Eine Bronze-Madonna erinnert seit Kurzem an der Kapelle auf dem Baumberger Kommunalfriedhof an die großzügige Unterstützung der mittlerweile verstorbenen Baumbergerin Ursula Fischer-Behnke. Links neben dem Eingang wurde die Statue auf einem Sockel aus Olivin-Diabas angebracht. Eine separate Bronzetafel an der Kapellenwand würdigt die Stifterin und ihr besonderes Engagement für die Menschen in Baumberg.
Die Madonna hatte für Ursula Fischer-Behnke auch eine persönliche Bedeutung: Sie stammt vom inzwischen aufgelösten Familiengrab der Familie Fischer. Mit ihrem neuen Platz an der Friedhofskapelle bleibt sie nun dauerhaft mit einem Ort verbunden, dessen Neugestaltung ohne die außergewöhnliche Spende der Baumbergerin in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
Gegenwert des eigenen Mehrfamilienhauses gespendet
Ursula Fischer-Behnke hatte der Stadt vor mehreren Jahren den Gegenwert ihres Mehrfamilienhauses an der Peter-Hofer-Straße für den Neubau der Friedhofskapelle zur Verfügung gestellt. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Monheimer Wohnen erwarb das Gebäude für 850.000 Euro. Der Betrag ging zweckgebunden an die Stadt und bildete den finanziellen Grundstock für die neue Kapelle.
Der Wunsch der Stifterin war es, die Bedingungen für Trauerfeiern auf dem Baumberger Friedhof nachhaltig zu verbessern. Die frühere Kapelle war deutlich zu klein, sodass Angehörige bei größeren Trauerfeiern häufig außerhalb des Gebäudes stehen mussten. Ende 2022 konnte die neue, deutlich größere Friedhofskapelle schließlich eingesegnet werden.
Ursula Fischer-Behnke war während der Planungen regelmäßig über den Fortgang informiert und auch in wesentliche Entscheidungen zur Gestaltung eingebunden. Mit der Bronze-Madonna und der daneben angebrachten Würdigungstafel erhält ihre besondere Verbindung zur Friedhofskapelle nun auch nach außen einen dauerhaft sichtbaren Ausdruck. (tb)


