Wohnen in Monheim am Rhein ist begehrt. Daher schafft die Stadt an zahlreichen Stellen die Voraussetzungen dafür. Wohnraum entsteht derzeit
in Baumberg Ost, im Umkreis
der Marienkapelle, am
Eschenweg,
Im Pfingsterfeld,
am Greisbachsee sowie
am Knipprather Wald.
Insbesondere die
Monheimer Wohnen als Tochtergesellschaft der Stadt stellt wertige und zugleich bezahlbare Wohnungen bereit. Neben rund 150 Wohnungen
im neuen Türkei-Viertel und weiteren 60 in der Innenstadt
im dritten Bauabschnitt von Monheim Mitte sollen auch
Im Rosengarten an der Opladener Straße 35 neue Wohneinheiten entstehen.
Im Baumberger Westen will die Monheimer Wohnen voraussichtlich ab 2028 rund 25 Wohnungen in Rheinnähe vermieten können.
Bereits fertiggestellte Projekte des Wohnungsunternehmens sind seit 2022 das
Quartier Unter den Linden im Berliner Viertel, seit 2023
die Wohnungen an der Europaallee / Françoise-Dolto-Straße im Frankreichviertel, und seit Sommer 2025 auch das
Sophie-Scholl-Quartier im Herzen Baumbergs.
Am 15. Juli 2026 hat der Rat beschlossen,
die neuen Möglichkeiten des sogenannten Bau-Turbos des Bundes zu nutzen. Ziel ist es, Wohnungsbauvorhaben unter den gesetzlichen Voraussetzungen schneller genehmigen zu können.
Im Baumberger Osten entsteht das nächste große und moderne Wohnquartier. Durch die gute Verkehrsanbindung und die nahegelegenen Erholungsflächen eignet sich das Gebiet besonders für junge Familien und ältere Menschen. Konzipiert wird es als Klimaschutzsiedlung mit innovativer Wärmeversorgung, Gemeinschaftsplätzen, wenig Verkehr und viel Grün.
Am Waldbeerenberg sowie Hasholzer Grund sind bereits zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser entstanden. Zwei weitere Neubaugebiete entlang der neuen Europaallee sollen eine Brücke zu diesen ersten beiden Baufeldern schlagen.
Im Mai 2026 startete die Erschließung des vierten Bauabschnitts. Der dritte Bauabschnitt soll später folgen.
In guter Nachbarschaft mit dem Israel- und dem Frankreich-Viertel, wird mit dem dritten Wohngebiet das städtepartnerschaftlich geprägte Quartierskonzept in Baumberg weitergeführt: Hier kommen Namen mit Bezug zur türkischen Partnerstadt Ataşehir hinzu. Geplant sind in dem neuen Türkei-Viertel Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie differenzierte Wohnformen, bei denen seniorengerechtes Wohnen mitgedacht wird.
Das Bauunternehmen Paeschke errichtet rund 50 Einfamilienhäuser. Die städtische Tochtergesellschaft
Monheimer Wohnen ergänzt diese um acht Mehrfamilienhäuser mit rund 150 Wohnungen, davon ein Drittel sozial gefördert. Geplant sind zudem Gemeinschaftsflächen und ein Quartiersplatz. Die Monheimer Wohnen und Paeschke hatten die rund 40 000 Quadratmeter große Fläche im Juli 2024 gemeinsam erworben.
Die Wärmeversorgung übernimmt die MEGA mit einem innovativen kalten Nahwärmenetz mit Wasserthermie, das die Energie von Grundwasser nutzt. Die neue Technik soll einen energieeffizienten und klimafreundlichen Betrieb des Quartiers ermöglichen.
Das Wohngebiet wird temporär über die Wolfhagener Straße erschlossen, bis die Europaallee komplett ausgebaut ist und alle vier Quartiere miteinander verbindet. Hier laufen derzeit noch wichtige Gespräche mit unterschiedlichen Grundstückseigentümern. Den
Planungsbeschluss zum Ausbau der Europaallee fasste der Rat am 15. Juli 2026.
