
Monheim am Rhein bekommt eine neue Umspannanlage. Die Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH (MEGA) baut gemeinsam mit dem Verteilnetzbetreiber Westnetz am Fahnenacker, angrenzend an das Autobahnkreuz A59 / A542, eine moderne Anlage für die Stromversorgung der Zukunft. Diese schafft zusätzliche Kapazitäten für erneuerbare Energien, stärkt die Versorgungssicherheit und macht Platz für neue Entwicklungen im Stadtzentrum.
Umspannwerke verbinden verschiedene Spannungsebenen im Stromnetz und ermöglichen so, dass Strom verteilt werden kann. Die MEGA modernisiert mit dem Neubau die gesamte Technik und setzt auf digitale Steuerungssysteme. Ein großer Teil der bestehenden Stromnetzinfrastruktur wird erneuert und an den neuen Standort am Stadtrand angebunden. Dafür müssen Hauptleitungen neu verlegt werden. Der Bau der neuen Anlage, die mittels Transformatoren die Spannung von 110 000 auf 10 000 Volt reduziert, hat im Mai 2026 begonnen. In Betrieb gehen soll sie nach aktuellem Stand Ende 2029. Während der gesamten Bauphase bleibt die Stromversorgung für die Bürgerinnen und Bürger zuverlässig gesichert.
Netzbetreiber wie die MEGA sind gesetzlich verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien in ihre Netze aufzunehmen. Schon heute speist Monheim am Rhein überdurchschnittlich viel Strom aus erneuerbaren Quellen ins Netz ein – Tendenz steigend. Die neue Anlage soll dafür sorgen, dass diese Mengen auch künftig sicher aufgenommen und verteilt werden können.
Die bisherigen Freileitungsmasten im Zentrum sollen nach Inbetriebnahme der neuen Anlage zurückgebaut werden. Aktuell verlaufen die Hochspannungsfreileitungen vom alten Umspannwerk am Mehlpfad entlang des Berliner Rings und am Heinrich-Häck-Stadion vorbei. Die Stromtrasse entzweit den Süden Monheims und verhindert hier eine sinnvolle städtebauliche Entwicklung. Durch den Rückbau entstehen insbesondere zwischen dem Berliner Viertel und der Straße Im Pfingsterfeld neue Möglichkeiten zur Nutzung der Flächen.
