Wohnen in Monheim am Rhein ist begehrt. Daher schafft die Stadt an zahlreichen Stellen neuen Raum dafür. Insbesondere die Monheimer Wohnen als Tochtergesellschaft der Stadt stellt wertige und zugleich bezahlbare Wohnungen bereit – seit 2022 mit dem
Quartier „Unter den Linden“ im Berliner Viertel, seit 2023
an der Europaallee / Françoise-Dolto-Straße im Frankreichviertel, und seit Sommer 2025 auch im Baumberger
Sophie-Scholl-Quartier.
Neuer Wohnraum ensteht derzeit auch am
Hasholzer Grund Süd, am
Eschenweg sowie
Im Pfingsterfeld. Zusätzliche Wohneinheiten soll es auch in der Innenstadt
im dritten Bauabschnitt von Monheim Mitte, im Umkreis
der Marienkapelle sowie
am Greisbachsee geben.
Im Baumberger Osten entsteht das nächste große und moderne Wohnquartier. Durch die gute Verkehrsanbindung und die nahegelegenen Erholungsflächen eignet sich das Gebiet besonders für junge Familien und ältere Menschen. Konzipiert wird es als Klimaschutzsiedlung mit innovativer Wärmeversorgung, Gemeinschaftsplätzen, wenig Verkehr und viel Grün.
Am Waldbeerenberg sowie Hasholzer Grund sind bereits zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser entstanden. Zwei weitere Neubaugebiete entlang der neuen Europaallee sollen eine Brücke zu diesen ersten beiden Baufeldern schlagen.
Im Mai 2026 startete die Erschließung des vierten Bauabschnitts.
In guter Nachbarschaft mit dem Israel- und dem Frankreich-Viertel, wird mit dem neuen Wohnquartier das städtepartnerschaftlich geprägte Quartierskonzept in Baumberg weitergeführt: Hier kommen Namen mit Bezug zur türkischen Partnerstadt Ataşehir hinzu. Geplant sind in dem neuen Türkei-Viertel Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie differenzierte Wohnformen, bei denen seniorengerechtes Wohnen mitgedacht wird.
Das Bauunternehmen Paeschke errichtet rund 50 Einfamilienhäuser. Die städtische Tochtergesellschaft Monheimer Wohnen ergänzt diese um acht Mehrfamilienhäuser mit rund 150 Wohnungen, von denen ein Drittel sozial gefördert sein soll. Geplant sind zudem Gemeinschaftsflächen und ein Quartiersplatz. Die Monheimer Wohnen und Paeschke hatten die rund 40 000 Quadratmeter große Fläche im Juli 2024 gemeinsam erworben.
Die Wärmeversorgung übernimmt die MEGA mit einem innovativen kalten Nahwärmenetz mit Wasserthermie, das die Energie von Grundwasser nutzt. Die neue Technik soll einen energieeffizienten und klimafreundlichen Betrieb des Quartiers ermöglichen.
Das Wohngebiet wird temporär über die Wolfhagener Straße erschlossen, bis die Europaallee komplett fertiggestellt werden kann. Hier laufen noch wichtige Gespräche mit unterschiedlichen Grundstückseigentümern. Der dritte Bauabschnitt soll später folgen. Die Europaallee verbindet dann in Zukunft alle vier Quartiere miteinander.
Die ersten Häuser im Türkei-Viertel können voraussichtlich im Herbst 2028 bezogen werden. Die vollständige Fertigstellung des neuen Quartiers ist nach aktuellem Stand Ende 2030 vorgesehen. Die Bauleitplanung gliedert sich in zwei Teilbereiche, den Bebauungsplan
73B(a) „Hasholzer Grund Süd“ und den Bebauungsplan
73B(b) „Wolfhagener Straße“. Letzteren hatte der Rat
am 9. Juli 2025 beschlossen.
Im unmittelbaren Anschluss an den Rhein bildete die Marienkapelle ein historisches Eingangsportal der Stadt von Westen. Der Bebauungsplan 169M „Marienkapelle“ soll einerseits die Wirkung des Denkmals sichern und andererseits das umliegende Gebiet zur denkmalverträglichen Nachverdichtung öffnen.
Nachverdichtet werden soll auf dem Garagenhof An d'r Kapell, während die unmittelbare Umgebung der Marienkapelle mit ihren wichtigen Sichtbezügen weiterhin freigehalten werden soll. Die geplante Mischung aus Mehr- und Einfamilienhäusern soll vielfältigen neuen Wohnraum schaffen.
