Monheim-Lexikon: Zweiter Weltkrieg

Kriegsbeginn

Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Die Luftwaffe bombardierte die polnische Stadt Wielun und machte sie nahezu dem Erdboden gleich – es waren also die Deutschen, die gleich zu Kriegsbeginn das schreckliche Muster für den Luftkrieg lieferten, der schließlich auch ihre Städte in Schutt und Asche versinken ließ. In Wielun wurden 1200 Zivilisten getötet, darunter Patienten des örtlichen Krankenhauses, das auf dem Dach mit dem Rot-Kreuz-Symbol gekennzeichnet war.

Sehr bald nach Kriegsbeginn müssen die ersten polnischen Kriegsgefangenen nach Monheim gekommen sein, denn in der Sitzung des Gemeinderats vom 7. Dezember 1939 wurde vorgeschlagen, „daß die gefangenen Polen aus dem hiesigen Lager [bei] Meliorationsvorarbeiten u[nd] bei der Ausbesserung der Feldwege und der Niederstraße Verwendung finden sollen“ (Melioration = Verbesserung des Bodens). Tatsächlich mussten die polnischen Kriegsgefangenen, und im weiteren Kriegsverlauf auch die anderer Nationen, entgegen der Genfer Konvention Zwangsarbeit verrichten.

Auch durch Truppeneinquartierungen machte sich der Kriegsbeginn bemerkbar: „Waren es im Oktober badische Kanoniere, die in Monheim Quartier bezogen, so folgten diesen kurz vor Weihnachten Pioniere, die ebenso bei der Bevölkerung herzliche Aufnahme fanden. Es gab fast keine Familie, die nicht wenigstens einen Soldaten freiwillig aufnahm. […] 14 Wochen verweilten die Pioniere hier, um am [intern]Rhein Übungen zu veranstalten, junge Soldaten im Brückenbau zu schulen und in Hitdorf eine der größten Pontonbrücken über den Rhein zu schlagen, über die später der Vormarsch gen Westen erfolgte“, berichtet die Chronik der heutigen Lottenschule.

Der Luftkrieg gegen Deutschland begann im Rheinland am 11. April 1940, als britische Flugzeuge Randbezirke von Mönchengladbach bombardierten. Derartige punktuelle, stets nachts ausgeführte Angriffe setzte die Royal Air Force in rascher Folge fort, am 13. Mai 1940 erstmals auf Köln, zwei Tage später auf Düsseldorf.

Von den Einzelangriffen ging man ab 1942 zu Flächenbombardements über, als erste Großstadt am Rhein traf es in der Nacht vom 30. zum 31. Mai Köln. Der sogenannte Tausend-Bomber-Angriff dauerte drei Stunden und forderte 500 Tote. Ab 1943 griff auch die US Air Force in den Luftkrieg ein. Ihren ersten Angriff auf Köln flog sie am 4. März 1944, und zwar bei Tageslicht.

Der erste Luftangriff auf Monheim war am 26. Mai 1940 niedergegangen. Britische Flugzeuge warfen gegen 1.10 Uhr neun Bomben in Höhe Kielsgraben ab. Eigentliches Ziel waren wohl – wie später noch so oft – die Rhenania-Ossag Mineralölwerke. Für diesmal blieb es bei Sachschäden. Kurz darauf, im Juni 1940, fielen auch auf [intern]Baumberg die ersten Bomben. Im Vergleich zu Monheim blieb Baumberg von Luftangriffen weitgehend verschont, hatte aber in der letzten Kriegsphase stark unter dem Artilleriebeschuss von der anderen Rheinseite zu leiden.

Zuletzt geändert am 14. April 2020

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