Texte und Bilder im Internet erinnern an den Zweiten Weltkrieg

Stadtarchiv recherchierte und sammelte Material / Genaue Zahlen zu Kriegstoten

Das Kaufhaus Hamacher, Krummstraße / Ecke Frohnstraße, erlitt beim Bombenangriff vom 21. Februar 1945 einen Volltreffer. In dem völlig zerstörten Gebäude kamen vier Menschen ums Leben. Foto: Stadtarchiv

Beim Abwurf von Sprengbomben auf die Rhenania-Ossag Mineralölwerke am 28. Juni 1940 wurde unter anderem das Verwaltungsgebäude beschädigt. Foto: Stadtarchiv

Anfang Juni 1940 war Baumberg erstmals Ziel eines Luftangriffs. Entlang der Griesstraße schlugen mehrere Bomben ein, wobei der Bauernhof von Fritz Blank schwer beschädigt wurde. Foto: Stadtarchiv

Zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs wollte das Stadtarchiv im Rathaus eine Ausstellung zeigen. Als die Vorbereitungen schon weit gediehen waren, mussten sie wegen der Corona-Pandemie abgebrochen werden. Stattdessen werden die für die Ausstellung vorgesehenen Texte und Bilder jetzt unter [extern]www.monheim.de/kriegsende im Rahmen des Monheim-Lexikons im Internet präsentiert.

Als am 16. April 1945 die ersten amerikanischen Einheiten in Monheim und Baumberg einmarschierten, war der Krieg im heutigen Stadtgebiet zu Ende. Die letzte Kriegsphase war die schlimmste gewesen. Der schwerste Bombenangriff auf Monheim ging am 21. Februar 1945 nieder; er forderte mindestens 51 Ziviltote, 29 Wohnhäuser wurden völlig zerstört. Danach folgten zwar keine weiteren Luftangriffe mehr, jedoch hatte die US-Armee Anfang März das linke Rheinufer erreicht und schoss von dort Artilleriegranaten herüber. Darunter hatte insbesondere Baumberg zu leiden, dort kamen noch am 16. April 1945 sieben Personen ums Leben.

Mit Unterstützung zahlreicher anderer Archive, darunter die Air Force Historical Research Agency in den USA, haben Sonja Felten und Michael Hohmeier vom Stadtarchiv umfangreiches Material zum örtlichen Kriegsgeschehen zusammengetragen. „Besonders wichtig waren uns abgesicherte Angaben zur Zahl der Kriegstoten. Wir stellten nämlich fest, dass die bisher veröffentlichten Zahlen der Nachprüfung nicht standhalten“, so Felten und Hohmeier.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Zahl 73. Sie wurde zunächst als Gesamtzahl der Ziviltoten genannt, später wurde daraus die Opferzahl der Bombennacht vom 21. Februar 1945. „Beides ist falsch. Während des Krieges und kurz danach kamen in Monheim und Baumberg 113 Zivilpersonen ums Leben, davon 51 am 21. Februar 1945. Nach intensiven Recherchen können wir alle Opfer namentlich belegen, es ist aber keineswegs ausgeschlossen, dass es noch weitere gibt.“ Von den 113 Toten waren 27 Zwangsarbeiter.

Auch nach gefallenen Soldaten forschten Sonja Felten und Michael Hohmeier. „Uns liegen Beurkundungen zu 212 aus Monheim und Baumberg eingezogenen Soldaten vor, die gefallen sind oder nach langer Vermisstenzeit für tot erklärt wurden.“ Aber auch hier sei es möglich, dass es noch unbekannte Fälle gebe.

Die Internetpräsentation ist in 14 Abschnitte gegliedert. Themen sind der Luftkrieg mit dem Hauptziel Rhenania-Raffinerie, die Versorgung der Bevölkerung, Nachwirkungen des Krieges bis heute und anderes mehr. Die umfangreichen Textbeiträge sind mit insgesamt 45 Fotos und Grafiken, darunter Erstveröffentlichungen, illustriert.

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