Kunst im öffentlichen Raum

In Monheim am Rhein wird seit 2017 der Bereich Kunst im öffentlichen Raum ausgebaut und neu entwickelt. Zielleitend für das zugrundeliegende Konzept ist dabei das Bestreben, öffentlich präsentierte Kunst als wesentliches Element der Monheimer Stadtkultur anzuerkennen sowie über die realisierten Projekte unwiederbringliche kulturelle und materielle Werte zu schaffen und nachhaltig zu sichern. Dabei soll die Ästhetik von Stadträumen, Straßen und Plätzen aufgegriffen und die Kunstauswahl so getroffen werden, dass sich Gestaltung und Orte gegenseitig ergänzen und die öffentliche Wahrnehmung der Orte so bereichert wird.


„Das Blaue Band“ von Alicja Kwade

Die Stadt plant die künstlerische Umgestaltung der Brandenburger Allee. Mit Hilfe der renommierten Bildhauerin Alicja Kwade soll der lange Grünzug durch das Berliner Viertel optisch und funktional in ein blaues Band verwandelt werden – viel neues Grün inklusive.

Für die Umgestaltung der Allee sind verschiedene Becken vorgesehen, die aus Wasservorhängen befüllt werden. Die Wasserbecken werden begehbar sein. Das heißt Kinder – und natürlich auch Erwachsene – werden darin spielen oder einfach nur die Füße ins Wasser baumeln lassen können. Geplant sind die Wasserspiele an den beiden Enden der Brandenburger Allee. Dazwischen soll der Mittelteil als Spielplatz und Aufenthaltsort dienen. Als Material für die Becken, die Rahmen und die Sitzbereiche werden Fliesen aus Mexiko verwendet, die – in verschiedenen Blautönen an den Rhein erinnernd – ein Band durch das Berliner Viertel legen.

Die Wasservorhänge betonen, je nach Lichtstimmung, Naturphänomene wie Lichtbrechung und Überlagerungseffekte. Die Rahmen fangen, aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, verschiedene Ausschnitte der Welt ein – wie Momentaufnahmen der Zeit. Je nachdem, von wo aus sie schauen, sehen die künftigen Betrachterinnen und Betrachter die Rahmen verschachtelt und verwinkelt. Bewegen die Menschen sich, animiert das die Installation selbst: „Das blaue Band“ schärft so die Wahrnehmung der Umwelt und das Bewusstsein für Zusammenhänge, Kreisläufe und den Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen wie dem Wasser.

Die Berliner Künstlerin Alicja Kwade hat vor zwei Jahren eine aufsehenerregende Installation auf dem Dach des Metropolitan Museum of Art in New York geschaffen und war 2017 auf der 57. Biennale in Venedig vertreten. Der Stadtverwaltung ist es gelungen, die Ausnahme-Bildhauerin für die Stadt Monheim am Rhein zu begeistern und von ihr eine ortsbezogene Arbeit für die Brandenburger Allee konzipieren zu lassen, die die Besonderheit des Ortes als zentrale Achse des Berliner Viertels aufgreift und dazu einlädt, der Kunst zu begegnen.

Für das Kunstwerk will die Stadt 3,9 Millionen Euro investieren. Der Rat hat die Umsetzung [extern]am 22. September 2021 beschlossen. Weitere Informationen zu dem Projekt [extern]gibt es hier.


„Tanzende Häuser“ von Timm Ulrichs

Auf dem Kreisverkehr an der Kreuzung von Sandstraße und Monheimer Straße soll ein strahlend rotes Häuserpaar von Timm Ulrichs tanzen. Wann das Kunstwerk eröffnet wird, steht noch nicht fest.


„Monheimer Geysir“ von Thomas Stricker

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen. Das Kunstwerk wurde am 3. Oktober 2020 eingeweiht.

Auf dem Kreisverkehr von Krischerstraße und Kapellenstraße wurde ein künstlicher Geysir installiert.

Leichter Nebel taucht die natürlich bewachsene Kreisverkehrsinsel in eine besondere und fremdartige Atmosphäre. Immer wieder wird die ruhige Stimmung durch eine kurz anhaltende aber heftige Eruption aufgelöst. In unregelmäßigen, rätselhaften Abständen bricht der Geysir geräuschvoll aus. Eine mehr als zwölf Meter hohe, pulsierende Wassersäule verwandelt den Kreisverkehr für kurze Zeit in ein einziges Nass, bevor sich das Wasser wieder in ein kleines Becken inmitten der mit bemoosten Steinen bedeckten Insel zurückzieht. Die Idee stammt von Thomas Stricker, geboren 1962 im Schweizer St. Gallen. Im Mai 2018 hatte sich der Rat der Stadt Monheim am Rhein mehrheitlich für den Geysir ausgesprochen. [intern]Das Kunstwerk wurde am 3. Oktober eingeweiht.

