Mann nach Badeunfall im Rhein tot aufgefunden

Feuerwehr suchte am Samstagabend mit einem Großaufgebot nach der vermissten Person / Leichnam am Sonntagmorgen entdeckt

Blick über verdorrte Wiesen in Richtung Rhein, der Abkühlung im heißen Monheimer Sommer 2026 verspricht. Doch die Idylle trügt. Der Rhein ist tückisch und vor allem zum Schwimmen nicht geeignet. Genau hier, in Höhe der Altstadt, geschah am Ufer der Badeunfall am Samstagabend. Foto: Thomas Spekowius

Nach einem Badeunfall im Rhein ist ein Mann am Sonntagmorgen tot aus dem Wasser geborgen worden. Die Feuerwehr Monheim am Rhein hatte am Samstagabend mit einem Großaufgebot nach der vermissten Person gesucht.

Der Notruf ging am Samstag um 19:16 Uhr bei der Kreisleitstelle Mettmann ein. Gemeldet worden war ein Mann, der sich im Bereich des Monheimer Rheinufers offenbar zum Abkühlen ins Wasser begeben hatte und anschließend nicht mehr gesehen wurde.

Unmittelbar nach Eingang des Notrufs leitete die Feuerwehr die umfangreiche Personensuche nach dem für solche Einsatzlagen vorgesehenen Einsatzkonzept ein. Neben der hauptamtlichen Wache, dem Rettungsdienst, den beiden Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr, dem Einsatzführungsdienst und der Informations- und Kommunikationseinheit wurden unter anderem die DLRG, die Taucherstaffel der Feuerwehr Hilden sowie weitere Einsatzkräfte aus der Region alarmiert.

Kein Rettungserfolg trotz modernster Technik

Der betroffene Rheinabschnitt wurde bis zur Stadtgrenze Düsseldorf intensiv abgesucht, während Angehörige des Mannes am Ufer bangten. Im Einsatz waren unter anderem fünf Boote – teilweise mit moderner Echolottechnik ausgestattet –, ein Jetski mit Strömungsrettern sowie ein Polizeihubschrauber und ein Rettungshubschrauber. Darüber hinaus suchten zahlreiche Einsatzkräfte die Uferbereiche und Buhnenfelder ab. Trotz des umfangreichen Personal- und Technikeinsatzes blieb die rund zweistündige Suche am Samstagabend ohne Ergebnis und wurde in der Nacht zunächst eingestellt. Am Sonntagmorgen wurde der Leichnam des Mannes schließlich zwischen zwei Buhnen im Rhein treibend entdeckt, nahe der Stelle, an der er am Vorabend ins Wasser gegangen war.

„Für Einsätze mit in Not geratenen Personen auf dem Rhein verfügen wir über ein bewährtes Einsatzkonzept, das eine schnelle und koordinierte Suche zu Wasser, zu Land und aus der Luft ermöglicht. Trotz des enormen Kräfteansatzes und des Einsatzes modernster Technik konnte der Mann jedoch nicht rechtzeitig gefunden werden“, bedauert der diensthabende Einsatzleiter der Monheimer Feuerwehr, der die Tücken des Stroms seit vielen Jahrzehnten aus seiner Arbeit kennt. 

Baden und Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich

Die Feuerwehr weist erneut eindringlich auf die erheblichen Gefahren des Rheins hin. Starke Strömungen, wechselnde Wassertiefen, Buhnenfelder und die dichte Schifffahrt machen das Baden und Schwimmen im Rhein lebensgefährlich – und das auch schon in Ufernähe.

Das rund zehn Kilometer lange Monheimer Rheinufer ist an vielen Stellen frei zugänglich. Stadt Monheim am Rhein, Feuerwehr und DLRG setzen deshalb seit Jahren vor allem auf intensive Präventions- und Aufklärungsarbeit, die bereits in den Schulen beginnt, um über die erheblichen Gefahren des Rheins zu informieren und Unfälle zu verhindern. Vielen Menschen erscheint es harmlos, mit den Füßen oder bis zu den Knöcheln ins Wasser zu gehen. Doch gerade am Rhein kann schon ein kleiner Schritt zu weit ausreichen, um von der Strömung erfasst zu werden. (ts)

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