Dieses Projekt ist abgeschlossen.
Die Kulturraffinerie K714 wurde Anfang September 2026 feierlich eröffnet.
An der Monheimer Rheinpromenade ist eine Veranstaltungshalle der Superlative entstanden: Die frühere Shell-Fassabfüllanlage wurde zur Kulturraffinerie K714 umgebaut. Das historische Gebäude hat seinen Industriecharme behalten, während gleichzeitig modernste Bühnentechnik eingezogen ist. Zusätzlich soll 2027 noch eine Gastronomie mit Rheinblick eröffnen.
Die Kulturraffinerie K714 bezieht auf einzigartige Weise die geschichtsträchtige Vergangenheit des Gebäudes architektonisch ein. Die denkmalgeschützte Fassade der früheren Abfüllhalle mit ihren roten Ziegeln ist erhalten geblieben. Im Inneren wurde ein rechteckiger, hoher Baukörper eingesetzt, der nach Außen hin stimmungsvoll das Sonnenlicht reflektiert oder wahlweise selbst leuchtet. Der Kubus ist von breiten Wandelgängen umgeben. Dadurch ist in dem historischen Hallenensemble ein moderner „Großer Saal“ entstanden, der für die unterschiedlichsten Veranstaltungen nutzbar ist. Dieser variable Hauptsaal bildet das Herzstück der Kulturraffinerie K714.
Je nach Bühnenvariante sowie Bestuhlung oder Stehplatzanordnung, fasst die Kulturraffinerie K714 bis zu 4800 Menschen. Die Bühne im Hauptsaal ist in ihrer Größe anpassbar – ein hochfahrbarer Orchestergraben inklusive. Kleinere Veranstaltungen können im „Kleinen Saal“ stattfinden, der im Nordosten des Gebäudes in ebenfalls altem Bestand entstanden ist, in der eigentlichen alten Abfüllhalle.
Die Kulturraffinerie K714 ist damit für verschiedene Veranstaltungen geeignet, etwa Rock-, Pop-, Klassik- und Symphonie-Konzerte mit ihren ganz unterschiedlichen Ansprüchen, für Theater- und Tanzaufführungen, Lesungen, Musicals, Comedy oder Sport-Events, aber auch Karnevalssitzungen, Schützenfeste sowie Abitur-Feiern. Tagsüber können Kongresse, Tagungen und Konferenzen stattfinden. Auch das Kyiv Symphony Orchestra aus der ukrainischen Hauptstadt,
das in Monheim am Rhein eine provisorische Heimat gefunden hat, findet in der Kulturraffinerie K714 einen perfekten Konzertsaal für seine Aufführungen vor.
Der Eingangsbereich der Kulturraffinerie K714 liegt an der Wasserachse. Innen erwartet die Gäste ein weitläufiges Foyer sowie ein begrünter Innenhof. In Richtung
Rheinpromenade lockt künftig in dem viergeschossigen Neubau eine Gastronomie mit Dachterrasse und 180-Grad-Rheinblick. Die Gastronomie eröffnet 2027.
Im Norden findet sich der Anlieferungs- und Backstage-Bereich. Hier können ganze LKW zum schallgeschützten Be- und Entladen einfahren. Auch ein Verkehrskonzept für die Kulturraffinerie K714 wurde entwickelt. Am Ende der Wasserachse steht bereits das neue Parkhaus mit rund 2000 Stellplätzen – für Anreisende zu den Veranstaltungen, aber auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rheinpark. Eine dynamische Verkehrssteuerung sorgt dafür, dass Autos nach den Veranstaltungen schnell wegfahren können. Die
Daimlerstraße und die Straße
Am Kielsgraben wurden dafür ausgebaut.
Im Dezember 2018 hatten sich die Mitglieder des Rats der Stadt Monheim am Rhein und des Aufsichtsrats der Monheimer Kulturwerke dafür ausgesprochen, das Stuttgarter Architekturbüro Bez + Kock mit der Generalplanung für das Großprojekt zu beauftragen. Bauherrin ist die
Monheimer Kulturwerke GmbH als städtische Tochtergesellschaft mit ihrem Geschäftsführer und Intendanten Martin Witkowski.
Die Monheimerinnen und Monheimer wurden intensiv in die Planungen eingebunden. Anfang 2019 gab es einen ersten Informationsabend, im Anschluss konnten sich Interessierte
in einer Befragung zur Verwandlung des alten Gebäudes einbringen. Angeboten wurden zudem Führungen durch die ehemalige Fassabfüllhalle. Auch lokale Vereine wurden einbezogen. Im März 2020 fand ein weiterer Bürgerschaftsabend statt. Dabei wurde das weiterentwickelte Architekturkonzept vorgestellt, in das die Anregungen aus der Bürgerschaft eingeflossen waren. Der Rat beschloss das Konzept anschließend mehrheitlich.
Im Juni 2023 wurde der Grundstein gelegt,
am 5. Mai 2024 feierte Monheim am Rhein das Richtfest mit einem großen Baustellenfest. Die geschätzten Baukosten für die neue Veranstaltungshalle belaufen sich laut aktueller Planung auf bis zu 166 Millionen Euro. Ab Herbst 2026 wird die Kulturraffinerie K714 am Rheinkilometer 714 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und mit einer großen Eröffnung gefeiert.
Weitere Informationen sowie eine 3D-Visualisierung der künftigen Veranstaltungshalle gibt es auf deren Webseite unter
www.kulturraffinerie-k714.de.