
Monheim am Rhein bekommt eine neue Umspannanlage. Die Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH (MEGA) baut gemeinsam mit dem Verteilnetzbetreiber Westnetz am Fahnenacker, angrenzend an das Autobahnkreuz A59 / A542, eine moderne Anlage für die Stromversorgung der Zukunft. Diese schafft zusätzliche Kapazitäten für erneuerbare Energien, stärkt die Versorgungssicherheit und macht Platz für neue Entwicklungen im Stadtzentrum.
Die MEGA modernisiert mit dem Neubau die gesamte Technik und setzt auf digitale Steuerungssysteme. Ein großer Teil der bestehenden Stromnetzinfrastruktur wird erneuert und an den neuen Standort am Stadtrand angebunden. Dafür müssen Hauptleitungen neu verlegt werden. In Betrieb gehen soll die neue Anlage nach aktuellem Stand Ende 2029. Während der Bauphase bleibt die Stromversorgung für die Bürgerinnen und Bürger zuverlässig gesichert.
Umspannanlagen verbinden unterschiedliche Spannungsebenen im Stromnetz und ermöglichen so die Verteilung elektrischer Energie. Netzbetreiber wie die MEGA sind gesetzlich verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien in ihre Netze aufzunehmen. Schon heute speist Monheim am Rhein überdurchschnittlich viel Strom aus erneuerbaren Quellen ins Netz ein – Tendenz steigend. Die neue Anlage soll dafür sorgen, dass diese Mengen auch künftig sicher aufgenommen und verteilt werden können.
Die bisherigen Freileitungsmasten im Zentrum sollen nach Inbetriebnahme der neuen Anlage zurückgebaut werden. Aktuell verlaufen die Hochspannungsfreileitungen vom alten Umspannwerk am Mehlpfad entlang des Berliner Rings und am Heinrich-Häck-Stadion vorbei. Der Trassenbereich entzweit den Süden Monheims und verhindert hier eine angemessene städtebauliche Entwicklung. Durch den Rückbau entstehen insbesondere zwischen dem Berliner Viertel und der Straße Im Pfingsterfeld neue Flächenpotenziale.
Bereits im November 2021 wurden die Monheimerinnen und Monheimer bei einem Bürgerabend über die Bauplanung informiert und konnten Ideen und Anregungen zu dem Vorhaben äußern.
