Klimaneutralität bis 2035

Ziel des städtischen Klimaschutzkonzepts von 2014 war es, die Treibhausgasemissionen in Monheim am Rhein bis 2030 maßgeblich zu reduzieren. Dies konnte bereits im Jahr 2018 erreicht werden. Das neue Ziel lautet nun Klimaneutralität bis 2035. Diese Vorgabe hat die Stadt sich als eines ihrer strategischen Ziele gesetzt. Als wichtiger Baustein dafür wird nun das Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2014 überarbeitet – zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern. Denn Klimaneutralität ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Das neue Klimaschutzkonzept umfasst verschiedene Handlungsfelder wie Wohnen, Gewerbe, Energie, Mobilität sowie Stadtentwicklung. Neben der Analyse, welche Maßnahmen sich bereits bewährt haben und fortgeführt werden sollen, geht es nun vor allem auch um die Entwicklung neuer Maßnahmen für die nächsten Jahre. Hierbei ist die Beteiligung der Bürgerschaft besonders wichtig. Das Konzept muss mit den Menschen vor Ort entstehen – denn sie sind es, die einen entscheidenden Anteil tragen und die Maßnahmen später umsetzen müssen.

Daher werden die Bürgerinnen und Bürger intensiv in den Prozess einbezogen. Die Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft, die das neue Klimaschutzkonzept für die Stadt ausarbeitet, hat bereits eine Bilanz für die vergangenen Jahre gezogen sowie zahlreiche Interviews und Gespräche mit Beschäftigten der Stadtverwaltung, Mitarbeitenden der MEGA oder auch der Verbraucherzentrale geführt. Am 16. Februar tauschten sich dann [intern]bei einem digitalen Bürgerschaftsabend rund 50 Teilnehmende über die Konferenz-Plattform Zoom aus. Im Zentrum stand die Frage, wie die Stadt Monheim am Rhein gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern bis 2035 klimaneutral werden kann.

Im Anschluss an den Abend startete auf der städtischen Mitdenken-Plattform [extern]eine Konsultation der Bürgerschaft zu diesem Thema. Bis zum 7. März können die Monheimerinnen und Monheimer hier ihre Ideen und Anregungen zum Klimaschutz eingeben. Auch die Ergebnisse aus den Kleingruppen des digitalen Bürgerschaftsabends werden hier eingepflegt. Anschließend erfolgt eine Analyse aller Beiträge und eine Zusammenfassung zu zentralen Erkenntnissen, die in das neue Klimaschutzkonzept einfließen. Das überarbeitete Klimaschutzkonzept soll im Frühjahr vom Rat verabschiedet werden.

[extern]Die Dokumentation des Bürgerschaftsabends vom 16. Februar 2021 gibt es hier.


Klimaschutzmanagement

2014 hat der Rat der Stadt Monheim am Rhein zusätzlich zur Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beschlossen.

Aufgaben des Klimaschutzmanagers:

  • Koordinierung, Initiierung und hauptverantwortliche Umsetzung der Maßnahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Monheim am Rhein
  • Controlling der Klimaschutzmaßnahmen
  • Aufbau und Pflege von Akteursnetzwerken
  • Fortschreibung der CO2-Bilanz
  • Erfassung und Aufbereitung klimaschutzrelevanter Daten
  • Planung und Durchführung von themenbezogenen Aktionstagen, Wettbewerben oder Schulungen

Im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ wird die Stelle vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit 65 Prozent gefördert.


Integriertes Klimaschutzkonzept von 2014

In Kooperation mit dem Büro Infas Enermetic und zusammen mit verschiedenen Akteuren sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt Monheim am Rhein ein integriertes Klimaschutzkonzept entwickelt. Dieses wurde am 20. Februar 2014 vom Rat verabschiedet und war in den vergangenen Jahren der Fahrplan in Sachen Klimaschutz.

