Radschnellweg

Um das Radfahren auch über längere Strecken attraktiv zu gestalten, arbeitet Monheim am Rhein mit den Städten Neuss, Düsseldorf und Langenfeld an einer Radschnellwegverbindung. Der erste Abschnitt auf Monheimer Stadtgebiet ist bereits fertig. Künftig werden sich Radfahrende auf 5,4 Kilometern längs durch die Stadt schnell und bequem fortbewegen können.

In Monheim am Rhein soll der Radschnellweg von Norden nach Süden verlaufen. Er beginnt an der Stadtgrenze zu Düsseldorf am Hellerhofweg und führt über die Achse Landecker Weg, Benrather Straße und Baumberger Chaussee zur Leverkusener Stadtgrenze an der Alfred-Nobel-Straße. Die Stadt Leverkusen plant, den Weg hier fortzusetzen.

Der Monheimer Radschnellweg wird durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Standards für einen Radschnellweg übertreffen die Anforderungen an einen üblichen Radweg deutlich: Breiten von zwei bis drei Metern pro Fahrtrichtung, direkte Linienführung, Trennung zwischen Fuß- und Radverkehr, überwiegende Vorfahrt an Kreuzungen und hohe Belagsqualität machen Radschnellwege leistungsfähig und komfortabel für Radfahrerinnen und Radfahrer. Ziel ist es, dadurch den Radverkehr als Alternative zum Auto zu stärken.

Erster Kilometer freigegeben

Die Bauarbeiten am ersten Kilometer der neuen Nord-Süd-Verbindung sind bereits abgeschlossen. Der erste Abschnitt verläuft von der Düsseldorfer Stadtgrenze, am Übergang des Garather Wegs in den Hellerhofweg, entlang der Kleingartenanlagen „Baumberger Feld“ und „Knipprather Busch“ über den Landecker Weg bis zur Hegelstraße.

Unter anderem ist dabei aus dem Schotterweg zwischen den Kleingärten in Hellerhof und Baumberg eine durchgängig vier Meter breite, asphaltierte Fahrradstraße entstanden, die zu weiten Teilen noch um einen parallel verlaufenden Gehweg ergänzt wird. Vom Minikreisel im Übergang von Europaallee und Holzweg geht es danach zwischen dem im oberen Teil als Fahrradstraße ausgewiesenen Landecker Weg und der Hegelstraße, auf dem hier bereits seit vielen Jahren bestehenden gemischten Fuß- und Radweg, zwischen den Häusern hindurch weiter. Auch dieser Abschnitt wurde auf vier Meter Breite ausgebaut, um den hohen Ansprüchen zu genügen.

Fertigstellung von Norden nach Süden

Die Arbeiten werden im Stadtgebiet sukzessive von Norden nach Süden umgesetzt. Ende August haben im Österreichviertel die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt im Bereich Baumberg begonnen. Die Trasse soll bis voraussichtlich Ende Dezember zunächst bis zur Wiener Neustädter Straße und 2022 dann über die Berghausener Straße bis zur Baumberger Chaussee weitergeführt werden.

Der Fokus der Arbeiten im Spätsommer und Herbst liegt nun zunächst auf der Errichtung eines Kreisverkehrs im bisherigen Kreuzungsbereich Hegel-, Benrather- und Innsbrucker Straße. Als zweiter Schritt ist die Errichtung des Kreisverkehrs an der Kreuzung Benrather und Wiener Neustädter Straße beauftragt. Zu Beginn der Arbeiten am ersten Kreisverkehr wird die Hegelstraße im oberen Kreuzungsbereich gesperrt, sodass erstmal nur noch die Fahrtbeziehung Innsbrucker und Benrather Straße bestehen bleibt. Auch hier wird die Durchfahrt jedoch halbseitig gesperrt und durch eine Ampel gesichert. Die Bushaltestelle auf der Benrather Straße wird für die Zeit der Arbeiten auf die Wiener Neustädter Straße verschoben.

Zum Abschluss des zweiten Bauabschnitts erfolgt dann die Realisierung einer Busschleuse zwischen den beiden Kreisverkehren, die die Durchfahrt künftig nur noch Fahrrädern, Bussen und den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr ermöglichen wird. Bei Notfalleinsätzen können nicht nur die schweren Rüst- und Leiterwagen, sondern auch die deutlich schmaleren Rettungswagen die Busschleuse überwinden. Trotzdem soll am Feuerwehrgerätehaus in Baumberg künftig noch ein dritter Rettungswagen für das Stadtgebiet stationiert werden, der das nördliche Österreichviertel dann auch von Norden anfahrend über die Hegelstraße erreichen kann.

Weiterer Abschnitt an Karlheinz-Stockhausen-Straße

Bereits fertiggestellt ist seit August 2020 auch schon ein rund 250 Meter langer Abschnitt entlang der Karlheinz-Stockhausen-Straße. Er wurde im Rahmen der Bebauungen am Menk-Gelände und der Herstellung der Karlheinz-Stockhausen-Straße realisiert. Von dort bis nach Baumberg wird der Radschnellweg künftig parallel zur Baumberger Chaussee verlaufen. Der Radschnellweg ist überall durch seine grünen Begleitmarkierungen zu erkennen.

[intern]Informationen zur fahrradfreundlichen Stadt

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