Klimaschutzmanagement

In seiner Sitzung vom 20. Februar 2014 hat der Rat der Stadt Monheim am Rhein zusätzlich zur Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beschlossen.

Im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ wird die Stelle vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit 65 Prozent gefördert. Der Klimaschutzmanager, Georg Kruhl, hat seine Arbeit am 1. April 2015 bei der Stadt Monheim am Rhein aufgenommen.

Aufgabe des Klimaschutzmanagers ist:

  • die Koordinierung, Initiierung und hauptverantwortliche Umsetzung der Maßnahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Monheim am Rhein
  • Controlling der Klimaschutzmaßnahmen
  • Aufbau und Pflege von Akteursnetzwerken
  • Fortschreibung der CO2-Bilanz
  • Erfassung und Aufbereitung klimaschutzrelevanter Daten
  • Planung und Durchführung von themenbezogenen Aktionstagen, Wettbewerben oder Schulungen

Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Monheim am Rhein

In der Ratssitzung  vom 20. Juli 2011 wurde beschlossen, dass die Stadt Monheim am Rhein unter Hinzuziehung eines externen Fachbüros ein integriertes Klimaschutzkonzept entwickeln lässt. In Kooperation mit dem Büro infas enermetic sowie verschiedener Akteure im Stadtgebiet sowie interessierter Bürger und Bürgerinnen wurden Ideen gesammelt und zu einem Gesamtkonzept gebündelt. Dieses sogenannte integrierte Klimaschutzkonzept wurde am 20. Februar 2014 vom Rat der Stadt Monheim am Rhein verabschiedet und ist seitdem der Fahrplan in Sachen Klimaschutz.

Das integrierte Klimaschutzkonzept bilanziert die Energieverbräuche und den CO2-Ausstoß für die Sektoren Wirtschaft, Private Haushalte, Verkehr und Kommune. Es beinhaltet knapp 40 Maßnahmen, die den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid bis zum Jahr 2030 um 20 Prozent mindern sollen. Die Einzelprojekte zielen insbesondere darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, den Strom- und Wärmebedarf zu reduzieren, klimafreundliche Verkehrsmittel zu fördern und mit einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit die Menschen zu informieren und zu motivieren.

Die Maßnahmen wurden folgenden vier Handlungsfeldern zugeordnet:

  • Sanieren im Bestand zum Beispiel: Durchführung einer „Haus zu Haus Beratung“, Erstellung einer Übersicht über bestehende Beratungsangebote in Monheim am Rhein
  • Energieeffizienz und Erneuerbare Energien z.B.: Bewerbung des Solarpotentialkatasters, Optimierung des Gebäudemanagements für öffentliche Gebäude
  • Verkehr und Mobilität zum Beispiel: Stärkung des ÖPNV, Entwicklung eines Konzeptes zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs, Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED und Ausbau des Smart-City-Projektes allgemein
  • Öffentlichkeitsarbeit zum Beispiel: Ausbau des Internetauftritts, regelmäßige Berichterstattung über die Projekte der einzelnen Handlungsfelder

Aus den in den Workshops entwickelten Projektideen wurden 37 TOP-Projekte ausgewählt. Diese Projekte haben besonders hohe Effekte im Hinblick auf die Zielsetzungen des Klimaschutzkonzeptes, das heißt, sie haben entweder selbst direkte Energie- und CO2-Einspareffekte oder sie schaffen die Voraussetzungen für die weitere Initiierung von Energieeinspar- und Effizienzmaßnahmen sowie zum Ausbau der erneuerbaren Energien und sie sind in einem kurz- bis mittelfristigen Zeitrahmen umsetzbar. Die TOP-Projekte wurden hinsichtlich der Kriterien Kosten/Nutzen, Umsetzbarkeit und Klimaschutzwirkung bewertet. Im Nachgang und in Abhängigkeit zu diesen bewerteten Kriterien wurde bezüglich der Umsetzungspriorität eine Gesamtbewertung erstellt.

Mit seinem integrierten Ansatz geht das Konzept über den Einflussbereich der Verwaltung hinaus und bezieht verschiedenste Akteure im Stadtgebiet mit ein. Die Umsetzung der Maßnahmen wird von der Stadtverwaltung koordiniert und überprüft. Hierfür wurde eigens eine neue Personalstelle für einen Klimaschutzmanager geschaffen, die zum 1. April 2015 besetzt wurde. Erste Maßnahmen wie die Förderung des Radverkehrs, Aktionstage zum Klimaschutz und Modernisierung der Straßenbeleuchtung wurden bereits vorher begonnen beziehungsweise durchgeführt.

Die Endfassung des integrierten Klimaschutzkonzeptes kann [intern]hier heruntergeladen werden.


Die neue Musik- und Kunstschule: Effiziente Energieversorgung mit modernster Gebäudetechnik

Auch beim Bau der neuen Kunst – und Musikschule wurden Klimaschutzgesichtspunkte berücksichtigt. Bei der Wärmeversorgung des Gebäudes kommt eine Gasabsorptionswärmepumpe zum Einsatz. Gegenüber der konventionellen Versorgung mittels eines Gaskessels ergeben sich CO2-Einsparungen von 25 Prozent.

Wie die mit Strom betriebenen Wärmepumpen nutzt eine Gasabsorptionswärmepumpe die Umgebungswärme aus der Außenluft, dem Erdreich oder Grundwasser zu Heizzwecken. Als Antriebsenergie wird jedoch statt Strom Erdgas benutzt. Der Einsatz von Erdgas ist weniger klimaschädlich als Strom, weil bei der Verbrennung einer kWh Erdgas wesentlich weniger CO2 entsteht als bei der Erzeugung einer kWh Strom im Kraftwerk.  Außerdem ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes vorgesehen.


