Wie schnell ist das Internet? Wie gut sind Kitas, Schulen und Arztpraxen zu erreichen? Und wie lang ist der Weg zum nächsten Schwimmbad, Theater oder Museum? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Gemeindecheck zum Thema Daseinsvorsorge des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Anhand von 17 Indikatoren in den Bereichen Digitales, Bildung, Mobilität, Gesundheit und Freizeit und hat das Institut alle Gemeinden in Deutschland untersucht. Im Bereich Digitales landet Monheim am Rhein auf Platz 1 – hier gibt es bundesweit die beste Mobilfunkabdeckung und Breitbandverfügbarkeit.
In der Hauptkategorie „Daseinsvorsorge insgesamt“ belegt Monheim am Rhein Rang 910 der insgesamt 10.817 Gemeinden in Deutschland. Die Qualität der Daseinsvorsorge ist hier also „sehr gut“, wie bei mehr als jeder zweiten Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen bei der Daseinsvorsorge auf Platz 1.
Für die Bewertung im Bereich Digitales hat das Institut die Mobilfunkabdeckung und Breitbandverfügbarkeit aller Gemeinden verglichen. Monheim am Rhein schneidet hier am besten ab. Die flächendeckende Glasfaserversorgung im gesamten Stadtgebiet gilt schon lange als Erfolgsgeschichte: 2015 entschied sich Monheim am Rhein als erste Stadt in Deutschland für eine flächendeckende Glasfaserversorgung bis in die Haushalte, kostenfrei für alle Eigentümerinnen und Eigentümer. Mit dem Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern eine leistungsfähige und zukunftssichere Internetverbindung bereitzustellen, investierten die MEGA und die Stadt 35 Millionen Euro in eine Infrastruktur, die bis heute als Vorbild dient. Insgesamt wurden 244 Kilometer Glasfaser-Hauptkabellängen und 3300 Kilometer Hausanschlusskabellängen verlegt sowie mehr als 8300 Hausanschlüsse realisiert. Auch der Ausbau von Smart-City-Anwendungen wie Monheim-Pass, WiFi-Hotspots und Stadträder wurde durch das Glasfasernetz erheblich beschleunigt.
Gute Bewertungen auch in den Bereichen Bildung, Mobilität und Freizeit
Im Bereich Bildung liegt Monheim am Rhein deutschlandweit auf Rang 879. Ausschlaggebend sind hier vor allem die Anzahl der Kitas im Verhältnis zur Anzahl der in der Gemeinde lebenden Unter-Sechsjährigen und die Entfernungen zur nächstgelegenen Grundschule, zum nächstgelegenen Gymnasium und zur nächstgelegenen anderen weiterführenden Schule. Aspekte wie die Gebührenfreiheit in Kindertagespflege und Kindertagesstätten, der hervorragende Zustand der modern ausgebauten Gebäude oder die zeitgemäße Ausstattung der Schulen wurden im IW-Gemeindecheck nicht berücksichtigt.
Für den Bereich Mobilität hat das Institut der deutschen Wirtschaft die Qualität von Brücken, die Anbindung an Autobahn und Flughafen, die Anzahl der Verbindungen und die Entfernung zum nächstgelegenen Bahnhof bewertet. Zwischen den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn, aber ohne eigenen Bahnhof, erreicht Monheim am Rhein erreicht hier Rang 1104. Der kostenfreie ÖPNV und die zahlreichen Busverbindungen der Bahnen der Stadt Monheim spielen für die Bewertung der Daseinsvorsorge im Gemeindecheck keine Rolle.
Nach der Entfernung zu Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Pflegeeinrichtungen wurden die Gemeinden im Bereich Gesundheit eingeordnet. Monheim am Rhein liegt hier auf Rang 1659. Im Bereich Freizeit wurden die Entfernung zu Schwimmbädern, Theatern und Museen betrachtet. Mit einem Schwimmbad, aber ohne Theatergebäude, liegt Monheim am Rhein auf Rang 3834. Auch hier wurde die Qualität des Angebots und damit die Vielfalt der städtischen Kultureinrichtungen, das herausragende Programm der Monheimer Kulturwerke und die Monchronik als dezentrales Stadtmuseum nicht bewertet. Alle Informationen zum Gemeindecheck gibt es auf der
Website des Instituts der deutschen Wirtschaft. (bh)


