Trockenbau in der neuen Feuer- und Rettungswache schreitet voran

Ein Jahr nach der Grundsteinlegung sind im neuen Gebäude fast alle Wände eingezogen

Ein Jahr nach der Grundsteinlegung am 23. Februar 2018 sind hinter der bereits verklinkerten Fassade auf drei Etagen fast alle Wände eingezogen. Foto: Birte Hauke

Wenn die neue Wache fertig ist, ziehen die Einsatzwagen in die sechs Meter hohen Hallen im Erdgeschoss. Foto: Birte Hauke

Bei den Planungen, die bereits 2012 begannen, konnten sich alle Nutzerinnen und Nutzer von der Jugendfeuerwehr über die Hauptamtlichen bis zur Freiwilligen Feuerwehr beteiligen. Unter anderem wurden mehr Sozialräume gewünscht. Foto: Birte Hauke

Langsam schwebt die dicke Wand über den Hof auf das Gebäude zu. Auf dem Boden liegen lange Kabel, es riecht nach frischem Estrich und hinter den staubigen Schutzfolien der neuen Fenster leuchten die roten Einsatzwagen im Innenhof. Auf der Baustelle der neuen Feuer- und Rettungswache an der Paul-Lincke-Straße ist der Trockenbau in vollem Gange. Ein Jahr nach der Grundsteinlegung am 23. Februar 2018 sind hinter der bereits verklinkerten Fassade auf drei Etagen fast alle Wände eingezogen.

Die Firma Implenia baut auf dem alten Gelände einen drei Mal so großen Komplex wie die bestehende Wache. „Diesen Platz brauchen wir auch“, erklärt Hartmut Baur, der den Bau als Leiter der Monheimer Feuerwehr koordiniert. „Wir sind seit 40 Jahren im alten Gebäude, aber das Personal hat sich fast verdreifacht.“ Zu Beginn arbeiteten hier 55 Haupt- und Ehrenamtliche, heute sind es insgesamt 145 Haupt- und Ehrenamtliche. Hinzu kommen 45 Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr, Tendenz steigend. Auch der Fuhrpark wurde von damals 9 auf mehr als 20 Fahrzeuge deutlich erweitert. Die neue Wache wird nun nicht nur deutlich größer sondern auch moderner und zukunftsorientierter.

Vom künftigen Haupteingang führt eine Treppe in die fast fertige Tiefgarage. Einige Parkplätze sind durch Werkzeug, Sandhaufen und Paletten besetzt, aber ab 2020 können hier sowohl Mitglieder der Feuerwehr als auch Anwohnerinnen und Anwohner parken. In einem großen Loch in der Decke am hinteren Ende der Tiefgarage steht der Kran, der aus dem Innenhof alle Baumaterialien in die oberen Geschosse hebt. „Der Kran wird voraussichtlich Mitte März demontiert. Da Autokran und Tieflader dafür auf den Hof müssen, parken wir unsere Einsatzfahrzeuge in dieser Zeit vor der Wache“, erläutert Baur.

Wenn die neue Wache fertig ist, ziehen die Einsatzwagen in die sechs Meter hohen Hallen im Erdgeschoss. Aus vier der 23 Hallen können die Fahrzeuge direkt auf die Straße fahren, alle anderen Fahrzeuge fahren über den Hof durch das große Tor. Für die Rettungswagen gibt es künftig einen abgetrennten Desinfektionsbereich. Wo nach Einsätzen mit gefährlichen Krankheiten bald Fahrzeuge und Materialien desinfiziert werden, baumeln jetzt noch Kabel von der Decke. Dicke Bretter auf dem Sand führen zum Werkstatt- und Lagertrakt, in dem Atemschutzwerkstatt, Schlauchaufbereitung, Schreinerei, Schlosserei Elektro- und Funkwerkstatt untergebracht werden. Noch steht hier das Werkzeug der Trockenbauer.

Neu ist unter anderem die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung, mit der die Feuerwehr künftig auch alle Hygieneanforderungen erfüllt. Wenn die Feuerwehrleute von ihren Einsätzen kommen, können sie die mit Ruß, Öl oder Bindemitteln verschmutzte Einsatzkleidung im Schwarzraum zur Reinigung ausziehen, duschen und im Weißraum ihre Alltagskleidung anziehen. Im Werkstatt- und Lagertrakt gibt es die gleiche Trennung für verschmutzte Ausrüstung.

Größerer Fitnessraum für alle Mitglieder der Feuerwehr

In der ersten Etage werden derzeit die Räume für die Verwaltung ausgebaut, in der zweiten Etage nehmen Technikräume, Einsatzzentrale, Ruheräume, Sozialräume und Küche Gestalt an. Die Mitglieder der Feuerwehr hatten sich neben mehr Aufenthaltsräumen einen größeren Fitnessraum gewünscht – den bekommen sie auch. „Mit Möglichkeiten zum Crossfit, dem modernen Zirkeltraining“, sagt Baur und lacht. Bei den Planungen, die bereits 2012 begannen, konnten sich alle Nutzerinnen und Nutzer von der Jugendfeuerwehr über die Hauptamtlichen bis zur Freiwilligen Feuerwehr beteiligen. „Deshalb freuen sich alle auch schon so auf die neue Wache. Das gibt uns ein sehr positives Gefühl“, sagt Baur und grüßt einen Fliesenleger. „Die Feuerwehr ist ein 24-Stunden-Betrieb, 365 Tage im Jahr rund um die Uhr besetzt. Unsere Leute müssen sich wohlfühlen können“, erklärt Baur. Im Waschraum der hauptamtlichen Feuerwehrfrauen glänzen die ersten Fliesen an den Wänden.

Die Schläuche der Feuerwehr werden künftig in einer großen Reinigungsanlage gesäubert und getrocknet. Im neuen sechsgeschossigen Turm der Wache ist deshalb Platz für ganz besondere Schulungsanlagen. Im oberen Bereich wird eine Übungsanlage für die Klettereinheit eingerichtet. Mit verschiebbaren Wänden, heißen oder klemmenden Türen und Nebelmaschine können die Einsatzkräfte üben, eine brennende Küche in einer verrauchten Wohnung zu löschen. „Vor allem die Ehrenamtlichen erleben solche Situationen nicht häufig. Wenn sie die Einsätze üben können, fühlen sie sich im Ernstfall deutlich sicherer“, weiß Baur.

Wenn der erste Gebäudeteil voraussichtlich im November fertig ist, zieht die Feuerwehr von der derzeitigen Wache in die neue Wache um. Nach dem Abriss der alten Wache beginnt der Bau des zweiten Gebäudeteils entlang der Paul-Lincke-Straße. Für die Freiwillige Feuerwehr, die Kinder- und Jugendfeuerwehr sind hier weitere Schulungs- und Sozialräume sowie eine Schwarz-Weiß-Trennung für die Freizeit- und Einsatzkleidung geplant. Mit den vielen neuen Möglichkeiten, die die Feuerwache bietet, hofft Baur, weitere Kräfte für die Freiwillige Feuerwehr gewinnen zu können. Die Brandschützer suchen jederzeit Verstärkung. Interessierte können sich direkt an die Feuerwehr, Telefon 02173 955-255, oder per E-Mail an [intern]feuerwehrleitung@monheim.de wenden. (bh)

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