Die Stadt Monheim am Rhein trauert um die ehemalige Ratsfrau Gabriele Hackel, die am 28. April im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Mit ihr verliert die Stadt eine engagierte Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg das kommunalpolitische Leben maßgeblich mitgestaltet hat.
Zu Beginn der Ratssitzung am gestrigen Mittwoch, 29. April, gedachten auch die aktuellen Mitglieder des Monheimer Stadtrats ihrer in vielen Fällen langjährigen Weggefährtin.
Die Christdemokratin Gabriele Hackel gehörte von 1994 bis 2020 dem Rat der Stadt an und setzte sich in dieser Zeit für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein. Geboren in Schleswig-Holstein, zog Gabriele Hackel im Jahr 1960 nach Monheim am Rhein, wo sie ihre neue Heimat fand. Als Monheimer Lieblingsplatz nannte sie „den Rheinbogen am frühen Morgen, wenn die Sonne aufgeht.“
Ihr politisches Engagement begann 1988 mit dem Eintritt in die CDU. Schon ein Jahr später brachte sie sich als sachkundige Bürgerin im Schulausschuss und Jugendhilfeausschuss aktiv in die kommunale Arbeit ein. In den folgenden Jahren übernahm sie zahlreiche Funktionen innerhalb der Partei. Von 2001 bis 2010 war sie Geschäftsführerin des CDU-Stadtverbands, von 2004 bis 2009 Fraktionsgeschäftsführerin sowie von 1990 bis 2010 stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende. Darüber hinaus engagierte sie sich viele Jahre als Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in Monheim am Rhein. Über ihren familiengeführten Handwerksbetrieb, einer Schreinerei für Fenster und Türen, blieb sie stets eng mit dem lokalen Mittelstand verbunden.
Auch außerhalb der Politik war Gabriele Hackel in vielfältiger Weise aktiv. Ehrenamtlich wirkte sie als Richterin sowohl am Verwaltungsgericht als auch am Amtsgericht in Langenfeld. Ihr Einsatz für die Gemeinschaft spiegelte sich ebenso in ihrem Engagement für das lokale Brauchtum wider. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Manfred übernahm sie in der Session 1998/1999 als Prinzenpaar das närrische Regiment und blieb dem Karneval auch danach über viele Jahre eng verbunden. Hackel war in der Großen Monheimer Karnevalsgesellschaft aktiv und unterstützte vor allem die Betreuung des Kinderprinzenpaares viele Jahre maßgeblich.
Gabriele Hackel war eine Frau der Tat. In einem Interview mit dem Monheimer Stadtmagazin sagte sie, angesprochen drauf, welche Lebensweisheit sie anderen gerne mit auf den Weg bringen würde: „Nicht immer sagen, man könnte etwas tun – sondern machen! Es gibt das Sprichwort: Vom Reden zur Tat ist ein weiter Pfad. Man muss auch mal gegen den Strom schwimmen und eine Sache durchziehen. Vor allen Dingen nicht immer gleich aufgeben. Weiter machen.“ Ein Statement, das ihre Haltung treffend auf den Punkt bringt. Mit großem persönlichen Einsatz hat sie Spuren hinterlassen, die weit über ihre Amtszeit hinauswirken. Die Stadt Monheim am Rhein wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren. (ts)


