Vier Mobile Gärten haben in den vergangenen drei Wochen an verschiedenen Standorten im Monheimer Stadtgebiet auf sich aufmerksam gemacht. Mit den bepflanzten Hochbeeten aus Holz wollte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zeigen, wie heimische und insektenfreundliche Pflanzen zu mehr Artenvielfalt beitragen können und dass es für Gärten und Balkonkästen nicht immer die klassischen Zierpflanzen aus dem Baumarkt sein müssen.
Zwischen Oregano, Weißer Lichtnelke und Natternkopf wurde deutlich, wie attraktiv und zugleich ökologisch wertvoll heimische Gewächse sind. Am Mobilen Garten auf dem Rathausplatz tauschte sich Bürgermeisterin Sonja Wienecke mit Dr. Heide Naderer, Landesvorsitzende des Nabu NRW, sowie Dr. Sabine Lorenz vom Nabu-Ortsverein Monheim am Rhein und Fraktionsvorsitzende der Monheimer Bündnisgrünen über die Bedeutung von Stadtgrün und klimaangepasster Stadtentwicklung aus. Einig waren sich alle Beteiligten, dass mehr Begrünung und die Entsiegelung von Flächen angesichts zunehmender Hitzeperioden wichtige Bausteine für lebenswerte Städte sind.
Mehr Grün im Monheimer Stadtgebiet
„Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir zukünftig mit unseren Städten umgehen wollen“, betonte Dr. Heide Naderer. Bürgermeisterin Sonja Wienecke stieß diese Botschaft auf offene Ohren. Bereits während ihrer Wahlkampfzeit hatte sie sich für mehr Grün im Stadtgebiet und die Teilentsiegelung des Ingeborg-Friebe-Platzes eingesetzt. „Auch wenn die Maßnahme aufgrund der Haushaltskonsolidierung aktuell nicht umgesetzt werden kann, liegen die Pläne für die Umgestaltung bereits vor“, so Wienecke weiter. Für den dritten Bauabschnitt von Monheim Mitte kündigte sie ebenfalls weitere Maßnahmen an: Geplant sind zusätzliche Bäume, die Anordnung von Pflanzbeeten unter den Bäumen sowie in Teilbereichen der Einsatz eines wasserdurchlässigen Klimasteins, der die Versickerung von Regenwasser unterstützt und zur Stadtentsiegelung beiträgt .
Die Mobilen Gärten sind Teil eines vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts. Gepflegt werden sie jeweils von NABU-Mitgliedern vor Ort. Informationstafeln an den Hochbeeten geben praktische Tipps für mehr Natur im eigenen Garten. Dazu gehören unter anderem der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, das Liegenlassen von Totholz, der Verzicht auf Schottergärten und der Mut, der Natur an manchen Stellen einfach ihren Lauf zu lassen.
Nach ihrem Stopp in Monheim am Rhein ziehen die Mobilen Gärten nun weiter nach Dortmund. Weitere Informationen zum Projekt sowie Übersichtslisten heimischer Pflanzen für den eigenen Garten gibt es auf der Website des Nabu NRW unter
nrw.nabu.de. (tb)


