Volkshochschule will Angebot attraktiver gestalten

Bis Ende August sollen 400 zufällig ausgewählte Bürger nach ihren Wünschen befragt werden

Die städtische Volkshochschule will ihr Programm verbessern, das Angebot weiter ausbauen und neue Nutzer gewinnen. Um die Wünsche der Bürger zu ermitteln, werden deshalb in den kommenden Wochen verschiedene Umfragen durchgeführt. Per Zufallsprinzip wurden Adressen im gesamten Stadtgebiet ausgewählt, die bis Ende August für die Befragung aufgesucht werden.

Der kommissarische Leiter der Volkshochschule Gerhard Bukow erklärt den Hintergrund der flächendeckenden Umfrage: „Bisher haben wir im Rahmen des Qualitätsmanagements ausschließlich unsere Nutzer nach ihrer Zufriedenheit befragt. Diese Nutzer sind ja aber nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Jetzt wollen wir auch Nichtnutzer ansprechen, ihre Wünsche erfahren und die VHS für sie so attraktiver machen.“

Insgesamt 400 Bürger sollen von der VHS-Mitarbeiterin Viktoria Widera befragt werden. Bei den maximal 15 Minuten langen Interviews geht es darum, welches Bild der Bürger von der VHS hat und wie und wann man Kontakt mit der Einrichtung hat oder hätte haben können. „Wir wollen aber auch wissen, ob und wie sich die Wünsche mit der Entfernung zur Volkshochschule ändern“, erläutert Bukow. Etwa ein Drittel der VHS-Besucher komme aus umliegenden Städten. Möglicherweise sollen deshalb auch Bewohner der Nachbarstädte befragt werden. In etwa 50 Einzelinterviews sollen zudem konkrete Bedarfe und Bildungsbiographien erhoben. Darüber hinaus fließt die Meinung definierter Zielgruppen in die Umfrage ein. Eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM) wurde bereits befragt.

Bukow bittet um die Unterstützung der Bürger: „Wir sind natürlich auf die Hilfe der Befragten angewiesen. Die Umfrage dauert aber wirklich nicht lange und unsere Mitarbeiter können sich natürlich ausweisen.“ In manchen Fällen wäre auch ein Dolmetscher dabei.

Langfristig soll mit den Ergebnissen der Befragung ein Konzept erstellt werden, das junge Menschen bildet und ältere Menschen fördert. Weitere Umfragen schließt Bukow daher nicht aus: „Wünschenswert wäre es, so eine Befragung regelmäßig durchzuführen, um ein bedarfsorientiertes Programm zu machen und auch eigene Schwerpunkte setzen zu können.“ (bh)

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