Fahrradfreundliche Stadt

Radverkehrskonzept als erster Meilenstein auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt

Mit seinen kompakten räumlichen Strukturen und viel Natur bietet Monheim am Rhein nahezu ideale Voraussetzungen für eine verstärkte Nahmobilität. Auf dieser Basis sollen die Möglichkeiten vor allem für Fußgänger und Radfahrer, aber auch für Inliner und andere unmotorisierte Verkehrsteilnehmer, in der Stadt bald deutlich verbessert werden.

Erklärtes Ziel der Verwaltung ist es, eine zukunftsfähige und lebendige Stadt zu gestalten, die sich neben einer hohen Lebensqualität auch durch eine besonders hohe Bewegungsqualität auszeichnet. „Im Bereich der Nahmobilität ist das Fahrrad das wichtigste Fortbewegungsmittel, da es mit seinem weiten Aktionsradius innerstädtisch eine besonders gute Alternative zum motorisierten Verkehr darstellt“ betont die Monheimer Fahrradbeauftragte Stephanie Augustyniok. „Momentan befindet sich der Radverkehrsanteil bei uns jedoch noch weit unter seinen eigentlichen Möglichkeiten.“

Um die Nahmobilität zu fördern, arbeitet die Stadtverwaltung mit dem Planungsbüro VIA aktuell an der Erstellung eines Handlungskonzeptes zur Förderung des Radverkehrs. „Uns ist es wichtig, eine fahrradfreundliche Infrastruktur und ein fahrradfreundliches Klima zu schaffen. Dies soll jedoch nicht zu Lasten der Fußgänger gehen“, beschreibt Augustyniok den bereits grob abgesteckten Rahmen. Ein Geflecht aus Service, Kommunikation und Infrastruktur soll die Stärken der Monheimer Nahmobilität künftig deutlich mehr zum Tragen bringen.

Erste Ideen zu dem neuen Radverkehrskonzept stellte die Stadtverwaltung gemeinsam mit Akteuren des Planungsbüros VIA am Donnerstag, 5. Juni im Rahmen einer Bürgerbeteiligung vor. Auf Basis der dort gesammelten Erkenntnisse soll das Radverkehrskonzept auch künftig im Dialog zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung weiterentwickelt werden. Eine nächste Bürgerbeteiligung ist bereits für den Herbst geplant.

Anregungen, Vorschläge, Ideen und Kritik können während des Erarbeitungsprozesses auch per E-Mail an [E-Mail]fahrradbeauftragtedo not copy and be happy@monheimdot or no dot.de sowie über den [intern]Mängelmelder im Bereich Bürgerservice oder auf per Post geäußert werden, dann direkt an die Fahrradbeauftragte Stephanie Augustyniok, Stadtverwaltung Monheim am Rhein, Rathausplatz 2, 40789 Monheim am Rhein.


Fahrradboxen "Dein Radschloss"

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Dein Radschloss“ wurden insgesamt 20 öffentlich nutzbare Fahrradboxen eingerichtet.

Über das Projekt arbeitet die Stadt Monheim am Rhein mit 14 weiteren Kommunen und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) am Aufbau moderner, sicherer Fahrradabstellanlagen an ÖPNV-Punkten. Die Boxen von „Dein Radschloss“ eignen sich vor allem für Pendlerinnen und Pendler, die den Weg zur Haltestelle regelmäßig fahren und ihr Fahrrad vor Ort vor Witterung und Diebstahl geschützt unterbringen möchten. Deshalb gibt es auch Stellplätze für Dauermieter.

In Monheim am Rhein wurden 13 Fahrradboxen am Busbahnhof, im Durchgang zwischen dem Monheimer Tor und dem Rathaus-Center aufgebaut. Sieben weitere Fahrradboxen sind an der Bushaltestelle Baumberger Chaussee an der Opladener Straße. In sieben Boxen am Busbahnhof und vier Boxen an der Opladener Straße können Nutzerinnen und Nutzer ihre E-Bikes kostenfrei laden.

Alle Boxen werden vom VRR mit einem digitalen Hintergrundsystem zur Reservierung und Buchung ausgestattet. Nutzerinnen und Nutzer können die Boxen über eine digitale Buchungsplattform, eine Website und eine App reservieren und kostenpflichtig buchen. Das elektronische Schließsystem kann mit einer systemeigenen Karte oder einer Chipkarte des VRRs geöffnet werden. Für ÖPNV-Kunden, die bereits ein Aboticket für den VRR besitzen, ist das System deshalb besonders attraktiv. Die einheitliche Entgeltordnung für die Nutzung aller Boxen des Projekts wurde in der Ratssitzung am 14. März 2018 beschlossen. Pro Tag soll die Miete einer Box einen Euro, pro Woche 5 Euro, pro Monat 15 Euro und pro Jahr 90 Euro kosten.

Mit 1000 Stellplätzen an mehr als 60 Standorten soll mit „Dein Radschloss“ das größte städteübergreifende System von Fahrradabstellanlagen in Deutschland entstehen. Die Stadt Langenfeld will am S-Bahnhof Langenfeld (Rheinland) zehn Boxen einrichten. Das Projekt hat am Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ teilgenommen und wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

[extern]www.dein-radschloss.de/blog


Planung des Radschnellwegs von Monheim bis Neuss

Von Monheim am Rhein bis Neuss soll ein 30 Kilometer langer Radschnellweg entstehen. Er führt durch Garath, Benrath und Holthausen nach Wersten und zur Heinrich-Heine-Universität und von dort durch Flehe und Volmerswerth über die Südbrücke bis in die Neusser Innenstadt.

Der Monheimer Streckenabschnitt ist etwa 5,5 Kilometer lang. Die Trasse beginnt im südlichen Monheimer Stadtgebiet an der Alfred-Nobel-Straße und schließt an den Radweg Richtung Leverkusen an, sodass eine spätere Verlängerung möglich wird. Mit einer Breite von vier Metern neben einem zwei Meter breiten Gehweg führt die Fahrradstrecke dann am Monbag-See im Osten und dem Musikantenviertel im Westen vorbei und quert in Höhe der Baumberger Chaussee die Opladener Straße, der Radweg ist dann in beiden Richtungen drei Meter breit.

Nördlich der Berghausener Straße wird die Trasse an die Benrather Straße geführt. Hier wird eine sogenannte Fahrradstraße eingerichtet, so dass der Radfahrer bis zum Landecker Weg im normalen Verkehr mitfährt. Neue Kreisverkehre an der Wiener Neustädter Straße und der Hegelstraße machen die Kreuzungen leichter passierbar. In Richtung Düsseldorf führt der Radschnellweg weiter über den Landecker Weg und an der Kleingartenanlage „Knipprather Busch“ und „Im Baumberger Feld“ vorbei.


Workshop-Arbeit zur Förderung des Fahrradverkehrs

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