[intern]Ausbruchsprognosen gibt es hier


Kunstwerk für Franz Boehm von Thomas Kesseler

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen. Das Kunstwerk wurde am 20. Juni 2020 eingeweiht.

Während der Zeit des Nationalsozialismus leistete der Monheimer Pfarrer Franz Boehm aktiv Widerstand gegen das NS-Regime. 1945 starb er deshalb im Konzentrationslager Dachau. Zur Erinnerung und zu Ehren des Widerstandskämpfers wurde ein Kunstwerk eingeweiht.

Das Kunstwerk steht in der Altstadt an der Kirche St. Gereon in nord-östlicher Richtung, an der Seite der nach Boehm benannten Straße. In der katholischen Gemeinde hat Franz Boehm selbst als Pfarrer gewirkt. Er positionierte sich öffentlich stets gegen die NS-Ideologie. In einem Wettbewerbsverfahren hat sich der Entwurf von Künstler und Architekt Thomas Kesseler durchgesetzt. Ein Ensemble aus bedruckten Glasplatten, Bronzebüste und architektonischem Element soll sowohl die Person Franz Boehms als auch die Historie und ursprüngliche Architektur der Kirche präsentieren. [intern]Das Kunstwerk wurde am 20. Juni 2020 eingeweiht.


„Leda“ von Markus Lüpertz

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen. Das Kunstwerk wurde am 21. September 2019 eingeweiht.

An der Rheinpromenade, in Höhe des Landschaftsbalkons, steht die „Leda“ – Monheims neue Gänseliesel-Skulptur. Ein echtes Statement. Ein altes Wahrzeichen in gänzlich neuer Form. Monumental. Unübersehbar.

Den Skulpturen des Malers, Bildhauers und langjährigen Rektors der Düsseldorfer Kunstakademie Markus Lüpertz begegnet man auf zahlreichen öffentlichen Plätzen, und sie sind in den wichtigsten Kunstsammlungen der Welt vertreten. Die neue Skulptur hat ihren Namen in Anlehnung an eine der bedeutenden Frauengestalten der griechischen Mythologie erhalten. Im Mai 2019 hatte Lüpertz erstmalig sein [extern]Gipsmodell präsentiert. Auf einem 7,50 Meter hohen Sockel ist die in Bronze gegossene Figur mit ihrer Gans aus dem Stadtwappen nun weithin sichtbar. Die Skulptur selbst hat eine Höhe von 3,50 Metern und wurde in der Düsseldorfer Kunstgießerei Schmäke gegossen. Mit ihrer Gesamtgröße von elf Metern prägt sie nun als neu geschaffene Landmarke den Blick vom Rhein auf Monheim. 700.000 Euro hatte der Rat der Stadt im August 2018 für die Anschaffung dieses Kunstwerks mehrheitlich beschlossen.

Bildergalerie der Einweihung am 21. September 2019


„Haste Töne“ von Inges Idee

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen. Das Kunstwerk wurde am 24. August 2019 eingeweiht.

Im neuen Kreisverkehr Berliner Ring und Bleer Straße wurde das Kunstwerk "Haste Töne" von Inges Idee installiert – ein riesengroßer Plattenspieler.

Inges Idee besteht aus Hans Hemmert, Axel Lieber, Thomas Schmidt und Georg Zey. Sie haben sich 1992 als Gruppe zusammengeschlossen. Seitdem hat das kreative Quartett weltweit bereits zahlreiche Kunstwerke realisiert – immer ganz gezielt auf die jeweilige örtliche Situation zugeschnitten. Als überdimensionierter großer Plattenspieler inszeniert, lässt sich das Erscheinungsbild des Kreisverkehrs neu erleben. [extern]Das Kunstwerk wurde am 24. August 2019 eingeweiht.

Bildergalerie der Einweihung am 24. August 2019


„Schrei nach Freiheit“ von Saman Hidayat

Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen. Das Kunstwerk wurde am 13. Januar 2018 eingeweiht.

In der begrünten Mitte des Kreisverkehrs Baumberger Chaussee/Knipprather Straße steht die Skulptur „Schrei nach Freiheit“ des Künstlers Saman Hidayat.

Der aus dem Irak stammende kurdische Bildhauer kam auf der Suche nach Sicherheit gemeinsam mit seiner Frau 2015 nach Deutschland. In seiner Heimat leitete er ein Kunstinstitut in Erbil. Seit Dezember 2015 lebt er nun in Monheim am Rhein, wo er sich zu Hause fühlt. Aus Dankbarkeit schenkte er den Einwohnerinnen und Einwohnern das Kunstwerk. [extern]Es wurde am 13. Januar 2018 eingeweiht.

Kontakt

Katharina Braun
Katharina Braun Leiterin der städtischen Kunstschule
Telefon:
+49 2173 951-4161
Telefax:
+49 2173 951-25-4161
E-Mail:
kbraun@monheim.de
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