„Schrei nach Freiheit“ feierlich eingeweiht

Gelungener Auftakt der städtischen Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ am Samstagmittag auf dem Kreisverkehr Baumberger Chaussee/Knipprather Straße

Bürgermeister Daniel Zimmermann (Mitte) und Künstler Saman Hidayat (2.v.l.) bei der Einweihung der Skulptur „Schrei nach Freiheit“, die im Hintergrund zu sehen ist. Auf dem Foto sind unter anderem auch Clemens Schmees (3.v.l.) von der gleichnamigen Gießerei und Kunstschulleiterin Katharina Braun (r.) zu sehen. Foto: Norbert Jakobs

Am heutigen Samstag, 13. Januar, war es so weit: Im Rahmen der städtischen Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ wurde am Mittag das erste Projekt öffentlich eingeweiht.  Es handelt sich um die Skulptur „Schrei nach Freiheit“ des ursprünglich aus dem Irak stammenden Künstlers Saman Hidayat. Das Werk steht in der begrünten Mitte des Kreisverkehrs Baumberger Chaussee/Knipprather Straße. „Kunst darf nicht gefällig sein. Sie muss zum Nachdenken anregen. Der ,Schrei nach Freiheit‘ erfüllt diese Aufgabe“, sagte Bürgermeister Daniel Zimmermann unter anderem bei der Einweihung. „Trotz Trauer und Leid, die in dieser Skulptur verarbeitet wurden, sollen die ausgestreckten Arme der Frau die Hoffnung auf Sicherheit, Frieden und Freiheit symbolisieren“, erläuterte der Künstler.

Der aus dem Irak stammende kurdische Bildhauer kam auf der Suche nach Sicherheit gemeinsam mit seiner Frau 2015 nach Deutschland. In seiner Heimat leitete er ein Kunstinstitut in Erbil. Seit Dezember 2015 lebt er nun in Monheim am Rhein, wo er sich zu Hause fühlt. Aus Dankbarkeit wollte er den Einwohnerinnen und Einwohnern das Kunstwerk „Schrei nach Freiheit“ im Rahmen der Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ schenken.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Kunstwerk das Projekt ,Kunst im öffentlichen Raum‘ in Monheim am Rhein starten und die Kunst zeigen kann, wofür die Stadt steht: für Vielfalt, Freiheit und Offenheit“, sagte Katharina Braun. Die Leiterin der hiesigen Kunstschule ist federführend bei dem Projekt.

„Wer behauptet, die Gesellschaft sei durch Zuzug überfordert, den lade ich nach Monheim am Rhein ein, um sich hier vom Gegenteil zu überzeugen. Vor Ort können wir vieles schaffen, wenn wir es nur wollen. Solange es Menschen gibt, die sich für das Miteinander einsetzen, Organisationen wie das Beratungscentrum oder der SKFM, die Flüchtlingen haupt- und ehrenamtlich zur Seite stehen, eine Kunstschule, eine VHS und eine Stadtverwaltung, die Menschen nicht mit Vorurteilen gegenübertreten, Unternehmer wie Clemens Schmees, die das Herz am rechten Fleck haben, solange können wir vor Ort Integration wirklich hinbekommen“, betonte Bürgermeister Daniel Zimmermann.

Clemens Schmees ist Geschäftsführer der Gießerei Schmees. Sie hatte die Bronze-Skulptur nach Vorgaben des Künstlers hergestellt. „Und das zum Selbstkostenpreis. Dafür nochmals mein Dank“, so Zimmermann.

Im Rahmen der feierlichen Einweihung sang Rabih Lahoud, Preisträger des Integrationspreises 2016 der Stadt Monheim am Rhein, zunächst allein und dann mit seinem Chor einige arabische Lieder. Der Applaus der vielen Zuschauer war ihnen sicher. (nj)

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