Theaterprojekt „Kalash Story“ thematisiert Krieg, Ausbeutung und Hoffnung

Das transkulturelle Theater findet am Donnerstag, 2. Oktober, mit anschließender Diskussion im VHS-Saal statt

In „Kalash Story“ geht es unter anderem um die Ursprünge der Konflikte in Afrika: Machthungrigkeit und Interessenverstrickungen des globalen Nordens, Waffenlieferungen von außerhalb sowie um Korruption. Foto: Amina Rwimo

Im Rahmen der Interkulturellen Fairen Wochen lädt die VHS Monheim am Rhein in Kooperation mit dem Sojus 7 zu einer besonderen Theateraufführung ein: „Kalash Story“, ein transdisziplinäres Stück mit internationaler Besetzung, wird am Donnerstag, 2. Oktober, um 19 Uhr im Saal der VHS gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Im Zentrum des Stücks steht eine AK-47 – genannt „Kalash“ – die als Ich-Erzählerin durch die Geschichte führt. Gemeinsam mit einem jungen Mann, Le Boy, entfaltet sich eine düstere Handlung rund um Krieg, Gier und die systematische Ausbeutung von Mensch und Natur, insbesondere in der rohstoffreichen Kivu-Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Doch „Kalash Story“ ist mehr als ein Kriegsdrama: Es ist ein vielschichtiges, künstlerisches Projekt, das Tanz, Musik, Theater und politische Botschaft miteinander verbindet. Eine weibliche Figur, verkörpert durch Bewegung und Anmut, wird zum Symbol für Hoffnung und Widerstand gegen die Gewaltspirale.

Ein Theaterprojekt mit globaler Botschaft

„Kalash Story“ entstand in Goma in der Demokratischen Republik Kongo und ist eine Koproduktion des africologneFESTIVAL und des Theater im Bauturm Köln. Regisseur Yves Ndagano, selbst ehemaliger Kindersoldat und heute Kulturaktivist, inszeniert mit eindrücklicher Bildsprache die Verflechtungen von Kolonialismus, Ressourcenhandel, globalem Konsum und Gewalt. Dabei werden mehrere nachhaltige Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) aufgegriffen, unter anderem Themen wie keine Armut, kein Hunger, Klima, menschenwürdige Arbeit, weniger Ungleichheiten, Frieden oder nachhaltiger Konsum.

Im Anschluss an die rund einstündige Vorstellung findet eine Podiumsdiskussion mit dem Regisseur sowie den Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem Kongo, Togo und Kamerun statt. Mithilfe einer Dolmetscherin wird ein interaktiver Austausch mit dem Publikum ermöglicht – auf Deutsch und Französisch.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Sojus 7 und findet im Rahmen der Interkulturellen fairen Wochen statt. Das komplette Programm sowie Infos zu den Interkulturellen Fairen Wochen gibt es auf der städtischen Website unter [extern]www.monheim.de/interkultur. (sd)

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