Mithilfe der Aufstellung des
Bebauungsplans 169M „Marienkapelle“ kann eine Bebauung im Umfeld der Marienkapelle genau definiert werden, um den Charakter des Denkmals zu schützen. Auf diese Weise können die historischen Gebäude in ihrem städtebaulichen Umfeld gesichert und gleichzeitig neue Bebauung zur Schaffung von Wohnraum ermöglicht werden.
Die Pläne wurden von der Stadtverwaltung bei einem Bürgerschaftsabend am 16. April 2024 vorgestellt. Auch das beauftragte Planungsbüro Paeschke war anwesend. Bürgerinnen und Bürger hatten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Hinweise einzubringen.
Auf dem Gelände des ehemaligen Fischhandels in Baumberg entsteht ein neues Wohnquartier mit Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Einige Gebäude sind bereits fertiggestellt.
Von der Straße Am Sportplatz zweigt der Eschenweg ab und führt in das neue Wohngebiet. Dieses ist auch von der Sandstraße zugänglich. Die Gebäude gruppieren sich um einen zentralen Quartiersplatz. In den zwei- und dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern, teilweise mit Staffelgeschoss, entstehen insgesamt 40 Wohnungen. Autos und Fahrräder finden in Tiefgaragen Platz.
Die Doppel- und Reihenhäuser verfügen über zwei Vollgeschosse und eigene Gärten. Mit Flach- und Satteldächern sowie ihrer Gebäudehöhe fügen sie sich harmonisch in die bestehende Nachbarschaft ein.
Mit dem Projekt wird eine ungenutzte Fläche sinnvoll neu gestaltet und im Sinne eines sparsamen Umgangs mit Grund und Boden behutsam nachverdichtet. Zum
vorhabenbezogenen Bebauungsplan 74B „Eschenweg“ fand am 11. August 2022 ein Bürgerabend statt. Der
Satzungsbeschluss wurde Anfang 2024 gefasst.
Im Monheimer Süden, zwischen dem Kleingartenverein Grüner Grund und dem Heinrich-Häck-Stadion, soll neuer Wohnraum entstehen. Eine
neue Grundschule wurde bereits eröffnet, geplant ist auch
eine neue Kita.
Nördlich der Straße „Im Pfingsterfeld“, die vom Bereich Zaunswinkel zur Monheimer Bürgerwiese führt, sollen Mehrfamilienhäuser, Reihen- und Doppelhäuser sowie Wohngebäude mit kleineren Geschäften entstehen. Etwa 30 Prozent des Wohnraums sollen preisgedämpft sein. Bislang konnte die Fläche zwischen dem Heinrich-Häck-Stadion und der Straße wegen der kreuzenden Freileitung städtebaulich nicht genutzt werden. Die geplante Verlegung des Umspannwerks macht nun aber den Weg für Wohnbebauung frei.
Der
Bebauungsplan 153M „Pfingsterfeld West" hatte bereits Planungsrecht für die Grundschule sowie die Kita Im Pfingsterfeld geschaffen. Vorbereitet wurde dieses durch die
61. Änderung des Flächennutzungsplans „Monheim Süd“. Die ersten Pläne wurden bereits bei einem Bürgerworkshop am 18. Juni 2019 präsentiert und diskutiert. Dabei wurden auch Ideen gesammelt, die in die weitere Planung eingeflossen sind. Alle Ergebnisse wurden in einer Informationsveranstaltung am 23. Januar 2020 der Öffentlichtkeit vorgestellt. Die nächsten Bauabschnitte und insbesondere die Wohnbebauung werden zusammen mit dem Abbau der Hochspannungsleitung in den kommenden Jahren einhergehen.
Am Ostufer des Greisbachsees ist ein neues Wohnquartier mit hochwertiger Architektur geplant.
Der
Bebauungsplan 77B "Monheimer Straße / Greisbachsee" soll die Wohngebäude und die notwendige Erschließung östlich des Greisbachsees ermöglichen. Der Bereich zwischen der Monheimer Straße und dem Greisbachsee stellt eine hochwertige Lage mit freistehenden Einzelhäusern auf großen Grundstücken dar. Hier ist zukunftsfähiger neuer Wohnraum in einem nachverdichteten Wohnquartier geplant. Aufgrund der repräsentativen Eingangslage zum Stadtteil Baumberg könnten hier architektonische Highlights entstehen.
