Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Monheim am Rhein haben sich beim Bürgerentscheid klar für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in der Region KölnRheinRuhr und ihrer Stadt ausgesprochen. Mit einer hohen Beteiligung und einem deutlichen Votum setzt die Stadtgemeinschaft ein starkes Zeichen für das gemeinsame Projekt der beteiligten Kommunen.
33 197 wahlberechtigte Monheimerinnen und Monheimer waren bis zum 19. April, 16 Uhr, dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und mit Ja oder Nein zu stimmen. 45 von 46 Monheimer Stadtratsmitgliedern und Bürgermeisterin Sonja Wienecke hatten sich im Vorfeld für ein Ja ausgesprochen, wollten diese Entscheidung aber nicht alleine treffen, sondern in diesem zukunftsweisenden Entscheid auch das Meinungsbild in der Stadt abrufen. So haben es auch die anderen 16 Städte des Köln-Rhein-Ruhr-Bündnisses getan. Heute steigt der entscheidende Vorlauf. Von 33 197 Monheimer Wahlberechtigten gaben 12 670 Menschen ihre Stimme in gültiger Form ab. Eine im nationalen Vergleich beachtliche Quote für einen Ratsbürgerentscheid, in dem es um nur eine Frage ging: „Soll sich die Stadt Monheim am Rhein an der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 beteiligen?“
8 958 Monheimerinnen und Monheimer und damit 70,7 Prozent stimmten für Ja, 3 712 mit Nein (29,3 Prozent). Das vom Gesetzgeber bewusst hoch angesetzte Quorum von mindestens 20 Prozent Ja-Stimmen wurde damit deutlich übertroffen. Erreicht wurden 27 Prozent.
„Ich freue mich wirklich sehr, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger in Monheim am Rhein für Olympia ausgesprochen haben“, zeigt sich auch Bürgermeisterin Sonja Wienecke von dem Ergebnis erfreut. „Dieses klare Votum ist ein starkes Signal für unsere Stadt und die regionale Gemeinschaft. Ebenso freue ich mich über die bisher eigelaufenen Ergebnisse aus den anderen Städten. Aber: Das war nur der Vorlauf. Wir sind gemeinsam gut aus den Startblöcken gekommen – jetzt hoffen wir auf einen erfolgreichen Zieleinlauf im weiteren Verfahren. Für den Rückenwind aus der Monheimer Bürgerschaft danke ich allen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.“ 45 der 46 Monheimer Ratsmitglieder und die Bürgermeisterin hatten sich im Vorfeld für eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen, wenn sie aus der Bürgerschaft ein positives Votum dafür erhalten. Das ist nun gegeben.
Das Monheimer Ergebnis ist Teil eines regionalen Gesamtvotums, an dem sich insgesamt 17 Städte in Nordrhein-Westfalen mit Köln als Leading City beteiligt haben. Ziel ist die gemeinsame Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.
Das Monheimer Abstimmungsergebnis gibt es
hier. Das in diesem Fall noch wichtigere Gesamtergebnis und wie es weiter geht, gibt es
hier. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im September darüber entscheiden, mit welcher Bewerbung es für die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 ins Rennen gehen will. Die deutschen Konkurrenten sind Berlin, Hamburg und München. Die finale Entscheidung über die Vergabe der Spiele trifft dann das Internationale Olympische Komitee, voraussichtlich ab 2027.
Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zum vorausgegangenen Ratsbürgerentscheid, zum Ablauf der Abstimmung und zu den Hintergründen der Bewerbung.
Monheim am Rhein würde der Austragungsort für alle Skateboard-Wettbewerbe sein.
Dazu würde Am Kielsgraben ein Skatepark nach olympischen Standards gebaut werden.
Im Falle einer Olympia-Beteiligung könnte die Stadt Fördergelder für den Bau eines Skateparks erhalten. So könnte dieser trotz angespannter Haushaltslage wie geplant gebaut werden. Aber auch weitere Projekte im Bereich Infrastruktur und Digitalisierung würden durch eine Beteiligung voraussichtlich beschleunigt werden können.
Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind die größte Sportveranstaltung der Welt, bei der alle vier Jahre rund 15 000 Athletinnen und Athleten aus etwa 200 Nationen teilnehmen. Die Olympischen und Paralympischen Spiele von Paris im Jahr 2024 haben gezeigt, dass dieses Ereignis nachhaltig organisiert werden kann und nicht nur sportliche Bestleistungen fördert, sondern zu Völkerverständigung und Toleranz beiträgt.
Die Stadt Monheim am Rhein erhält durch eine Bewerbung die historische Gelegenheit, als Gastgeberin Teil des größten Sportevent der Welt zu werden, das bei aller sportlichen Konkurrenz seit Jahrhunderten auch ganz wesentlich zur Völkerversändigung beiträgt. Eine einmalige Chance, durch gemeinsame Projekte und Investitionen vor allem in die Infrastruktur den Bedarfen der Zukunft zu begegnen. Beispiel Paris: Hier profitieren die Menschen auch nach den Spielen vor zwei Jahren von insgesamt mehr als 180 Kilometern neu geschaffenen Radwegen.
Der Rat hat sich fast einstimmig hinter einer Beteiligung von Monheim am Rhein an der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele der Region KölnRheinRuhr gestellt. Auch die Bürgermeisterin hat die Bewerbung unterstützt. Die im Vorfeld des Ratsbürgerentscheids publizierten Stellungnahmen und Abstimmungsempfehlungen der Bürgermeisterin, der Ratsfraktionen und Einzelmitglieder können
hier eingesehen werden.
Die geplante Skateanlage am Kielsgraben ermöglicht regelmäßig stattfindende Angebote für unterschiedliche Zielgruppen – von der Ausrichtung kleinerer und größerer Wettbewerbe bis hin zu nationalen und internationalen Contests. Der Monheimer Skatepark ist in großen Teilbereichen als frei nutzbarer Bewegungsraum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Altersgruppen vorgesehen und würde das bestehende Sport- und Freizeitangebot der Stadt um eine zeitgemäße, urbane Sportform ergänzen. Ohne Vereinsbindung und mit niedrigen Zugangshürden würde die olympiataugliche Anlage zur regelmäßigen Bewegung, zum sozialen Austausch und zur aktiven Freizeitgestaltung ein.
Der Skatepark kann von unterschiedlichen Rollsportarten genutzt werden, etwa für Skateboarding, BMX und Stunt Scooter. Darüber hinaus wird hier seit den ersten Planungen auch WCMX (Wheelchair Motocross) als inklusive Rollsportdisziplin mitgedacht. Damit eröffnet die Anlage Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, den Skatepark gleichberechtigt zu nutzen, und setzt ein sichtbares Zeichen für gelebte Inklusion im öffentlichen Raum.
Die Ausrichtung dieses Sportgroßevents schafft sowohl im Sport als auch in anderen Gesellschaftsbereichen neue Arbeitsplätze. In Paris wurden beispielsweise 181.000 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Bau, Organisation und Tourismus geschaffen. Zudem kommen während der Spiele Millionen Menschen aus der ganzen Welt in die Region, die durch ihre Ausgaben den Tourismus, den Handel und die Gastronomie ankurbeln, sodass mit kurz- bis mittelfristigen Auswirkungen zu rechnen ist. Während der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele liegt die Aufmerksamkeit der ganzen Welt für mehrere Wochen auf der Ausrichterstadt – und im Monheimer Fall auf einer ganzen Region. Die positiven Bilder und Emotionen, die ausgelöst von den sportlichen Wettbewerben in die ganze Welt ausgestrahlt werden, würden zu einer immensen Imagesteigerung beitragen. Dies kann langfristige Auswirkungen auf Messen, den Handel und das Gewerbe haben.
Wer sich an der Kampagne „Dein Ja für Olympia" in Köln Rhein-Ruhr vom Landessportbund beteiligen möchte, kann das auf Social Media tun.
Alle Infos und Grafiken gibt es hier.
Auch Bürgermeisterin Sonja Wienecke und weitere lokale Akteurinnen und Akteure sprechen sich für eine Bewerbung aus.
Zur gemeinsamen Bewerbungsseite für alle 17 NRW-Städte geht es
hier.