Monheim am Rhein bekommt eine neue Umspannanlage. Gemeinsam mit dem Verteilnetzbetreiber Westnetz baut die Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH am Fahnenacker, angrenzend an das Autobahnkreuz A59 / A542, eine moderne Anlage für die Stromversorgung der Zukunft. Damit schafft sie zusätzliche Kapazitäten für erneuerbare Energien, stärkt die Versorgungssicherheit und macht Platz für neue Entwicklungen im Stadtzentrum.
Schon heute speist Monheim am Rhein überdurchschnittlich viel Strom aus erneuerbaren Quellen ins Netz ein – Tendenz steigend. Die neue Anlage, deren Bau bereits begonnen hat, sorgt dafür, dass diese Mengen auch künftig sicher aufgenommen und verteilt werden können.
Hauptleitungen müssen neu verlegt werden
Mit dem Neubau modernisiert die MEGA die gesamte Technik und setzt auf digitale Steuerungssysteme. Gleichzeitig wird ein großer Teil der bestehenden Stromnetzinfrastruktur erneuert und an den neuen Standort angebunden. Dafür müssen Hauptleitungen neu verlegt werden. Die bisherigen Freileitungsmasten im Zentrum sollen später zurückgebaut werden. Aktuell stehen Hochspannungsfreileitungen im Monheimer Süden, die vom Umspannwerk am Mehlpfad entlang des Berliner Rings und am Heinrich-Häck-Stadion entlang verlaufen. Insbesondere zwischen dem Berliner Viertel und der Straße Im Pfingsterfeld könnte dort neues Flächenpotentiale entstehen.
„Mit der neuen Umspannanlage schaffen wir die Voraussetzungen für eine sichere und zukunftsfähige Stromversorgung in Monheim am Rhein“, erklärt Mario Werdan, Technischer Leiter der MEGA. „Die Energiewende stellt hohe Anforderungen an die Netze. Gemeinsam mit Westnetz investieren wir deshalb in moderne Technik und zusätzliche Kapazitäten.“
Inbetriebnahme Ende 2029 geplant
Umspannanlagen verbinden unterschiedliche Spannungsebenen im Stromnetz und ermöglichen so den effizienten Transport und die Verteilung elektrischer Energie. Netzbetreiber wie die MEGA sind gesetzlich verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien in ihre Netze aufzunehmen. Mit dem Neubau schafft die MEGA die technischen Voraussetzungen dafür, auch künftig steigende Einspeisemengen sicher zu integrieren.
Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist nach aktuellem Stand für Ende 2029 geplant. Herzstück der Umspannanlage sind Transformatoren, die die Spannung von 110 000 auf 10 000 Volt reduzieren. Von dort aus wird der Strom über weitere Netzebenen verteilt. Während der gesamten Bauphase bleibt die Stromversorgung für die Bürgerinnen und Bürger zuverlässig gesichert. (tb)


