Hereinspaziert in eine fantastische Stadt

Grundschulkinder stellen ihre „Stadt der Phantasie“ am Samstag im Ulla-Hahn-Haus vor

Die „Stadt der Phantasie“ ist durch zahlreiche Materialien zum Leben erweckt worden. Foto: Anna Matzek

Eine selbst gebaute „Welt der Phantasie“ erwartet Besucherinnen und Besucher am Samstag, 11. Juli, von 12 bis 14 Uhr im Ulla-Hahn-Haus. 22 Kinder der Astrid-Lindgren-Schule präsentieren dort erstmals ihre fantasievolle Stadtlandschaft, die im Rahmen des Projekts „Wortmalerei“ entstanden ist. Die jungen Künstlerinnen und Künstler werden die Ausstellung selbst eröffnen und eine Rede halten. Auch Bürgermeisterin Sonja Wienecke hat ihren Besuch angekündigt.

Seit Oktober vergangenen Jahres arbeiten die Kinder an ihrer eigenen fantastischen Stadt. Entstanden ist ein großes Gemeinschaftswerk mit ganz unterschiedlichen Stadtteilen: Zu entdecken sind unter anderem Stadtstrände, ein Tennisstadion, ein bunter Friedhof, eine Matcha-Bude, Garagen und viele weitere kreative Orte. Verarbeitet wurden verschiedenste Materialien wie Holz, Kabel, Stoffe, Pappe, Verpackungen, Perlen und Bänder.

Die Idee zu dem Projekt entstand, als Lehrkraft Laura Michels, die Architektur studiert hat, Architekturmodelle mit in die Wortmalerei-Gruppe brachte. Gemeinsam entschieden die Kinder anschließend in Abstimmungen und Gesprächen, dass sie eine ganze Stadt gestalten möchten. Auch viele weitere Entscheidungen – von der Ausstellungsform bis hin zum Plakat – trafen die Kinder eigenständig. Begleitet wurde das Projekt von Anna Matzek, die für das Ulla-Hahn-Haus und die Kunstschule die Wortmalerei an der Astrid-Lindgren-Schule betreut, sowie von Lehrkraft Laura Michels. Unterstützt wurden sie zudem von Gastkünstlerin Philine Halstenbach aus Wuppertal.

Die Ausstellung macht sichtbar, wofür das Projekt „Wortmalerei“ seit mittlerweile zehn Jahren steht: kreative Teilhabe und kulturelle Bildung ohne Leistungsdruck. Das Angebot wurde per Ratsbeschluss an allen Monheimer Grundschulen eingeführt und richtet sich an Kinder des dritten Schuljahres. Ein Schuljahr lang wird wöchentlich eine Doppelstunde zur „Wortmalerei-Stunde“. Gemeinsam mit kulturpädagogischen Fachkräften und Lehrkräften entdecken die Kinder dabei unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen – von Bildender Kunst über Theater bis hin zu Literatur. 

Als Kooperationsprojekt von Kunstschule, Ulla-Hahn-Haus und den Monheimer Grundschulen ist „Wortmalerei“ seit Jahren ein fester Bestandteil kultureller Bildung in Monheim am Rhein. (tb) 

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