Nach Konsultation mit Bürgerschaft: Weitere Impulse für die Inklusion

Wichtige Bereiche der städtischen Webseite künftig auch in Leichter Sprache verfügbar / Inklusionssprechstunde wird eingerichtet / Programmhefte bekommen Hinweise zu Barrierefreiheit

Wo können in Monheim am Rhein Barrieren und Diskriminierungen weiter abgebaut werden, um das Inklusionsziel in der „Stadt für alle“ voranzubringen? Zu dieser Frage hatte die Stadtverwaltung im November eine Online-Konsultation gestartet. Bürgerinnen und Bürgern konnten dabei Einsichten und Erfahrungen aus ihrem Alltag einbringen. Nun sind die Entscheidungen zu den Ergebnissen der Konsultation veröffentlicht worden: Künftig werden wichtige Bereiche der städtischen Internetseite auch in Leichter Sprache angeboten. Die Programmhefte der Kultur- und Bildungseinrichtungen erhalten Hinweise zur Barrierefreiheit. Und es wird eine Inklusionssprechstunde geben.

„Vier Wochen lang konnten die Monheimerinnen und Monheimer auf der städtischen Mitdenken-Plattform ihre Antworten eingeben“, erklärt Olivia Konieczny, städtische Koordinatorin für Bürgerschaftsbeteiligung. Die Fragestellung wurde zudem in Workshops auf dem Inklusionstag am 10. November 2018 diskutiert. Alle online und offline abgegebenen Antworten wurden anschließend zu sieben Erkenntnissen zusammengefasst. Zentrale Themen waren  hierbei etwa Gebäude und der öffentliche Raum, Kommunikation und Bürokratie, aber auch Hinweise und Kennzeichnungen zur Barrierefreiheit im Vorfeld von Veranstaltungen.

Jetzt sind die Entscheidungen der Stadtverwaltung zu den Erkenntnissen auf der Mitdenken-Plattform veröffentlicht worden. Direkt dorthin geht es[intern] hier. Die Ergebnisse wurden auch im Ausschuss für Generationen, Kultur, Soziales und Ordnung am 12. Februar präsentiert. So hat die Stadtverwaltung zum Beispiel beschlossen, dass wichtige Bereiche der städtischen Internetseite künftig auch in Leichter Sprache angeboten werden. In einer Inklusionssprechstunde werden der Erste Beigeordnete und Inklusionsbeauftragte, Roland Liebermann, sowie Gabriele Oesten-Burnus vom Inklusionsbüro persönlich für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung stehen. „Viele Teilnehmende der Konsultation haben geäußert, dass sie verständliche und leicht auffindbare Informationen über Angebote und Unterstützungen brauchen – und auch, dass ihnen Ansprechpersonen wichtig sind. Darauf reagieren wir jetzt entsprechend“, erklärt Roland Liebermann.

Zusätzlich werden künftig in den Programmheften der Kultur- und Bildungseinrichtungen – etwa des Ulla-Hahn-Hauses, der VHS und der Kunstschule – Hinweise zur Barrierefreiheit sowie Kontaktpersonen stehen. Auch die Kulturwerke wollen schon im nächsten Spielzeitheft und auf ihrer Webseite solche Hinweise ergänzen. Inklusion wird auch im Bereich der Ferien- und Freizeitangebote stärker in den Fokus genommen: Grundsätzlich sind hier alle Angebote für Kinder und Jugendliche mit speziellem Förderungsbedarf offen. Es ist jedoch erforderlich, die konkreten Teilnahmemöglichkeiten und Details im Vorhinein abzusprechen. In Zukunft wird es in den Programmübersichten zu den Ferien- und Freizeitangeboten daher entsprechende Hinweise mit jeweiliger Ansprechperson geben.

Die Stadtverwaltung hat in den Entscheidungen zur Konsultation zudem über bereits bestehende Angebote und Maßnahmen zum Abbau von Barrieren informiert. Ein Beispiel ist das umfassende Ausbauprogramm aller Bushaltestellen im Stadtgebiet, die barrierefrei umgestaltet werden. Vorgesehen sind etwa Blindenleitsysteme und höhere Borde zum leichteren Einstieg in die Busse. Die mobilen Rampen, die die Stadtverwaltung Geschäften und Lokalen für Rollstuhlfahrer zur Verfügung stellt, werden nochmal gezielt angeboten; bei Bedarf werden weitere Exemplare angeschafft. „Auch bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum war ein Thema in der Konsultation“, sagt Liebermann weiter. „Die Stadt hat auch dieses Thema im Blick und realisiert verschiedene Bauprojekte, bei denen beide Aspekte berücksichtigt werden.“

Liebermann wirbt zudem für die Miniprojektbörse „Aktiv inklusiv“: „Hierbei fördert die Stadtverwaltung Projekte, die das Miteinander stärken und helfen, Barrieren zu überwinden.“ Vereine zum Beispiel könnten auf diese Weise Ausstattungen beziehen, die sie für ein inklusives Angebot brauchen. „Damit wollen wir auch dazu ermuntern, dass Menschen aktiver auf die Vereine zugehen und Veränderungen anregen. Denn alle, die inklusive Angebote machen wollen, sind auch auf Rückmeldungen der Menschen angewiesen, die an ihrem Angebot teilnehmen möchten.“ Barrieren könnten nicht ausschließlich von der Stadtverwaltung abgebaut werden, sagt Liebermann: „Inklusion ist ein Thema, an dem jede und jeder sich beteiligen muss. Auch darauf wollten wir mit dieser Konsultation aufmerksam machen.“

Alle Erkenntnisse der Konsultation lassen sich online unter [extern]www.mitdenken.monheim.de nachlesen. Die Plattform ist auch über das städtische Mitmach-Portal unter [extern]www.mitmachen.monheim.de erreichbar. Derzeit können die Monheimerinnen und Monheimer ihre Anregungen in zwei Konsultationen zur neuen Kulturraffinerie K714 sowie zum geplanten Umbau des Rathauscenters in ein modernes Einkaufsquartier einbringen. (nj)

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