Shortlist für Jugendbuchpreis Wi(e)derworte spiegelt Vielfalt der Jugendliteratur

Junge Jury mit Teilnehmenden des Ulla-Hahn-Hauses nominiert neun Werke

Die Monheimer Jury diskutiert im Ulla-Hahn-Haus über die verschiedenen Titel. Foto: Miriam Knott

Gute Geschichten von der Emanzipation junger Menschen haben gute Chancen auf den Jugendbuchpreis Wi(e)derworte der Stadt Monheim am Rhein. In Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Lesefestival Käpt’n Book der Bundesstadt Bonn haben in den vergangenen Monaten rund 50 Jugendliche aus Bonner Schulen und Monheim am Rhein zahlreiche Jugendromane gelesen. Gleich neun Titel haben es jetzt auf die Shortlist geschafft. Wer den mit 10.000 Euro dotierten Preis gewinnt, entscheidet die junge Jury im Juni.

Der Jugendbuchpreis wird seit 2013 alle zwei Jahre verliehen und gehört zu den am höchsten dotierten Auszeichnungen für Kinder- und Jugendliteratur im deutschsprachigen Raum. Inspiriert vom Werk und der Lebensgeschichte der aus Monheim stammenden Schriftstellerin Ulla Hahn zeichnet er Bücher aus, die von der Emanzipation junger Menschen erzählen. Im Fokus stehen Geschichten über junge (Anti-)Heldinnen oder -Helden im Widerstreit, die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit, Wege und Irrwege des Heranwachsens oder die Auseinandersetzung mit der Welt und dem eigenen Ich.

Aus Bonn gehören in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler der August-Macke-Schule, des Amos-Comenius-Gymnasiums, des Clara-Fey-Gymnasiums, des Friedrich-Ebert-Gymnasiums und der Marie-Kahle-Gesamtschule zur jungen Jury. In Monheim am Rhein hat das Ulla-Hahn-Haus junge Lesefans versammelt. Seit November haben die 12- bis 16-Jährigen Jugendromane gelesen, die in den vergangenen zwei Jahren als deutschsprachige Originalausgabe erschienen sind. „So entstand die bisher längste Shortlist in der Historie des Wi(e)derworte-Jugendbuchpreises“, berichtet Siegfried Bast, Projektleiter des Jugendbereichs im Ulla-Hahn-Haus. „Darin spiegelt sich die große Vielfalt sowohl der aktuellen Jugendliteratur wie auch der Interessen unserer Jurymitglieder.“

Etablierte Autorinnen und Autoren und Debütromane

Nominiert sind etablierte Autorinnen und Autoren wie Antonia Michaelis mit „Weil wir träumten“. „Ein Buch, bei dem Jugendliche mit Armut und Gewalt konfrontiert und dazu angeregt werden, über das Dasein nachzudenken“, erklärt die 16-jährige Monheimerin Saliha. Ihren Jury-Kollegen, den 15-jährige Benni, begeistert „Fürimmerhaus“ aus der Feder des Bestsellerautors Kai Meyer, „weil es spannend und bis in die Nebenfiguren hinein sehr gut geschrieben ist.“ Der Jury-Gruppe am Bonner Clara-Fey-Gymnasium hat es das Debüt der Poetry-Word-Künstlerin Chantal-Fleur Sandjon angetan. Der Versroman „Die Sonne, so strahlend und schwarz‘‘ sei, so die Jugendlichen in ihrer Begründung, „auf eine ganz besondere Art und Weise verschriftlicht worden. Die entstandenen Bilder entfalten sich garantiert im Kopf der Leserschaft. Hinzu kommen die wichtigen Thematisierungen von Rassismus und LGBTQ.“ Weitere Titel auf der Shortlist sind „Taras Augen“ von Katharina Bendixen, „Shortbread und Shiva“ von Rebecca Elbs, „Ancora – Die Zeit ist gegen dich“ von Colin Hadler, „Feuerwanzen lügen nicht“ von Stefanie Höfler, „Krummer Hund“ von Juliane Pickel und „Wie ein Schatten im Sommer“ von Adriana Popescu.

Die Entscheidung über den besten deutschsprachigen Jugendroman fällen die Jugendlichen Anfang Juni. Die Preisverleihung am 2. September soll dann auch an einem Ort stattfinden, der die Städte Monheim am Rhein und Bonn verbindet – auf einem Schiff auf dem Rhein. Ulla Hahn, auf deren Initiative der Preis zurückgeht, wird die Auszeichnung gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Zimmermann überreichen. Auch der Ulla-Hahn-Autorenpreis, der an ein herausragendes Debüt geht, wird in diesem Rahmen übergeben.

2013 ging der Jugendbuchpreis an Jennifer Benkau für „Dark Canopy“, 2015 an Wulf Dorn für „Phobia“, 2017 an Heike Karen Gürtler für „Mut ist der Anfang vom Glück“, 2019 an Lea-Lina Oppermann für „Was wir dachten, was wir taten“ und 2021 an Antje Leser für „Luftschlösser sind schwer zu knacken“. (bh)

Shortlist

  • Katharina Bendixen: Taras Augen (Mixtvision)
  • Rebecca Elbs: Shortbread und Shiva (Carlsen)
  • Colin Hadler: Ancora – Die Zeit ist gegen dich (Thienemann)
  • Stefanie Höfler: Feuerwanzen lügen nicht (Beltz & Gelberg)
  • Antonia Michaelis: Weil wir träumten (Thienemann)
  • Kai Meyer: Fürimmerhaus (Sauerländer)
  • Juliane Pickel: Krummer Hund (Gulliver)
  • Adriana Popescu: Wie ein Schatten im Sommer (cbt)
  • Chantal-Fleur Sandjon: Die Sonne so strahlend und Schwarz (Thienemann)

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