Stadt bekämpft Gespinste des Eichen-Prozessionsspinners

Allergiker sollten bei Waldbesuchen besonders vorsichtig sein

Eine von der Stadt beauftragte Firma entfernt die Gespinste des Eichen-Prozessionsspinners. Archivfoto: Thomas Spekowius

Mit den wärmeren Temperaturen breitet sich auch der Eichen-Prozessionsspinner wieder im Monheimer Stadtgebiet aus. An verschiedenen Stellen werden Experten ab Anfang Mai im Auftrag der Stadt gegen die behaarten Raupen mit den Nesselhärchen vorgehen.

„Die Stadt hat die bekannten und alljährlich immer wieder befallenen Bäume im Blick und wird auch wieder mittels Absaugen gegen die Raupen vorgehen. Abgesaugt wird an allen städtischen Stellen, an denen eine erhöhte Sicherheitserwartung besteht, beziehungsweise Verkehr stattfindet. Bäume im Wald dagegen werden nicht abgesaugt, da es sich hierbei um eine waldtypische Gefahr handelt. Dort werden aber an allen prägnanten Zugangsstellen entsprechende Hinweisschilder aufgestellt“, erläutert Jan-Philipp Blume vom Team der städtischen Grünflächen-Pfleger. Insbesondere Allergiker sollten bei Waldbesuchen vorsichtig sein. „Es gibt aber keinen Grund zur Panik. Wir haben die Entwicklung im Blick“, erklärt der Gärtnermeister.

Der Eichen-Prozessionsspinner ist eine braune Schmetterlingsart, die mit dem fortschreitenden Klimawandel zunehmend auch in unserer Region unterwegs ist. Die behaarten Raupen des Schmetterlings krabbeln in regelrechten Marschkolonnen in die Eichen, um Blätter zu fressen und anschließend am Stamm oder bis in die Krone hinein Gespinstnester anzulegen, in denen sie sich gemeinsam verpuppen. Der Marsch der Raupen erinnert dabei an eine Prozession – daher rührt der Name.

Die befallenen Eichen werden nur in wenigen Fällen nachhaltig geschädigt. Allergiker sollten allerdings vorsichtig sein: Die kleinen Nesselhärchen, die die Raupen absondern, können auf der Haut zu Rötungen, Schwellungen, starkem Juckreiz oder Brennen führen. Bei einem Einatmen der Härchen sind Atemwegsreizungen möglich. Die Gespinste selbst sind allerdings eher ungefährlich und wirken, heil am Baum hängend, wie eine Art natürliche Schutzhülle.

Die städtischen Grünflächen-Pfleger bemühen sich dennoch, alle Nester im öffentlichen Raum zu beseitigen. Auch um eine weitere Verbreitung noch vor der Verpuppung möglichst einzudämmen. Meldungen über Gespinste nimmt die Stadt unter der Rufnummer +49 2173 951-673 sowie per E-Mail an [E-Mail]jblume@monheim.de entgegen. Um die Beseitigung kümmert sich fachlich geschultes Personal durch Absammeln, Absaugen und Abflämmen.

Jan-Philipp Blume kann zudem auch beraten, wenn der Eichenprozessionsspringer in Privatanlagen auftaucht. Wichtig: Der Eichenprozessionsspringer befällt tatsächlich allein Eichen und das immer nestartig, partiell. Komplett eingesponnene Bäume und Sträucher zeugen meist eher von einem Befall der für den Menschen völlig harmlosen Gespinstmotte. (nj)

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