Spatenstich für nächste große Wohnquartier im Baumberger Osten

Im Hasholzer Grund Süd entstehen neue Wohnungen, Einfamilienhäuser und ein innovatives Nahwärmenetz

Zum Spatenstich kamen zusammen: Lukas Ohk und Daniel Fieweger (Monheimer Wohnen), Bürgermeisterin Sonja Wienecke, Michael Weidtmann von der MEGA, Bauunternehmer Gernot Paeschke und Vinko Mrcela von der ausführenden Baufirma Stricker. Foto: Thomas Spekowius

Gemeinsamer Blick auf die Pläne für den vierten Bauabschnitt und das künftige Türkei-Vierel im Hasholzer Grund. Der Spatenstich hier erfolgt noch vor dem dritten Bauabschnitt, über den später der Lückenschluss an das bereits realisierte Israel-Viertel und Frankreich-Viertel erfolgen wird. Foto: Thomas Spekowius 20260511ts-Hasholzer-Grund-BA4-Planblick.jpg BU: Gemeinsamer Blick auf die Pläne für den vierten Bauabschnitt und das künftige Türkei-Vierel im Hasholzer Grund. Der Spatenstich hier erfolgt noch vor dem dritten Bauabschnitt, über den später der Lückenschluss an das bereits realisierte Israel-Viertel und Frankreich-Viertel erfolgen wird. Foto: Thomas Spekowius

Mit einem symbolischen Spatenstich hat am Montag offiziell die Erschließung des vierten Bauabschnitts im Baugebiet Hasholzer Grund Süd begonnen. Auf dem Areal im Baumberger Osten entstehen in den kommenden Jahren neue Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser sowie Grün- und Gemeinschaftsflächen.

Geplant sind gut 50 Einfamilienhäuser durch das Bauunternehmen Paeschke sowie acht Mehrfamilienhäuser mit rund 150 Wohnungen durch die Monheimer Wohnen GmbH. Rund 30 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert entstehen. Darüber hinaus wird bei den Planungen auch das Thema seniorengerechtes Wohnen berücksichtigt. Ergänzt wird das neue Quartier durch einen Quartiersplatz, Spiel- und Grünflächen sowie Aufenthaltsbereiche für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner.

Mit dem neuen Bauabschnitt wird zugleich das städtepartnerschaftlich geprägte Quartierskonzept in Baumberg weitergeführt: Bereits bestehende Straßen und Plätze erinnern dort an die Partnerstädte der Stadt Monheim am Rhein in Österreich, Frankreich und Israel. Künftig sollen auch Namen mit Bezug zur türkischen Partnerstadt Ataşehir hinzukommen. Die Europaallee verbindet die unterschiedlichen Quartiere miteinander.

Kühlen und Heizen über Wasserthermie

Die Wärmeversorgung übernimmt die Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH (MEGA). Vorgesehen ist ein technisch innovatives kaltes Nahwärmenetz mit Wasserthermie, das die Energie von Grundwasser nutzt. Dafür errichtet die MEGA mehrere Förder- und Schluckbrunnen. Das ganzjährig etwa 10 bis 12 Grad warme Brunnenwasser wird in den Gebäuden über Wärmepumpen zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt. Gleichzeitig kann das System im Sommer auch zur Kühlung der Gebäude eingesetzt werden. Die innovative Technik soll einen energieeffizienten und klimafreundlichen Betrieb des Quartiers ermöglichen.

Während der Bauarbeiten erfolgt die Andienung des Gebietes zunächst über eine Baustraße entlang des Wirtschaftswegs. Die temporäre Erschließung des Quartiers ist zunächst über die Wolfhagener Straße geplant, bis die Europaallee vollständig fertiggestellt ist. Hier laufen noch wichtige Gespräche mit unterschiedlichen Grundstückseigentümern.

Seniorengerechtes Wohnen

„Ich freue mich wirklich sehr auf die Umsetzung dieses Bauvorhabens. Es gehört definitiv zu den schönen Projekten, die ich mit meiner Amtsübernahme übernehmen durfte“, sagte Bürgermeisterin Sonja Wienecke beim Spatenstich. „Zugleich freue ich mich, dass ich auf die Planungen noch Einfluss nehmen konnte und hier nun auch verstärkt das Thema seniorengerechtes Wohnen mitgedacht wird.“ Ausdrücklich hob die Bürgermeisterin die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Monheimer Wohnen, MEGA und dem Bauunternehmen Paeschke hervor. „Wir sind hier auf einem guten Weg.“ Daniel Fieweger, Geschäftsführer der Monheimer Wohnen GmbH, verwies auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum in Monheim am Rhein. Wenn in bestehenden Quartieren Wohnungen frei würden und neu angeboten werden könnten, müssten die Inserate teilweise bereits nach wenigen Stunden wieder offline genommen werden, „weil wir sonst am Ende zu viele Menschen enttäuschen müssen“, sagte Fieweger. Auch im neuen Quartier sei deshalb ein breiter Wohnungsmix für unterschiedliche Zielgruppen geplant.

Die ersten Häuser können voraussichtlich im Herbst 2028 bezogen werden. Die vollständige Fertigstellung des neuen Quartiers ist nach aktuellem Stand für Ende 2030 vorgesehen. (ts)

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