Die ersten Häuser im Türkei-Viertel können voraussichtlich im Herbst 2028 bezogen werden. Die vollständige Fertigstellung des neuen Quartiers ist nach aktuellem Stand Ende 2030 vorgesehen. Die Bauleitplanung gliedert sich in zwei Teilbereiche, den Bebauungsplan
73B(a) „Hasholzer Grund Süd“ und den Bebauungsplan
73B(b) „Wolfhagener Straße“. Letzteren hatte der Rat
am 9. Juli 2025 beschlossen.
Das Umfeld der historischen Marienkapelle wird behutsam weiterentwickelt. Dafür hat die Stadt mit dem Bebauungsplan 169M „Marienkapelle“ die Grundlage geschaffen. Der Charakter des Denkmals und die prägenden Sichtbezüge bleiben erhalten, während gleichzeitig neuer Wohnraum möglich wird.
Die Paeschke Bauträger GmbH realisiert auf der Fläche des ehemaligen Garagenhofs an der Straße An d'r Kapell drei Mehrfamilienhäuser und zwei Doppelhaushälften mit insgesamt 28 Wohneinheiten sowie einer gemeinsamen Tiefgarage. Damit wird neuer Wohnraum in direkter Rheinnähe geschaffen.
Die Stadtverwaltung stellte die Planungen gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro bei einem Bürgerschaftsabend am 16. April 2024 vor. Bürgerinnen und Bürger hatten dabei Gelegenheit, Fragen zu stellen und Hinweise in das Verfahren einzubringen. Der
Bebauungsplan 169M „Marienkapelle“ trat im Dezember 2024 in Kraft.
Auf dem Gelände des ehemaligen Fischhandels in Baumberg entsteht ein neues Wohnquartier mit Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Einige Gebäude sind bereits fertiggestellt.
Von der Straße Am Sportplatz zweigt der Eschenweg ab und führt in das neue Wohngebiet. Dieses ist auch von der Sandstraße zugänglich. Die Gebäude gruppieren sich um einen zentralen Quartiersplatz. In den zwei- und dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern, teilweise mit Staffelgeschoss, entstehen insgesamt 40 Wohnungen. Autos und Fahrräder finden in Tiefgaragen Platz.
Die Doppel- und Reihenhäuser verfügen über zwei Vollgeschosse und eigene Gärten. Mit Flach- und Satteldächern sowie ihrer Gebäudehöhe fügen sie sich harmonisch in die bestehende Nachbarschaft ein.
Mit dem Projekt wird eine ungenutzte Fläche sinnvoll neu gestaltet und im Sinne eines sparsamen Umgangs mit Grund und Boden behutsam nachverdichtet. Zum
vorhabenbezogenen Bebauungsplan 74B „Eschenweg“ fand am 11. August 2022 ein Bürgerabend statt. Der
Satzungsbeschluss wurde Anfang 2024 gefasst.
Im Monheimer Süden, zwischen dem Kleingartenverein Grüner Grund und dem Heinrich-Häck-Stadion, soll neuer Wohnraum entstehen. Eine
neue Grundschule wurde bereits eröffnet, geplant ist auch
eine neue Kita.
Nördlich der Straße „Im Pfingsterfeld“, die vom Bereich Zaunswinkel zur Monheimer Bürgerwiese führt, sollen Mehrfamilienhäuser, Reihen- und Doppelhäuser sowie Wohngebäude mit kleineren Geschäften entstehen. Etwa 30 Prozent des Wohnraums sollen preisgedämpft sein. Bislang konnte die Fläche zwischen dem Heinrich-Häck-Stadion und der Straße wegen der kreuzenden Freileitung städtebaulich nicht genutzt werden. Die geplante Verlegung des Umspannwerks macht nun aber den Weg für Wohnbebauung frei.
