Die langanhaltende Trockenheit macht sich inzwischen auch in Monheim am Rhein bemerkbar: Der Wasserlauf an der Monheimer Wasserachse im Rheinpark ist vorübergehend außer Betrieb. Grund dafür ist der deutlich gesunkene Grundwasserspiegel. Die Pumpe, die den Wasserlauf mit Grundwasser versorgt, kann derzeit kein Wasser mehr fördern, ohne trocken zu laufen.
Eine technische Alternative steht aktuell nicht zur Verfügung. Auch ein Nachfüllen über einen Hydranten ist nicht möglich, da dieser über dasselbe Pumpsystem versorgt wird. Theoretisch könnte der Wasserlauf täglich mit einem Tankwagen befüllt werden. Dafür wären jedoch große Mengen Wasser erforderlich, die derzeit an anderer Stelle dringender gebraucht werden – insbesondere für die Bewässerung von Bäumen, Pflanzen und Grünflächen im Stadtgebiet.
Abschaltung ist eine Premiere
„Die aktuelle Trockenperiode stellt uns vor besondere Herausforderungen. Deshalb haben wir entschieden, das verfügbare Wasser dort einzusetzen, wo es den größten Nutzen für die Natur und das Stadtgrün hat“, erklärt Markus Nesseler vom Bereich Bauwesen der Stadt Monheim am Rhein.
Dass der Wasserlauf vollständig abgeschaltet werden muss, ist eine Premiere. In den vergangenen Jahren kam es allenfalls zeitweise zu Einschränkungen durch Algenbildung. Die anhaltende Trockenheit hat den Grundwasserspiegel nun jedoch so weit sinken lassen, dass ein Betrieb der Anlage derzeit nicht mehr möglich ist.
Sobald sich die Grundwassersituation wieder entspannt, soll der Wasserlauf wieder in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig wird geprüft, ob sich die Anlage künftig technisch so weiterentwickeln lässt, dass sie auch längere Trockenperioden besser überstehen kann. Angesichts zunehmender Hitze- und Dürrephasen wird diese Fragestellung künftig weiter an Bedeutung gewinnen. (tb)


