Das Feuer an der Niederstraße ist noch nicht vollständig gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauern weiter an. Sie gestalten sich aufwendig, da das Dach der 30x40 Meter großen Gewerbehalle vollständig eingestürzt ist.
Ausgehend vom eingetretenen Löscherfolg, der damit verbundenen veränderten Thermik und den daraus resultierenden Messergebnissen des vor Ort befindlichen Landesumweltamtes (LANUK) wird weiterhin dringend empfohlen, Fenster und Türen im Umkreis zum Brandort geschlossen zu halten, Lüftungsanlagen abgeschaltet zu lassen und sich nicht unnötig im Freien aufzuhalten. Dies betrifft insbesondere den Bereich zwischen Niederstraße, Schwalbenstraße und Heinrich-Späth-Straße. Eine Entwarnung erfolgt zur gegebenen Zeit über die Warnapp Nina.
Die Feuerwehr ist seit etwa 16 Uhr mit rund 170 Einsatzkräften vor Ort und wird durch überörtliche Kräfte der Feuerwehren aus Haan, Hilden, Ratingen, Langenfeld und Mettmann sowie durch das DRK Langenfeld und einem Fachberater des THW unterstützt.
Im Hotel Zum Vater Rhein waren zur Nacht 15 Personen aus dem Bereich Niederstraße untergebracht, die wegen der anhaltenden Rauchentwicklung aktuell nicht zurück in ihre Wohnungen konnten.
Bei dem im direkten Umfeld des Brandorts im Außenbereich gemessenen Schadstoff handelt es sich um Salzsäure, die häufig als Brandfolgeprodukt entsteht, wenn chlorhaltige Materialien wie PVC verbrennen. Die gesundheitsschädlichen Dämpfe entstehen dann in Verbindung mit den eingesetzten Löschmitteln wie Schaum und Wasser. (ts)