Das integrierte Klimaschutzkonzept von 2014 bilanziert die Energieverbräuche und den CO2-Ausstoß für die Sektoren Wirtschaft, Private Haushalte, Verkehr und Kommune. Es umfasst knapp 40 Maßnahmen, um den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid bis zum Jahr 2030 um 20 Prozent zu mindern. Die Projektideen wurden in Workshops entwickelt und daraus 37 TOP-Projekte ausgewählt. Sie zielen insbesondere darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, den Strom- und Wärmebedarf zu reduzieren, klimafreundliche Verkehrsmittel zu fördern und mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit die Menschen zu informieren und zu motivieren.

Die Maßnahmen verteilen sich auf vier Handlungsfelder:

  • Sanieren im Bestand (zum Beispiel „Haus-zu-Haus-Beratungen“, Übersicht zu Beratungsangeboten in Monheim am Rhein)
  • Energieeffizienz und erneuerbare Energien (zum Beispiel Bewerben des Solarpotentialkatasters, Optimierungen im Gebäudemanagement öffentlicher Gebäude)
  • Verkehr und Mobilität (zum Beispiel Stärkung des ÖPNV, Entwicklung eines Konzepts zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs, Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED, Ausbau des Smart-City-Projektes allgemein)
  • Öffentlichkeitsarbeit (zum Beispiel regelmäßige Berichterstattung über die Projekte der einzelnen Handlungsfelder)

Mit seinem integrierten Ansatz geht das Konzept über den Einflussbereich der Stadtverwaltung hinaus und bezieht verschiedenste Akteurinnen und Akteure im Stadtgebiet mit ein. Die Umsetzung der Maßnahmen wurde von der Stadtverwaltung koordiniert und überprüft; hierfür wurde 2015 eigens eine neue Personalstelle für einen Klimaschutzmanager geschaffen. Erste Maßnahmen wie die Förderung des Radverkehrs, Aktionstage zum Klimaschutz und die Modernisierung der Straßenbeleuchtung waren bereits vorher begonnen beziehungsweise durchgeführt worden.

Das Ziel des Klimaschutzkonzepts von 2014 – die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 20 Prozent bis 2030 – konnte bereits im Jahr 2018 erreicht werden. Derzeit wird eine Fortschreibung des Monheimer Klimaschutzkonzepts ausgearbeitet. Das neue Ziel lautet Klimaneutralität bis 2035.


Effiziente Energieversorgung in der Kunst- und Musikschule

Auch beim Bau der Kunst- und Musikschule wurde Klimaschutzaspekte berücksichtigt. Bei der Wärmeversorgung des Gebäudes ist mit einer Gasabsorptionswärmepumpe modernste Gebäudetechnik im Einsatz. Gegenüber der konventionellen Versorgung mittels eines Gaskessels ergeben sich CO2-Einsparungen von 25 Prozent.

Wie die mit Strom betriebenen Wärmepumpen nutzt eine Gasabsorptionswärmepumpe die Umgebungswärme aus der Außenluft, dem Erdreich oder Grundwasser zu Heizzwecken. Als Antriebsenergie wird jedoch statt Strom Erdgas benutzt. Der Einsatz von Erdgas ist weniger klimaschädlich als Strom, weil bei der Verbrennung einer Kilowattstunde Erdgas wesentlich weniger CO2 entsteht als bei der Erzeugung einer Kilowattstunde Strom im Kraftwerk.

Derzeit wird zudem geprüft, auf welchen städtischen Gebäuden eine Photovoltaikanlage sinnvoll wäre. Zu den möglichen Objekten gehört ebenfalls die Kunst- und Musikschule, daneben das Schulzentrum am Berliner Ring oder auch die Armin-Maiwald-Schule.


5000 Laternen werden umgerüstet

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt (BMU) setzt die Stadt Monheim am Rhein stromsparende Klimaschutztechnologien ein. Alle rund 5000 Laternen werden deshalb umgerüstet.

