerweges soll daher auch für den Radverkehr eine komfortable Trasse mit sicherer Verkehrsführung entstehen.


62. Änderung des Flächennutzungsplans „Heerweg“

Die Ziele, die im Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans 152M "Heerweg" formuliert sind, lassen sich derzeit nicht aus dem rechtswirksamen Flächennutzungsplan entwickeln.

Daher wird im Parallelverfahren die [extern]62. Änderung des Flächennutzungsplans "Heerweg" aufgestellt. Dadurch werden der Bereich entlang des bisherigen Heerweges und die ehemalige Bahnanlage bis zur Industriestraße sowie der Bereich der Industriestraße als örtliche Hauptverkehrsstraße sowie Grünfläche dargestellt. Der restliche Heerweg bis zur Stadtgrenze wird als gewerbliche Baufläche und Grünfläche dargestellt. Zur Gliederung der Gewerbeflächen sollen die bestehenden Grünflächen erhalten und gestärkt werden.


Bebauungsplan 65B "Hotel Rheinterrassen"

Am Ende der Klappertorstraße in Baumberg treffen der Rhein, sein Ufer und der Siedlungsbereich aufeinander. Diese besondere Lage wurde durch den barrierefreien Weg zum Schiffsanleger für die Freizeitnutzung bereits aufgewertet.

Durch das Errichten des nahegelegenen Museumsschiffes und den Umbau der alten Aalräucherei zu modernen Wohneinheiten erhält dieser Bereich am Rheinufer eine besondere Bedeutung auch über Baumberg hinaus. Der Hotel- und Gastronomiebetrieb der Baumberger Rheinterrassen betreibt zusätzlich direkt am Ufer einen Biergarten mit Blick auf den Rhein. In den vergangenen Jahren wurde der Betrieb mehrfach modernisiert. Um auch den zukünftigen Ansprüchen gerecht zu werden, soll die Grundlage für eine weitergehende gewerbliche Entwicklung des Hotel- und Gaststättenbetriebes geschaffen werden.

Möglich werden soll damit der Anbau eines Gebäudes auf dem bisherigen Parkplatz des Hotels. Die entfallenden Stellplätze müssen durch eine Tiefgarage sowie neu angeordnete Stellplätze oberirdisch ersetzt werden. Außerdem wird die Möglichkeit geschaffen, das Hauptgebäude um sechs Meter nach Südosten erweitern zu können. Der rechtskräftige Bebauungsplan 43B 3. Änderung lässt eine solche Erweiterung nicht zu. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes 65B "Hotel Rheinterrassen" sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

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