Der
Bebauungsplan 153M „Pfingsterfeld West" hatte bereits Planungsrecht für die Grundschule sowie die Kita Im Pfingsterfeld geschaffen. Vorbereitet wurde dieses durch die
61. Änderung des Flächennutzungsplans „Monheim Süd“. Die ersten Pläne wurden bereits bei einem Bürgerworkshop am 18. Juni 2019 präsentiert und diskutiert. Dabei wurden auch Ideen gesammelt, die in die weitere Planung eingeflossen sind. Alle Ergebnisse wurden in einer Informationsveranstaltung am 23. Januar 2020 der Öffentlichtkeit vorgestellt. Die nächsten Bauabschnitte und insbesondere die Wohnbebauung werden zusammen mit dem Abbau der Hochspannungsleitung in den kommenden Jahren einhergehen.
Am Ostufer des Greisbachsees ist ein neues Wohnquartier mit hochwertiger Architektur geplant.
Der
Bebauungsplan 77B "Monheimer Straße / Greisbachsee" soll die Wohngebäude und die notwendige Erschließung östlich des Greisbachsees ermöglichen. Der Bereich zwischen der Monheimer Straße und dem Greisbachsee stellt eine hochwertige Lage mit freistehenden Einzelhäusern auf großen Grundstücken dar. Hier ist zukunftsfähiger neuer Wohnraum in einem nachverdichteten Wohnquartier geplant. Aufgrund der repräsentativen Eingangslage zum Stadtteil Baumberg könnten hier architektonische Highlights entstehen.
In einem Bürgerschaftsabend im November 2023 hatten die drei Planungsbüros Urbanlust (damals noch „Ortner und Ortner“), Astoc Architects und HJPplan+ (damals „HJPplaner“) ihre ersten groben Skizzen zu dem Wohngebiet vorgestellt. In einem weiteren Bürgerschaftsabend am 17. Juli 2024 präsentierten die drei Büros ihre ausgearbeiteten Entwürfe. Eine Kommission aus Politik und Verwaltung unter externem Vorsitz sprach sich im Anschluss dafür aus, das Bebauungsplanverfahren auf Basis des Entwurfs von Astoc Architects einzuleiten. Dieser favorisierte Entwurf wurde
am 26. September 2024 vom Rat beschlossen.
Direkt am Knipprather Wald, auf dem ehemaligen Gelände des Tennisclubs Blau-Weiß, soll ein nachhaltiges Wohnquartier entstehen.
Vorgesehen sind 23 Reihenhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit 30 Wohneinheiten. Ein Quartiersspielplatz bildet künftig das Herz des neuen Wohngebiets. Weitere hochwertige Aufenthaltsbereiche sind geplant.
Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen bei den Planungen ganz oben. So erhalten die Flachdächer in dem Quartier Photovoltaikanlagen. Ergänzend ist ein Nahwärmenetz vorgesehen. Gleichzeitig wird auf den rund 0,9 Hektar eine verdichtete Bebauung möglich. Stellplätze sollen innerhalb des Quartiers zur Verfügung stehen. Die angrenzende Sportstätte „Tennishalle am Sandberg – Monheim“ bleibt für den Winterspielbetrieb erhalten. Die neue
Tennisanlage Am Kielsgraben ist seit Sommer 2025 in Betrieb.
Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan
179M „Wohnen am Wald“ (Aufstellungsbeschluss vom 27. November 2025) kann gemäß § 13a BauGB ein beschleunigtes Verfahren durchgeführt werden. Die Stadt verzichtet jedoch bewusst teilweise darauf und führt die frühzeitige Beteiligung trotzdem durch. Im weiteren Verfahren werden die Öffentlichkeit, die Träger öffentlicher Belange sowie die politischen Gremien beteiligt.
Im Baumberger Westen, zwischen Griesstraße, Schwanenstraße und Hauptstraße, will die Monheimer Wohnen voraussichtlich ab 2028 rund 25 Wohnungen vermieten können. Das geplante Wohnensemble liegt nah am Rhein.
Gebaut werden 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit Fußbodenheizung, Balkon, Garten oder Dachterrasse sowie Stellplätzen in einer Tiefgarage. Alle Wohnungen werden barrierefrei erreichbar sein und mit Aufzügen ausgestattet. Die Wärmeversorgung sollen Wärmepumpen sicherstellen. Die Anmeldephase für die Wohnungen beginnt frühestens Ende 2027.