Das BMU bezuschusst Projekte für den Kommunalen Klimaschutz mit 20 Prozent der Bausumme, wenn die Leuchten mehr als 70 Prozent Energie einsparen. Deshalb werden alte Kugelleuchten (70 Watt NAH) gegen neue LED-Laternen (18 bis 34 Watt) ausgetauscht. Im Vergleich zu Natriumdampflampen (Warmlicht) haben die LED-Leuchtdioden neben den Einsparungen beim Stromverbrauch viele weitere Vorteile.

2015 107 Kugelleuchten ausgetauscht, Ersparnis von 224 Tonnen CO2 auf zehn Jahre und 19.200 KW/h pro Jahr, Zuschuss 10.500 Euro

2016 150 Kugelleuchten ausgetauscht, Ersparnis von 315 Tonnen CO2 auf zehn Jahre und 27.000 KW/h pro Jahr, Zuschuss 12.000 Euro

2017 133 Kugelleuchten ausgetauscht, Ersparnis von 281 Tonnen CO2 auf zehn Jahre und 24.100 KW/h pro Jahr, Zuschuss 12.500 Euro

2018 341 Kugel- und Pilzleuchten, nun auch noch mit Nachtabsenkungen, ausgetauscht, Ersparnis von 815 Tonnen CO2 auf zehn Jahre und 68.000 KW/h pro Jahr, Zuschuss 33.120 Euro

2019/2020 500 Kugel- und Pilzleuchten ausgetauscht, Ersparnis von 1376 Tonnen CO2 auf zehn Jahre und 116.629 KW/h pro Jahr, Zuschuss 73.560 Euro
Darüber hinaus wurden weitere 300 LED-Laternen umgebaut. [PDF]Zertifikat

2021 Mit weiteren 1000 LED-Laternen soll der Umbau auf LED abgeschlossen werden. Die MEGA wird eine Software für das Lichtmanagement einführen.

Die BMU-Projekte addieren sich auf 1231 Leuchten, die mit 20 Zuschussanteil ausgetauscht wurden. Inklusive Nebenkosten wurden mehr als 700.000 Euro in die Modernisierung investiert. Darüber hinaus hat die Stadt weitere rund 500 LED-Systeme eingebaut, die zwischen 50 bis 60 Prozent Energie einsparen. Wenn alle rund 5000 Lichtpunkte im Stadtgebiet bis 2022 umgebaut sind, werden hier bis zu 2 Millionen Euro in Infrastruktur verbaut worden sein. Die LED-Leuchten können problemlos nachgerüstet und ungefährlich entsorgt werden. Sie bestehen aus schadstofffreien Materialien.

Die Lichtfarbe in Monheim ist gemäß einem Lichtmasterplan in Wohngebieten, wegen der hohen Farb- und Gesichtserkennung, in der Regel ein Tageslichtweiß von 4000 Kelvin. Bei Sammelstraßen strahlt ein Warmlichtweis von 3000 Kelvin und bei ehemaligen Land- und Kreisstraßen 2700 Kelvin.

Auch die Kabel und Masten werden nach und nach modernisiert. Angestrebt werden Standarthöhen von 4,5, 5 und 7,5 Metern.

Markus Nesseler

Raum 220

Straßenunterhaltung, Beleuchtung

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Links

[PDF]Beauftragung „Beratung zu Solarstrom“

Ein möglichst sparsamer Energieverbrauch senkt Kosten und dient dem Klimaschutz. Information und Beratung gibt es bei der [extern]MEGA.

Das Bundesumweltministerium hat eine [extern]Klimaschutzinitiative gestartet.

„Klimaschutz made in NRW“ ist die Leitlinie der [extern]EnergieAgentur.NRW, die im Auftrag der Landesregierung tätig ist.

Der [extern]KlimaScout bietet praktische Ratschläge zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.

Das [extern]Klima-Bündnis ist ein europäisches Netzwerk von Kommunen, die sich verpflichtet haben, das Weltklima zu schützen.

Das deutschlandweite [extern]Klimafolgen-Portal soll Nutzern vom Forstwirt bis zum Baudezernenten verwertbare Informationen an die Hand geben. 

[extern]www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

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