Monheimer Kinderschutzkonferenz zeigt Hilfen für belastete Eltern auf

Wenn Kinder gewaltvolle Auseinandersetzungen in der Partnerschaft miterleben, kann das zur großen Belastung werden

Bei der 7. Kinderschutzkonferenz begrüßten Bürgermeisterin Sonja Wienecke (dritte von links) und Organisator Jürgen Meyer, Fachstelle Netzwerk Präventiver Kinderschutz (links), zahlreiche im Kinderschutz Aktive im Saal der VHS. Foto: Achim Wieghardt

Im aktiven Part des Tags erarbeiteten die Teilnehmenden Strategien und Hilfen für Familien in Notsituationen.

Jedes Kind habe das Recht mit verantwortlichen Erwachsenen an seiner Seite ohne Angst aufzuwachsen, so Bürgermeisterin Sonja Wienecke in ihrer Begrüßung zur 7. Monheimer Kinderschutzkonferenz, zu der einmal im Jahr die Monheimer Fachstelle Netzwerk Präventiver Kinderschutz in die VHS einlädt. Rund 170 Fachkräfte aus dem Bereich Kinder, Jugend und Familie, den Schulen sowie aus Kitas, Kinder- und Jugendeinrichtungen, der Polizei, Staatsanwaltschaft, Beratungsstellen und viele weitere Akteurinnen und Akteure, die in Monheim am Rhein und der näheren Umgebung mit dem Thema Kinderschutz befasst sind, kamen zusammen. Das Thema in diesem Jahr: die besonderen Belastungen für Kinder und Jugendliche im Miterleben von Partnerschaftsgewalt.

Monheim am Rhein habe mit der Moki-Präventionskette den Anspruch, Familien auch in derartig belasteten Situationen frühzeitig zu erreichen und die erforderliche Unterstützung anzubieten betonte Bürgermeisterin Sonja Wienecke. Der Leitgedanke von Moki, was für Monheim für Kinder steht: die Stärkung eines gesunden Aufwachsens im Sinne eines körperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefindens aller Kinder und Jugendlichen in Monheim am Rhein. Mit großer Anerkennung der alltäglich in gemeinsamer Verantwortung geleisteten Arbeit zum Kinderschutz sprach die Bürgermeisterin ihren Dank an alle Beteiligten aus.

Mit Professor Doktor Heinz Kindler vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) konnte ein bundesweit renommierter Experte zur Kinder- und Jugendhilfe mit seinem einführenden Vortrag, per Onlineübertragung aus Oberbayern in den Saal der VHS geschaltet, die zum Teil schwerwiegenden Belastungen für Kinder und Jugendliche im Miterleben von Partnerschaftsgewalt beeindruckend darstellen. So belegte er auch mit Beispielen aus der Praxis, dass hier ganz spezielle Anforderungen an die Fachwelt gerichtet seien. Derart belastete Kinder haben nicht selten „weniger Ideen Konflikte gewaltfrei zu lösen.“ Demzufolge werden Auffälligkeiten im Verhalten durchaus sichtbar, die Ursachen jedoch nicht unmittelbar. 

Zudem stellten Fachkräfte aus dem Allgemeinen Sozialen Dienst der Stadt ihre Arbeit und Unterstützungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang vor. Kommen Eltern in die Situation von häuslicher, partnerschaftlicher Gewalt oder beobachten diese in anderen Familien, haben sie in Monheim einige Anlaufstellen, um sich Hilfe und Beratung zu holen, so Jürgen Meyer, Leiter der Fachstelle Netzwerk Präventiver Kinderschutz. Darunter das Moki-Familienbüro im Haus der Chancen oder die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche im Moki-Zentrum an der Heinestraße sowie die ebenfalls dort ansässige Familienhilfe Monheim (Famo). (pm)

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