Erhellend! – Moderne LED-Technik hilft beim Sparen

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt (BMU) beteiligt sich die Stadt Monheim am Rhein weiterhin an dem Einsatz stromsparender Klimaschutztechnologien. Bereits seit 2015 gibt es in Monheim am Rhein Förderprojekte.

[intern]Förderung in 2018

Das Bundesministeriums für Umwelt (BMU) bezuschusst seit 2015 Projekte als Kommunaler Klimaschutz mit 20 Prozent der Bausumme, wenn die Leuchten weit über 70% Energie einsparen. Es werden in dem Projekt darum nur die alte Kugelleuchten (alt 70 Watt NAH) gegen neue LED-Technik (Neu 18 bis maximal 34 Watt ) ausgetauscht. Andere Lichtsystem fallen da unter 70 % aus dem Förderprogramm. Im Vergleich zu Natriumdampflampen (Warmlicht), die den Großteil der Straßenlaternen in Monheim ausmachen, zeichnen sich die LED-Leuchtdioden neben den Einsparungen beim Stromverbrauch, durch eine Vielzahl von Vorteilen aus. Insbesondere die Farbwiedergaben bei 4000 Kelvin/Taglicht sind deutlich verbessert.

Ein kurzer Rückblick auf die Eckwerte des mehrjährigen Umbauprojektes:
Bereits in 2015 war die Stadt äußerst aktiv, es wurden 107 Kugeln ausgetauscht. 224 Tonnen CO2 Ersparnis  auf zehn Jahre und 19.200 KW/h pro Jahr - Zuschuss 10.500 Euro. 2016  dann 150 alte Kugelleuchten - auf zehn Jahre eine CO2-Einsparung von nicht weniger als 315 Tonnen und Einsparung von 27.000 KW/h im Jahr - Zuschuss 12.000 Euro. 2017 waren es dann 133 Leuchten mit 281 Tonnen CO2  je Zehn-Jahresersparnis und 24.100 KW/h pro Jahr- Zuschuss 12.500 Euro. 2018 kamen weitere 341 umgebaute Kugel-oder Pilze gleicher Bauweise mit vormals 70 W Leistung  hinzu, die nun auch noch mit Nachtabsenkungen ausgestattet sind. Ersparnis  721 Tonnen CO2 je Zehn-Jahresersparnis und 68.000 KW/h pro Jahr- Zuschuss 33.120 Euro.

Die Gesamtkosten in allen BMU-Projekten addieren sich auf die umgebauten 731 Leuchten auf über  340.000 Euro.

Darüber hinaus hat die Stadt mit Eigenfinanzierung noch weitere etwa 350 LED-System eingebaut, die aber auch zwischen 50 bis 60 Prozent Energie einsparen. Wenn alle gut 5000 Lichtpunkte im Stadtgebiet bis 2020 umgebaut sind, werden hier bis zu zwei Millionen Euro in Infrastruktur verbaut worden sein.

Fazit: „Durch den geringeren Stromverbrauch und die höhere Lebenszeiterwartung, sind sie um ein vielfaches effizienter. Zudem verfügen sie über eine stärkere Lichtleistung, so dass kleinere Strommengen notwendig werden, um eine entsprechende Straßenfläche zu beleuchten“, erläutert Markus Nesseler vom zuständigen städtischen Bereich für Bauwesen.Nicht zuletzt werden auch Umbauarbeiten im Projekt Smart City getätigt, um eine intelligente Lichtsteuerung in Zukunft zu ermöglichen. Auch hier gibt es Synergien im Bereich Klimaschutz.

[intern]Zertifikat 2017

[intern]Zertifikat 2016

Von besonderer Relevanz für die Nachhaltigkeit der LED-Leuchten ist die problemlose Nachrüstung und ungefährliche Entsorgung wie Recyclebarkeit, da sie aus schadstofffreien Materialien bestehen.

Durch die Umstellung allein dieser Maßnahme ergibt sich eine jährliche Stromersparnis von 19.000 Kilowattstunden pro Jahr bei der Straßenbeleuchtung. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa dem Verbrauchswert von fünf privaten Haushalten.

Auf die komplette Lebensdauer der verbauten 107 LED-Leuchten und auf zehn Jahre hochgerechnet, sind das 224 Tonnen Kohlendioxid Ersparnis.

 

Kontakt

Georg Kruhl
Georg Kruhl

Rathaus, Raum 264

Telefon:
02173 951-616
Telefax:
02173 951-25-616
E-Mail:
gkruhldo not copy and be happy@monheimdot or no dot.de

Links

[intern]Spartipps gegen Energiefresser – Informationen des städtischen Gebäudemanagements

Ein möglichst sparsamer Energieverbrauch senkt Kosten und dient dem Klimaschutz. Information und Beratung gibt es bei der [extern]MEGA.

Das Bundesumweltministerium hat eine [extern]Klimaschutzinitiative gestartet.

„Klimaschutz made in NRW“ ist die Leitlinie der [extern]EnergieAgentur.NRW, die im Auftrag der Landesregierung tätig ist.

Der [extern]KlimaScout bietet praktische Ratschläge zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.

Das [extern]Klima-Bündnis ist ein europäisches Netzwerk von Kommunen, die sich verpflichtet haben, das Weltklima zu schützen.

Das deutschlandweite [extern]Klimafolgen-Portal soll Nutzern vom Forstwirt bis zum Baudezernenten verwertbare Informationen an die Hand geben. 

 

 

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