Am Mittwoch, 3. September, ist Kathrin Zeiske zu Gast in der Scheune des Sojus 7 an der Kapellenstraße 36 – 40 und lädt zu einer Lesung mit anschließender Diskussion ein. An diesem Abend geht es um Rassismus und Ausgrenzung an der Grenze zwischen Mexiko und den USA.
Donald Trumps zweite Amtszeit als US-Präsident ist geprägt von Terror gegen migrantische und insbesondere mexikanische Communities in den USA. An der Grenze ließ er das Asylrecht abschaffen und entzog Geflüchteten, die es in den letzten Jahren geschafft hatten, sie zu überqueren, ihren humanitären Aufenthaltsstatus. In US-Städten werden Menschen von der Straße verschleppt, gefangen gehalten und abgeschoben, im schlimmsten Fall in das Straflager nach El Salvador.
Rassismus ist jedoch kein neues Phänomen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, sondern Teil einer langen Tradition systematischer Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Hasspolitik hat an der Grenze in den letzten Jahren zu zwei Massakern geführt. Einmal an mexikanischen Grenzgängerinnen und Grenzgängern in einem Walmart in El Paso, Texas, und ein anderes Mal an mittel- und südamerikanischen Geflüchteten im Abschiebegefängnis der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez. Dem entgegen stellt sich eine solidarische, durch Familie, Bildung und Arbeit eng verknüpfte, binationale Grenzgesellschaft sowie unzählige zivilgesellschaftliche Initiativen.
Kathrin Zeiske lebt und arbeitet einen Großteil des Jahres in der mexikanischen Grenzmetropole Ciudad Juárez und berichtet von dort als freie Journalistin. Im Jahr 2022 erschien ihr Buch „Ciudad Juárez: Alltag in der gefährlichsten Stadt der Welt“ im Unrast Verlag.
Der Einlass startet bereits um 19:30 Uhr, Beginn der Lesung wird um 20 Uhr sein. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht nötig. (sd)