Hier geht es zur Webseite der Monheimer Wohnen.
In der Monheimer Innenstadt, direkt an der Opladener Straße, sollen bis 2029 circa 35 Wohneinheiten der Monheimer Wohnen entstehen. Dabei soll in Zusammenarbeit mit dem Verein Lebenshilfe auch das Wohnen in Betreuten Wohnformen möglich sein.
Geplant sind 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit Fußbodenheizung, Balkon, Garten oder Dachterrasse und Stellplätzen in einer Tiefgarage. Alle Wohneinheiten werden barrierefrei erreichbar sein und mit Aufzügen ausgestattet. Die Wärmeversorgung sollen Wärmepumpen sicherstellen. Wie auch bei anderen Projekten der Monheimer Wohnen, wird ein Teil der Wohnungen öffentlich gefördert. Die Anmeldephase für die Wohnungen beginnt frühestens im Jahr 2028. Auf der Webseite der Monheimer Wohnen gibt es
weitere Informationen zum Projekt.
Dieses Projekt ist abgeschlossen. Drei Jahre nach dem ersten Spatenstich
sind alle 201 Wohnungen im Sophie-Scholl-Quartier vermietet. Damit hat die städtische Tochtergesellschaft Monheimer Wohnen ihr nächstes großes Bauprojekt realisiert.
Wo einst die Geschwister-Scholl-Schule stand, ist ein lebendiges Wohnquartier für alle Generationen und Einkommensklassen entstanden. Auch der langersehnte Drogeriemarkt für Baumberg hat dort eröffnet. Baubeginn für das Quartier nördlich der Holzweg-Passage war im August 2022. Schon drei Jahre später feierte die Monheimer Wohnen im September 2025 die Fertigstellung.
Nah am Einzelhandel und mit Anschluss an die Bushaltestellen bietet das Sophie-Scholl-Quartier dringend benötigten barrierearmen Wohnraum. Alle 201 Wohnungen mit insgesamt über 16 000 Quadratmetern Fläche in acht Gebäudekomplexen sind vermietet – 140 frei finanziert, 61 sozial gefördert, sodass man sie mit einem Wohnberechtigungsschein günstig mieten kann.
Die fünfgruppige
Awo-Kita „Ki.Wis Entdeckergarten“ hatte bereits Anfang 2024 ihre neuen Räumlichkeiten bezogen. Auch die Einzelhandelsfläche wurde vorzeitig fertiggestellt, sodass die Drogerie Rossmann seit dem 2. August 2025 Kundinnen und Kunden empfangen kann.
Die Wohnungen sind mit Fußbodenheizung, Kellern, Fahrradabstellräumen, Kinderwagenräumen und bodengleichen Duschen ausgestattet. Der Mix reicht von 1,5- bis hin zu 5-Zimmer-Wohnungen, alle zwischen 44 und 128 Quadratmeter groß. Das Wärmekonzept kombiniert ein Blockheizkraftwerk mit einer Luft-Stromwärmepumpe, die den Strom aus den Solaranlagen auf den Dächern bezieht. Die MEGA bietet ein Mieterstrommodell an, sodass Mieterinnen und Mieter den in ihrem Quartier erzeugten Sonnenstrom selbst nutzen können.
In den Erdgeschossen gibt es Mietergärten, in den darüberliegenden Stockwerken Balkone und oben in den Staffelgeschossen bis zu zwei Dachterrassen. Alle 18 Häuser sind an drei Tiefgaragen mit 162 Stellplätzen angebunden. Aufzüge fahren direkt in die jeweilige Etage der Wohnungen. Wer kein Auto besitzt, profitiert von einem Car-Sharing-Angebot vor Ort. Neben Spielplätzen steht Anwohnenden ein Outdoor-Fitnessbereich zur Verfügung.
Im April 2016 waren in einem Bürgerworkshop erste Ideen zu dem Wohnprojekt präsentiert worden, eine Abschlusspräsentation fand im Juni 2016 statt. Im März 2018 beschloss der Rat den Bebauungsplan als Satzung.