Stadt fördert private Pflanzungen und gibt Tipps für klimafreundlichen Garten

Prämien für Anschaffung und Pflege von Hecken, Sträuchern und Bäumen

Blühwiesen, wie hier mit Kamille, Saatwucherblume, Kornblumen und Klatsch-Mohn, sind in einem naturfreundlichen Garten besonders pflegeleicht. Foto: Ulrike Sell

Küchenkräuter, wie hier die lila Blüten des Schnittlauchs, locken Insekten an. Foto: Kerstin Frey

In der Corona-Pandemie verbringen auch Monheimerinnen und Monheimer wieder mehr Zeit im eigenen Garten. Nach dem Winter planen viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer nun eine neue Gestaltung. Tipps für einen besonders klimafreundlichen Garten gibt es bei der Stadtverwaltung. Mit einer neuen Richtlinie fördert die Stadt außerdem die Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und Hecken.

Auf städtischen Grünflächen bemüht sich die Stadt bereits um eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Gerade in der dicht besiedelten Landschaft rund um Monheim am Rhein spielen aber auch private Gärten eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. „Weltweit befinden wir uns mitten in einem massenhaften Artensterben. Alle, die einen Garten, Vorgarten oder Balkon besitzen, können etwas für den Natur- und Artenschutz tun“, appelliert Miriam El Omari vom städtischen Bereich Stadtplanung.

Problematisch seien vor allem sogenannte Schottergärten: „Ein steinerner Vorgarten, der überwiegend gepflastert oder geschottert ist, mag pflegeleicht sein, stellt jedoch eine ökologische Wüste dar, in der weder Insekten noch Vögel Nahrung und Unterschlupf finden.“ Einzelne Sträucher im Schotter ändern daran nichts. „Langfristig macht auch ein Schotterbeet Mühe, denn nach wenigen Jahren führen Erde und Laub dazu, dass sich Wurzelwildkräuter ansiedeln, die ohne Pestizide kaum zu entfernen sind“, erklärt El Omari. Dazu komme der „Wohlfühlfaktor“: „Steine heizen sich stärker auf als ein Garten voller Pflanzen, wodurch auch die Temperatur innerhalb des Hauses steigt. Eine naturfreundliche Begrünung schafft so besonders während der warmen Sommermonate einen Kühlungseffekt.“

Wer einen naturfreundlichen Garten anlegen möchte, sollte mindestens einen Baum und eine Mischung aus einheimischen Gehölzen und Stauden pflanzen. Wenn man möglichst dicht pflanzt, haben ungewünschte Wildkräuter keine Chance. Bodendecker bedecken den Boden schnell, ohne zu wuchern. El Omari rät außerdem: „Seien Sie faul und lassen Sie es wachsen: Mähen Sie Ihren Rasen nur selten und entfernen Sie nicht direkt jedes Wildkraut. Gänseblümchen und Klee bieten Nahrung für Falter und Bienen und Brennnesseln eine wichtige Nahrungspflanze für viele Schmetterlingsarten.“ Insekten freuen sich, wenn das Herbstlaub als Winterquartier unter Sträuchern und Bäumen liegen bleibt. Für Vögel können Nisthilfen aufgehängt werden. Verschiedene Pflanz- und Literaturtipps listet in Kooperation mit der Monheimer Artenschutz-Initiative ein Flyer auf.

Die Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und Hecken auf nicht-städtischen Grundstücken fördert die Stadt mit einer Richtlinie. „Bäume, Sträucher und Hecken machen eine Stadt zu einem ökologischen und klimafreundlichen Lebensraum – für Menschen und auch für Tiere wie Insekten, Vögel, Eichhörnchen oder Fledermäuse“, erklärt Ulrike Sell von der städtischen Grünflächen-Abteilung. Wer einen Baum oder einen Strauch pflanzt, erhält dafür einen Zuschuss – bis zu 250 Euro je Baum und bis zu 50 Euro je einzelner Heckenpflanze. Welche Pflanzen zuschussfähig sind, zeigt eine Liste. Wer nach zehn Jahren den Erhalt der geförderten Pflanze nachweisen kann, erhält zusätzlich eine Pflegeprämie.

Alle Informationen zu naturnahen Gärten, zur Förderrichtlinie, eine Liste der zuschussfähigen Bäume und Sträucher sowie den Antrag auf eine Förderung gibt es unter [extern]www.monheim.de/baumfoerderung. Mit der Anpflanzung darf erst begonnen werden, wenn der Bewilligungsbescheid eingegangen ist. Derzeit können Anträge innerhalb weniger Tage bearbeitet und genehmigt werden. Fragen beantwortet Ulrike Sell unter Telefon +49 2173 951-6023 oder per E-Mail an [E-Mail]usell@monheim.de. (bh)

[PDF]Flyer zur Förderung privater Pflanzmaßnahmen

[PDF]Flyer zu naturnahen Gärten – Alternativen zur Verschotterung

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