Aufwertung der Mack-Pyramide

Die Mack-Pyramide am östlichen Stadteingang wird mit einem außergewöhnlichen Erweiterungsbau aufgewertet. So entsteht ein herausragender Kulturort. Der Stahlbau für die Erweiterung steht bereits. [extern]Am 8. März wurde Richtfest gefeiert. 

Mit der Mack-Pyramide an der Opladener Straße besitzt die Stadt einen architektonisch wie kulturell besonderen Ort, entworfen vom Maler und Bildhauer Heinz Mack. Doch die bislang eher unscheinbare Außenansicht des Baus ließ diesen von der Öffentlichkeit lange wenig beachtet zurück. Dabei liegt hier Potenzial für einen prägenden kulturellen Ort. Das preisgekrönte Gebäudeensemble wird daher aufgewertet und öffentlich zugänglich gemacht.

Scheinbar schwebender Baukörper

Der architektonische Clou des Umbaus: Auf die bestehende Pyramide wird eine zweite abstrahierte und gespiegelte als weiterer Baukörper gesetzt, sodass die beiden Spitzen sich quasi in der Luft berühren. Dabei wird auf drei Etagen viel neuer Raum geschaffen. Mit diesem Erweiterungsbau wird der Entwurf „H EINS“ von Ruth Martin und Malte Grobenstieg umgesetzt, mit dem die beiden Studierenden die Jury des Architekturwettbewerbs des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft überzeugen konnten.

Das Bauprojekt greift bewusst Ideen der internationalen ZERO-Bewegung auf. Durch die Einbindung brachliegender Gewerbeflächen wird zudem ein ansprechendes Umfeld für das Kunstwerk geschaffen ([extern]Bebauungsplan 176M „Mack-Pyramide“). Gleichzeitig entsteht ein markanter Stadteingang an der Opladener Straße. 

Besonderer Ort für kulturelle Begegnung

Die Mack-Pyramide wurde 1991 als Produktions- und Verwaltungsgebäude durch den Unternehmer Günter Beisel errichtet und sollte von Beginn an Kunst, Architektur und Arbeitswelt miteinander verbinden. Herzstück ist der sogenannte Mack-Raum, ein vollständig von dem international gefeierten ZERO-Künstler gestalteter Raum, der Materialien, Licht und Raumwirkung zu einem Gesamtkunstwerk vereint. Seit dem Ankauf durch die Stadt im Jahr 2019 und der Nutzung durch die Monheimer Kulturwerke bis 2025 entwickelte sich das Gebäude zunehmend zu einem Ort kultureller Begegnung. 

Künftig wird in den neu hinzugewonnenen Ausstellungsflächen im Erweiterungsbau sowie in der sanierten alten Pyramide nicht nur zeitgenössische Kunst zu erleben sein, sondern es werden auch Lager- und Ausstellungsflächen für private Kunstsammlungen, gemeinnützige Stiftungen und Erben von Künstler-Nachlässen bereitgestellt. Dazu kommen innovative Büroflächen für die Kreativwirtschaft sowie eine Museumsgastronomie.

Erste Ausstellung soll sich Heinz Mack widmen

Die Pläne wurden bei einem Bürgerschaftsabend am 16. April 2024 vorgestellt. Den Bebauungsplan [extern]hat der Rat am 9. Juli 2025 als Satzung beschlossen. Der Spatenstich [extern]erfolgte Ende August. Im Herbst 2026 sollen die neuen Ausstellungsräume mit einer ersten Ausstellung eröffnet werden, die sich dem Werk von Heinz Mack zwischen 1991 und heute widmet. Die endgültige Fertigstellung ist für Juni 2027 geplant. 

Die Art Hub Immobilienverwaltungsgesellschaft als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt hatte [extern]am 31. März 2025 den Auftrag zur Errichtung des Erweiterungsbaus an die Firma Nüssli als Totalübernehmerin vergeben. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 50 Millionen Euro.

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