Im Baumberger Osten entstehen zwei weitere Wohngebiete, von denen sich eines bereits im Bau befindet. Eine wichtige Rolle bei ihrer Erschließung wird künftig die Europaallee spielen, die sich derzeit noch in der Planung befindet. Erste vorbereitende Arbeiten sind bereits jetzt notwendig. Dazu gehört beispielsweise die Verlegung von Versorgungsleitungen.
Zuletzt ist das Regenversickerungsbecken ausgeschachtet worden. Der dabei anfallende Boden kann direkt vor Ort weiterverwendet werden: für die Auffüllung der künftigen Europaallee, des geplanten Grünzugs und von Flächen für den
dritten Bauabschnitt der Deutschen Reihenhaus. Dadurch muss das Material weder abtransportiert noch später neues Material angeliefert werden.
Damit der Boden unmittelbar eingebaut werden kann, müssen die dafür vorgesehenen Flächen auf der ehemaligen Bezirkssportanlage nun vorbereitet werden. Am Donnerstag und Freitag, 8. und 9. Oktober, entfernt deshalb eine Fachfirma einen rund 200 Meter langen Gehölzstreifen mit Bäumen und Sträuchern, der früher den Sportplatz vom Acker getrennt hat.
Warum sind die Fällungen notwendig?
Der betroffene Gehölzstreifen muss nach dem derzeitigen Planungsstand ohnehin weichen. Er befindet sich auf Flächen, die für die künftige Europaallee und die weitere Erschließung benötigt werden. Hinzu kommt, dass das Gelände in diesem Bereich um etwa 1,60 Meter angehoben werden muss, damit die Europaallee später gebaut werden kann. Ein Erhalt der Bäume ist deshalb auch unabhängig von den aktuellen Arbeiten nicht möglich.
Der Zeitpunkt Anfang Oktober ergibt sich aus dem derzeitigen Bauablauf. So kann der Boden aus dem Regenversickerungsbecken unmittelbar weiterverwendet werden. Bei einer späteren Fällung müsste das Material zunächst gelagert oder abtransportiert und für die späteren Arbeiten neuer Boden angeliefert werden.
Warum können die Bäume nicht umgepflanzt werden?
Auch eine Verpflanzung einzelner Bäume wurde vor Ort fachlich geprüft. Sie ist jedoch weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll. Die Bäume stehen bereits seit vielen Jahren dicht beieinander. Ihre Wurzeln reichen deshalb weit über den Bereich hinaus, der beim Ausgraben als Wurzelballen erhalten werden könnte. Gerade viele der wichtigen Feinwurzeln würden bei einer Verpflanzung verloren gehen.
Um die Bäume dennoch auf einen Umzug vorzubereiten, müssten ihre Wurzeln über mindestens drei bis fünf Jahre schrittweise zurückgeschnitten werden. Auch die Kronen müssten vorbereitet und die Bäume intensiv gepflegt und bewässert werden. Selbst dann wäre nicht gewährleistet, dass sie am neuen Standort anwachsen. Zudem sind die Bäume durch das dichte Zusammenstehen in Höhe und Kronenform an ihren bisherigen Standort angepasst und für einen freien Einzelstand weniger geeignet.
Fachlich sinnvoller ist daher die Neupflanzung junger, robuster Bäume, die sich von Beginn an ihren neuen Standort anpassen können. Entsprechende umfangreiche Ersatzpflanzungen sind sowohl in den neuen Wohngebieten als auch entlang der späteren Europaallee vorgesehen. (tb)


