Die neue Freitreppe am Baumberger Rheinufer nimmt weiter Gestalt an. Die Gründung ist abgeschlossen, die großen Betonelemente der Treppenanlage sind gesetzt und nach einer kurzen Sommerpause sind die Arbeiten inzwischen wieder angelaufen.
Bis alles fertig ist, wird es jetzt nur noch einige Wochen dauern. Der auf dem Baustellenschild noch genannte Fertigstellungstermin Ende August kann jedoch – man sieht es deutlich – nicht ganz eingehalten werden. Nach aktuellem Stand soll die Freitreppe im Oktober oder November fertiggestellt werden.
Grund für die Verzögerung sind vor allem unerwartete Herausforderungen bei der Gründung der Treppenanlage. Mehr als 100 Mikropfähle mussten gesetzt werden, um das Bauwerk dauerhaft und auch bei Hochwasser sicher zu verankern. Trotz vorheriger Untersuchungen des Baugrunds waren die erforderlichen Tragfähigkeitswerte zunächst nicht erreicht worden. Deshalb mussten die Planungen und statischen Berechnungen während der laufenden Bauarbeiten noch einmal angepasst werden. Mehrere Ingenieur- und Statikbüros waren daran beteiligt, da die Freitreppe aufgrund ihrer Lage unmittelbar am Rhein kein Bauwerk von der Stange ist.
Inzwischen ist dieser besonders anspruchsvolle und zeitaufwendige Teil der Arbeiten erfolgreich abgeschlossen. Dabei kam auch der in diesem Jahr niedrige Wasserstand des Rheins zugute. Die zu Beginn entstandene Verzögerung konnte im weiteren Bauablauf allerdings nicht vollständig aufgeholt werden.
Dass es auf der Baustelle in den letzten Ferienwochen vorübergehend nochmal ruhig geworden war, hatte dagegen einen ganz anderen Grund: Während der Urlaubszeit beim ausführenden Bauunternehmen war die Baustelle aufgrund personeller Engpässe zeitweise nicht besetzt. Nach ersten Vorarbeiten am Freitag geht es in dieser Woche wieder richtig los.
Als Nächstes stehen unter anderem die Installation der Beleuchtungsmasten und die Bepflanzung an. Anschließend wird auch das Umfeld der Freitreppe wiederhergerichtet. Dazu gehören die Flächen, die während der Arbeiten für die Baustelleneinrichtung benötigt wurden, ebenso wie der Rückbau der provisorischen Umleitung für den Fuß- und Radverkehr. Auch die für die Bauarbeiten beanspruchten Teile des Parkplatzes werden wiederhergestellt. Der Kostenrahmen für die gesamte Maßnahme liegt weiterhin bei rund vier Millionen Euro. (ts)


