Was wird aus dem Skatepark am Kielsgraben? Wie geht es mit der Mack-Pyramide weiter? Und was hat der Rat zur Rudersteganlage, zur geplanten Sozialraumanalyse und zum Integrationspreis entschieden? In seiner rund vierstündigen öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 30. September, standen zahlreiche Themen auf der Tagesordnung.
Auch zur Ertrinkungsprävention, zur Feuerwehrschule und zu weiteren Projekten und Planungen fasste der Rat Beschlüsse. Bei anderen Themen stehen zunächst weitere Prüfungen an. Der folgende Überblick fasst die zentralen Entscheidungen und Sachstände der Sitzung zusammen.
Mack-Pyramide soll Ende 2028 fertig sein
Bei der Erweiterung und Sanierung der Mack-Pyramide laufen die Bauarbeiten weiter. Einen Baustopp gibt es nicht. Neben den sichtbaren Arbeiten auf der Baustelle laufen unter anderem Werk- und Montageplanungen, die Produktion von Bauteilen, Ausschreibungen sowie Planungen für die technische Gebäudeausrüstung und die Sanierung des Bestandsgebäudes. Bei den dortigen Rückbauarbeiten wurden zusätzliche Schäden und Sanierungsbedarfe festgestellt. Die Gesamtfertigstellung wird nach aktuellem Stand für Ende 2028 erwartet.
Zusätzlicher Finanzbedarf entsteht unter anderem durch den höheren Sanierungsaufwand, Anforderungen an den Brandschutz und eine bislang nicht im Kostenrahmen berücksichtigte Technikzentrale. Für diese wird derzeit mit zusätzlichen Aufwendungen im mittleren siebenstelligen Bereich gerechnet. Zudem waren für zusätzliche Kunstankäufe in einem Gesamtvolumen von rund 2,3 Millionen Euro keine Mittel im Projektbudget des Rates hinterlegt.
Parallel wird ein belastbares Betreiber- und Nutzungskonzept erarbeitet. Dabei wird geprüft, wie die Mack-Pyramide künftig über einen eng begrenzten Kunstbetrieb hinaus für eine breitere gesellschaftliche Nutzung geöffnet werden kann.
Zukunft des Skateparks bleibt zunächst offen
Nach der Entscheidung, dass München und nicht die Region KölnRheinRuhr das deutsche Bewerbungsverfahren um Olympische und Paralympische Spiele fortsetzt, bleibt die weitere Zukunft des geplanten Skateparks am Kielsgraben zunächst offen. Der Rat hatte bereits im Dezember 2025 beschlossen, dass ihm bei einem Ausscheiden der Region eine Vorlage zur Beendigung des Projekts vorgelegt werden soll.
Diese Vorlage soll vor den Sommerferien 2027 eingebracht werden. Bis dahin will die Verwaltung insbesondere Fördermöglichkeiten des Landes und weitere Drittmittel prüfen. Bislang sind für das Projekt rund 1,6 Millionen Euro angefallen, davon rund 1,4 Millionen Euro für Planungsleistungen und weitere knapp 200.000 Euro im Zusammenhang mit der inzwischen erfolgten Auflösung eines Bauauftrags. Bei einer endgültigen Aufgabe des Projekts müssten auch die bislang investiv verbuchten Planungskosten als Aufwand berücksichtigt werden.
Rudersteg: Varianten und Fördermöglichkeiten werden geprüft
Noch keinen Baubeschluss fasste der Rat für die Erneuerung und Erweiterung der Rudersteganlage am Rhein. Die bisher geplante Variante hat ein Investitionsvolumen von rund 400.000 Euro. Die Verwaltung soll nun auf Wunsch der Ratsmehrheit zusätzlich eine kostengünstigere Variante erarbeiten, bei der insbesondere die notwendige Verkehrssicherheit gewährleistet wird. Außerdem werden Einsparpotenziale sowie Fördermöglichkeiten von Bund und Land geprüft. Anschließend soll der Rat über die konkrete Ausführung entscheiden.
Sozialraumanalyse für das gesamte Stadtgebiet
Eine externe Sozialraumanalyse soll künftig genauere Erkenntnisse über die unterschiedlichen Lebensbedingungen und Bedarfe in den Monheimer Stadtteilen liefern. Der Rat beauftragte die Verwaltung mehrheitlich, eine entsprechende Untersuchung für das gesamte Stadtgebiet extern erarbeiten zu lassen.
Die Analyse soll auch als Grundlage für die weitere Fortschreibung des städtischen Integrationskonzepts dienen. Die Verwaltung soll zudem Fördermöglichkeiten prüfen. Voraussetzung für die Umsetzung ist, dass mit dem nächsten Haushalt die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden. Für die Untersuchung wird derzeit mit Kosten von etwa 25.000 bis 35.000 Euro gerechnet.
Der Integrationspreis geht an „Laut für Liebe“
Der Integrationspreis 2026 der Stadt Monheim am Rhein wird an das Bündnis „Laut für Liebe“ vergeben. Der Rat folgte damit mehrheitlich der Empfehlung der Jury und des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration. Das Bündnis „Laut für Liebe“ engagiert sich mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen gegen Diskriminierung und für ein friedliches Zusammenleben. Die Preisverleihung ist für Mittwoch, 4. November, vorgesehen.
Kommunale Versorgerinnen bündeln ihre Kräfte
Einstimmig stimmte der Rat der Beteiligung der MEGA an einer gemeinsamen Dienstleistungsgesellschaft mit den Stadtwerken Langenfeld und Hilden sowie dem Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim zu. Die neue SMS Dienstleistungs GmbH & Co. KG soll gemeinsame Dienstleistungen der beteiligten Versorgungsunternehmen bündeln. Für Beschäftigte, die in die neue Gesellschaft wechseln, ist keine Abstufung des Tarifvertrags vorgesehen; auch bestehende Betriebsvereinbarungen sollen übernommen werden. Die Gründung steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen weiteren Zustimmungen und der kommunalaufsichtlichen Prüfung.
Gemeinsam gegen Ertrinkungsgefahren
Der Rat beauftragte die Verwaltung einstimmig, die organisatorischen und finanziellen Auswirkungen einer Umsetzung des DLRG-Konzepts zur Ertrinkungsprävention zu prüfen. Das Konzept selbst sowie die bereits umgesetzten, laufenden und geplanten Maßnahmen nahm der Rat zur Kenntnis. Über die Ergebnisse der Prüfung soll im nächsten Sitzungslauf berichtet werden.
Ebenfalls einstimmig beschloss der Rat den Beitritt der Stadt zu dem öffentlich-rechtlichen Vertrag über den Betrieb einer Feuerwehrschule des Kreises Mettmann. Der Beitritt ist voraussichtlich zum 1. Januar 2028 vorgesehen.
Zu Beginn der Sitzung wurde zudem der frühere Bürgermeister Daniel Zimmermann, der die Stadt von 2009 bis 2025 geführt hatte, als nachgerücktes Ratsmitglied von seiner Amtsnachfolgerin, Bürgermeisterin Sonja Wienecke, verpflichtet. (ts)


