Gleich zwei wichtige Führungspositionen konnten bei der Stadt Monheim am Rhein neu besetzt werden. Seit dem 1. November leitet Anna Ahlers den Bereich Kinder, Jugend und Familie. Mit der 44-Jährigen konnte die Stadt eine erfahrene Fachfrau gewinnen, die bereits zahlreiche Stationen in der Kinder- und Jugendhilfe durchlaufen hat. Auch im Bereich Stadtplanung und Bauaufsicht gibt es eine neue Leitung: Mit Fabian Engel übernimmt ein langjähriger Mitarbeiter aus den eigenen Reihen die Verantwortung.
Für Anna Ahlers begann der neue berufliche Abschnitt mit einem herzlichen Empfang. Bürgermeisterin Sonja Wienecke begrüßte die neue Bereichsleiterin gemeinsam mit Verwaltungsvorstandsmitglied Martin Frömmer, der für den Zentralen Service und damit auch für den Personalbereich verantwortlich ist, offiziell im Rathaus. „Wenn es um das Wohl von Kindern und Jugendlichen geht, nehmen wir eine größtmögliche Verantwortung wahr. Deshalb ist es uns besonders wichtig, diese verantwortungsvolle Position mit einer erfahrenen und engagierten Fachkraft zu besetzen. Mit Anna Ahlers haben wir genau die richtige Person gefunden“, freut sich die Bürgermeisterin. Auch das Auswahlgremium war sich einig und hatte sich im Bewerbungsverfahren einstimmig für die 44-Jährige entschieden.
Unterschiedliche Erfahrungsstränge zusammenführen
Die Leichlingerin, die selbst Mutter von drei Söhnen im Alter von sieben, neun und zwölf Jahren ist, bringt für ihre neue Aufgabe jede Menge Erfahrung mit. Ihre berufliche Laufbahn führte sie unter anderem in eine Kindertageseinrichtung und ein Jugendzentrum. Bei der Stadt Köln war sie im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung tätig, in Solingen und Bergisch Gladbach sammelte sie Erfahrungen im Allgemeinen Sozialen Dienst. Durch ihre Arbeit in der Qualitätsentwicklung erhielt sie zudem Einblicke in die Strukturen und Arbeitsweisen zahlreicher Jugendämter. „Ich habe die Kinder- und Jugendhilfe aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt. Diese Erfahrungen möchte ich jetzt zusammenbringen und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen etwas bewegen“, erklärt Ahlers.
Dass sie künftig in Monheim am Rhein arbeiten würde, erfuhr sie übrigens in einem ganz besonderen Moment: Die Zusage für ihre neue Stelle erreichte sie mitten in den Urlaubsvorbereitungen, quasi beim Kofferpacken. Noch vor ihrem offiziellen Dienstantritt hatte sie Gelegenheit, ihre fünf Abteilungsleitungen kennenzulernen. Zum Bereich Kinder, Jugend und Familie gehören der Sozialpädagogische Dienst, die Außerschulische Bildung und Sozialarbeit, die Frühkindliche Bildung, die Kinder- und Jugendförderung sowie Verwaltung und Controlling.
Kreative Lösungen trotz angespannter Haushaltslage
Ihr erster Eindruck ist durchweg positiv. „Ich habe hier ein tolles Team kennengelernt. Die Menschen haben Lust auf ihre Arbeit, sind motiviert und bringen sich mit viel Engagement ein. Das ist eine wunderbare Grundlage, auf der wir gemeinsam aufbauen können“, sagt die neue Bereichsleiterin. Für ihre eigene Arbeit hat sie sich vorgenommen, nahbar und transparent zu sein. Besonders wichtig ist ihr dabei der Austausch mit den Mitarbeitenden, aber auch die Vernetzung mit den zahlreichen Einrichtungen und Akteurinnen und Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe.
Dass die angespannte Haushaltslage der Stadt dabei besondere Herausforderungen mit sich bringt, ist Ahlers bewusst. Ihren Optimismus lässt sie sich davon aber nicht nehmen. „Gute Beteiligung hängt nicht allein vom Geld ab, auch wenn finanzielle Mittel natürlich vieles erleichtern. Gerade jetzt kommt es darauf an, gemeinsam kreative Lösungen zu finden, Prioritäten zu setzen und transparent zu machen, wie wir mit den vorhandenen Möglichkeiten umgehen“, betont sie.
Weiter die Entwicklung der Stadt mitgestalten
Eine weitere wichtige Personalentscheidung konnte die Stadtverwaltung mit der Besetzung der Bereichsleitung Stadtplanung und Bauaufsicht treffen. Seit Anfang Juli steht Fabian Engel offiziell an der Spitze des Bereichs, den er bereits seit dem 5. Mai kommissarisch geleitet hatte. Der 36-Jährige ist in der Stadtverwaltung kein Unbekannter: Bereits 2019 begann er seine Tätigkeit als Stadtplaner in Monheim am Rhein und übernahm später die Leitung der Abteilung Stadtplanung. Diese Funktion übt er derzeit noch kommissarisch zusätzlich aus.
Engel hat Architektur und Stadtplanung in Aachen studiert und bereits während seines Studiums sowie im Anschluss daran bei einem unabhängigen Planungsbüro gearbeitet. Dort begleitete er insbesondere Bauleitplan- und Wettbewerbsverfahren für die Stadt Düsseldorf sowie private Investoren. 2017 absolvierte er sein Städtebaureferendariat beim Land Nordrhein-Westfalen mit Stationen bei der Bezirksregierung Münster und der Stadt Bottrop. Zwei Jahre später wechselte er zur Stadt Monheim am Rhein, wo er zunächst unter anderem an der Entwicklung der Sportanlage am Kielsgraben und an Themen rund um die Windenergie arbeitete. 2023 übernahm er die Leitung der Abteilung Stadtplanung. Mit seiner neuen Funktion als Bereichsleiter setzt er nun seine berufliche Entwicklung innerhalb der Stadtverwaltung fort.
Prozesse noch stärker mitgestalten
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die Chance, mich innerhalb der Stadtverwaltung beruflich weiterzuentwickeln. Dass solche Entwicklungsmöglichkeiten auch intern bestehen, ist ein wichtiges Signal“, sagt Engel. Zu den zentralen Herausforderungen seiner neuen Aufgabe zählt er insbesondere die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, den Klimaschutz, die Digitalisierung und die Schaffung von Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten angesichts des angespannten Wohnungsmarktes. „Ich kenne die Themen, die Kolleginnen und Kollegen und die Herausforderungen, vor denen wir stehen. Mir ist es wichtig, unsere Stadt behutsam, aber gleichzeitig zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln. Ich freue mich darauf, diesen Prozess in meiner neuen Funktion noch stärker mitzugestalten.“
Bürgermeisterin Sonja Wienecke sieht in der internen Besetzung ein positives Zeichen. „Wir haben viele engagierte und qualifizierte Mitarbeitende in unserer Verwaltung. Umso schöner ist es, wenn wir Führungspositionen auch aus den eigenen Reihen besetzen und damit Entwicklungsperspektiven eröffnen können. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit beiden neuen Bereichsleitungen und wünsche ihnen für ihre Aufgaben viel Erfolg.“ (tb)