In einem Bürgerschaftsabend im November 2023 hatten die drei Planungsbüros Urbanlust (damals noch „Ortner und Ortner“), Astoc Architects und HJPplan+ (damals „HJPplaner“) ihre ersten groben Skizzen zu dem Wohngebiet vorgestellt. In einem weiteren Bürgerschaftsabend am 17. Juli 2024 präsentierten die drei Büros ihre ausgearbeiteten Entwürfe. Eine Kommission aus Politik und Verwaltung unter externem Vorsitz sprach sich im Anschluss dafür aus, das Bebauungsplanverfahren auf Basis des Entwurfs von Astoc Architects einzuleiten. Dieser favorisierte Entwurf wurde
am 26. September 2024 vom Rat beschlossen.
Dieses Projekt ist abgeschlossen. Drei Jahre nach dem ersten Spatenstich
sind alle 201 Wohnungen im Sophie-Scholl-Quartier vermietet. Damit hat die städtische Tochtergesellschaft Monheimer Wohnen ihr nächstes großes Bauprojekt realisiert.
Wo einst die Geschwister-Scholl-Schule stand, ist ein lebendiges Wohnquartier für alle Generationen und Einkommensklassen entstanden. Auch der langersehnte Drogeriemarkt für Baumberg hat dort eröffnet. Baubeginn für das Quartier nördlich der Holzweg-Passage war im August 2022. Schon drei Jahre später feierte die Monheimer Wohnen im September 2025 die Fertigstellung.
Nah am Einzelhandel und mit Anschluss an die Bushaltestellen bietet das Sophie-Scholl-Quartier dringend benötigten barrierearmen Wohnraum. Alle 201 Wohnungen mit insgesamt über 16 000 Quadratmetern Fläche in acht Gebäudekomplexen sind vermietet – 140 frei finanziert, 61 sozial gefördert, sodass man sie mit einem Wohnberechtigungsschein günstig mieten kann.
Die fünfgruppige
Awo-Kita „Ki.Wis Entdeckergarten“ hatte bereits Anfang 2024 ihre neuen Räumlichkeiten bezogen. Auch die Einzelhandelsfläche wurde vorzeitig fertiggestellt, sodass die Drogerie Rossmann seit dem 2. August 2025 Kundinnen und Kunden empfangen kann.
Die Wohnungen im Sophie-Scholl-Quartier sind mit Fußbodenheizung, Kellern, Fahrradabstellräumen, Kinderwagenräumen und bodengleichen Duschen ausgestattet. Der Mix reicht von 1,5- bis hin zu 5-Zimmer-Wohnungen, alle zwischen 44 und 128 Quadratmeter groß. Das Wärmekonzept kombiniert ein Blockheizkraftwerk mit einer Luft-Stromwärmepumpe, die den Strom aus den Photovoltaikmodulen auf den Dächern bezieht. Dazu bietet die MEGA ein Mieterstrommodell an, sodass Mieterinnen und Mieter den in ihrem Quartier erzeugten Sonnenstrom selbst nutzen können.
In den Erdgeschossen gibt es Mietergärten, in den oberen Stockwerken Balkone und in den Wohnungen der Staffelgeschosse bis zu zwei Dachterrassen. Alle 18 Häuser sind an drei Tiefgaragen mit 162 Stellplätzen angebunden. Aufzüge fahren direkt in die jeweilige Etage der Wohnungen. Wer kein Auto besitzt, profitiert von einem Car-Sharing-Angebot vor Ort. Neben Spielplätzen steht Anwohnenden ein Outdoor-Fitnessbereich zur Verfügung.
Im April 2016 waren in einem Bürgerworkshop erste Ideen zu dem Wohnprojekt präsentiert worden, eine Abschlusspräsentation fand im Juni 2016 statt. Im März 2018 beschloss der Rat den Bebauungsplan als Satzung.
Die Monheimer Wohnen wurde 2017 als Tochtergesellschaft der Stadt mit dem Ziel gegründet, Wohnraum für möglichst alle Generationen und Bevölkerungsschichten bereitzustellen. Die nächsten Projekte sind bereits in Planung. Weitere Informationen gibt es auf der
Webseite der Monheimer Wohnen.
Präsentation vom 8. September 2016
Bürgerworkshop vom 21. April 2016