Die Asiatische Hornisse ist inzwischen auch in Monheim am Rhein angekommen. Erste Nester dieser Art sind bereits im Stadtgebiet entdeckt worden. Sie gilt als invasive Art, verdrängt heimische Insekten und macht insbesondere auch Jagd auf Honigbienen, die für die Bestäubung vieler Pflanzen unverzichtbar sind. Um ihre weitere Ausbreitung einzudämmen, ist die Stadt jetzt selbst aktiv geworden und bittet auch die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe.
Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, kann dieses mit Foto und möglichst genauer Standortangabe an
hornissen@monheim.de melden. Einzelne Tiere sollten hingegen ausdrücklich nicht gemeldet werden.
Imker entfernt Nester ehrenamtlich
Die Nester werden in Monheim am Rhein von einem ehrenamtlich tätigen Imker entfernt, der hauptberuflich bei der Stadtverwaltung arbeitet. Zur Unterstützung seiner Arbeit hat die Stadt eine spezielle Hornissenlanze angeschafft, mit der Nester fachgerecht und ohne den Einsatz von Insektiziden beseitigt werden können.
Wichtig ist die Unterscheidung zur heimischen Europäischen Hornisse. Sie steht unter besonderem Artenschutz und darf grundsätzlich nicht bekämpft werden. Die Verbreitung der Asiatischen Hornisse soll hingegen ausdrücklich eingedämmt werden.
Arten unterscheiden sich optisch voneinander
Auch optisch unterscheiden sich beide Arten deutlich: Die Europäische Hornisse ist überwiegend gelb-braun gefärbt und baut ihre Nester meist in Baumhöhlen oder Gebäuden. Die Asiatische Hornisse ist dagegen überwiegend dunkel gefärbt, besitzt gelbe Beinenden und baut, zumindest bei freiem Blick, schon früh sehr auffällige, frei hängende und kugelförmige Nester. Im Frühling werden die ersten Nester oft in gut erreichbarer Höhe gebaut. Im Verlauf des Sommers ziehen die Asiatischen Hornissen hoch in die Bäume und errichten dort das sogenannte Sekundärnest. Diese können bei später Entdeckung deutlich größer als ein Medizinball werden. In ihrer Mitte sitzt die Königin, die entscheidend für die Vermehrung ist.
Gemeldet werden sollen ausschließlich Nester – nicht einzelne Tiere. Wer ein verdächtiges Nest entdeckt, sollte möglichst Abstand halten und es fotografieren. Auch bei Aufnahmen aus größerer Entfernung erleichtert ein Bild die Bestimmung erheblich und trägt dazu bei, unnötige Einsätze möglichst zu vermeiden. (tb/ts)


