Stadt und Rat stellen sich mit klaren Ansagen gemeinsam gegen Corona-Leugner-Demo

Ein kleine „Lichtergruppe“ will von der Altstadt aus in Richtung Rathaus ziehen – Erhellendes bringt sie nicht mit

Die Monheimer Gänseliesel weiß wie’s richtig geht: Maske auf zum Schutz für alle! Foto: Thomas Spekowius

Unter dem Titel „Bringt Licht ins Dunkel“ wurde für den heutigen Freitag, 22. Januar ab 17 Uhr ein „Abendspaziergang durch Monheim am Rhein“ bei der Kreispolizeibehörde angemeldet, von dem anzunehmen ist, dass die Teilnehmenden gleich in vielerlei Hinsicht ziemlich im Dunklen tappen dürften.

Die Polizei rechnet mit etwa 20 hauptsächlich aus Monheim am Rhein und Langenfeld stammenden Personen, die in den letzten Monaten auch schon einige Male in kleineren Demonstrationen durch Langenfeld gezogen sind. Bei der ersten Kundgebung auf Monheimer Stadtgebiet soll es gemäß dem angemeldeten Weg von der Altstadt aus in Richtung Rathaus gehen. Auf viel Gehör wird man dort allerdings nicht stoßen. Der Rat positioniert sich vielmehr schon im Vorfeld klar gegen die kruden Theorien und Thesen, die die Demonstrierenden propagieren. Aus den öffentlich zugänglichen Informationskanälen, in denen sich die Gruppenmitglieder untereinander austauschen, ist der Stadt bekannt, dass es sich offenbar um ein zusammengewürfeltes Gemisch aus Coronaleugnern, Verschwörungstheoretikern und Impfgegnern handelt.

Corona-Krise erfordert gemeinsames Handeln

Um Irritationen entgegenzuwirken, warum eine solche Formation überhaupt durch die Stadt ziehen darf, stellen Bürgermeister Daniel Zimmermann und die Vorsitzenden aller vier im Monheimer Stadtrat vertretenden Fraktionen, Lisa Pientak (PETO), Markus Gronauer (CDU), Manfred Poell (Bündnis ‘90/Grüne) sowie Alexander Schumacher (SPD) gemeinsam klar: „Jeder hat das Recht, mit anderen auf die Straße zu gehen und für seine Anliegen zu demonstrieren.“ Das gelte auch in Zeiten von Corona. Denn das Demonstrationsrecht sei aus guten Gründen verfassungsrechtlich geschützt. „Deshalb kann und will die Stadt Monheim am Rhein eine solche Versammlung auch nicht verbieten“, erläutert Bürgermeister Daniel Zimmermann. Parteiübergreifend sind sich das Stadtoberhaupt und alle vier Monheimer Ratsfraktionsvorsitzenden einig: „Die Demokratie hält es auch aus, wenn Menschen ihr Demonstrationsrecht nutzen, um abwegige oder krude Meinungen zu vertreten.“ Tatsache sei aber eben auch: Leugnen lasse sich das Virus nicht. Zimmermann: „Jeder hat zwar das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eine eigene Wahrheit. In Monheim am Rhein trauern wir mittlerweile um 44 Menschen, die nachweislich am Coronavirus verstorben sind.“ Bei insgesamt 1.101 Einwohnerinnen und Einwohnern, die innerhalb der letzten zehn Monate infiziert waren, dürfte mittlerweile auch fast jeder Mensch in der Stadt eine infizierte Person in seinem Freundes- und Bekanntenkreis kennen, die davon berichten könne, dass die Infektion nicht leicht verlaufen ist, merkt Lisa Pientak aus ihren Erfahrungen in den Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern an. Zimmermann: „Auch ich persönlich empfinde die vielen Einschränkungen, die das Miteinander und den Alltag belasten, als schwierig und kräftezehrend. Aber ich weiß auch, warum ich mich an die Regeln halte: Weil ich mich selbst und die Menschen in meinem Umfeld keiner unnötigen Infektionsgefahr aussetzen möchte.“ – „Die Corona-Krise erfordert unser gemeinsames Handeln,“ appelliert auch Markus Gronauer an den gemeinschaftlichen Zusammenhalt.

Hoffnung in Sicht – Konzentration fürs Finale

Zum Jahreswechsel war vor allem die Situation in den Monheimer Pflegeheimen teilweise dramatisch. Rund die Hälfte aller Monheimer Infizierten in Monheim am Rhein waren zu dieser Zeit Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen. „Einige von ihnen sind leider verstorben“, erinnert Alexander Schumacher und verdeutlicht den Ernst der Lage.

Doch die Tendenz gibt berechtigte Hoffnung. Seit Neujahr sind die Monheimer Zahlen insgesamt deutlich zurückgegangen. „Dazu tragen auch die ersten bereits erfolgten Impfungen in den Pflegeheimen bei“, unterstreicht Manfred Poell deren Bedeutung. Und gemeinsam richten die vier Fraktionsvorsitzenden und der Bürgermeister ihr Wort an die städtische Gemeinschaft: „Wir bitten alle Monheimerinnen und Monheimer, auf den letzten Metern im Kampf gegen das Coronavirus jetzt nicht die Konzentration auf das Wesentliche zu verlieren.“ Bis zum Sommer, da ist man gemeinsam optimistisch, dürfte auch in Monheim am Rhein das Schlimmste überstanden sein. Solange gelte es, sich weiter vernünftig zu verhalten und die Ansteckungsgefahr ernst zu nehmen. Aus dem Monheimer Rathaus und dem Ratssaal ergeht daher die gemeinsame Botschaft: „Bitte bleiben Sie vorsichtig und gehen Sie vor allem niemandem auf den Leim, der die aktuelle Situation nutzt, um sein ganz eigenes Süppchen zu kochen.“ (ts)

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