LVR zeichnet Frühlingsfest für inklusives Konzept aus

Im Rahmen des Wettbewerbs „Feiern für alle“ gewinnt Monheim am Rhein Angebote für die Veranstaltung am 19. April

Der Landschaftsverband Rheinland unterstützt die Stadt im Rahmen des Wettbewerbs „Feiern für alle“ beim Frühlingsfest unter anderem mit dem „Mobil der Begegnung“. Hier gibt es Perspektivwechselangebote, Spiele und digitale Anwendungen für die ganze Familie. Foto: Landschaftsverband Rheinland / Dietrich Hackenberg

Beim diesjährigen Frühlingsfest am Sonntag, 19. April, wird es eine inklusive Rollitennis-Station geben. Foto: Rollitennis e.V.

Als „Stadt für alle“ hat sich Monheim am Rhein seit vielen Jahren der Grundidee von Inklusion verpflichtet, jeden Menschen als einmaligen und wertvollen Teil der Gesellschaft zu betrachten. Auch städtische Veranstaltungen werden vor diesem Hintergrund so inklusiv wie möglich gestaltet. Für das Konzept des Frühlingsfestes hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die Stadt nun im Rahmen des Wettbewerbs „Feiern für alle“ mit einem Gewinnpaket ausgezeichnet. Beim diesjährigen Frühlingsfest am Sonntag, 19. April, organisiert der LVR unter anderem den Auftritt einer inklusiven Band, eine inklusive Sportstation und fährt mit dem „Mobil der Bewegung“ vor.

Am Wettbewerb „Feiern für alle“ konnten sich im gesamten Rheinland alle Organisatorinnen und Organisatoren von kostenfreien, öffentlichen Veranstaltungen für mindestens 2000 Personen beteiligen. Chance auf das Gewinnpaket haben bunte Veranstaltungen, bei denen alle Menschen gemeinsam feiern und sich eingeladen fühlen. Diese Idee wird in Monheim am Rhein schon lange gelebt: „Und wir bemühen uns, die Barrierefreiheit bei jeder städtischen Veranstaltung noch etwas zu verbessern“, erklärt die städtische Inklusionsbeauftragte Sarah Köpke-Lierz. In diesem Jahr wird die Modenschau daher erstmalig mit einer Blindenreportage begleitet.

Verschiedene Kriterien sprechen für das Frühlingsfest

Überzeugen konnte das Konzept des Frühlingsfestes den LVR unter anderem mit der guten Erreichbarkeit des Veranstaltungsgeländes, breiten Behindertenparkplätzen in direkter Nähe, Kabelbrücken mit Rollstuhlrampen, guter Tonqualität und Beleuchtung, Gebärdendolmetschenden bei Bühnenprogrammpunkten mit Redebeiträgen, Übersichtskarten mit Standorten, barrierefreien Toiletten, Caterern mit niedrigen Theken und einfach zugänglichen Informationen zur Veranstaltung, auch in Leichter Sprache und mit hohen Farbkontrasten. Darüber hinaus sind an der Organisation des Frühlingsfestes Menschen mit und ohne Behinderung beteiligt. Alle Ausstellenden werden stets aufgefordert, ihr Angebot für alle Menschen zu gestalten.

„Inklusive und barrierefreie Veranstaltungen sind für alle Menschen mit und ohne Behinderungen von Vorteil“, macht Sarah Köpke-Lierz deutlich. „Maßnahmen wie zum Beispiel die Verdolmetschung von Programmpunkten in Gebärdensprache steigern die Aufmerksamkeit für Inklusion und tragen so zu einem besseren Bewusstsein bei. Dieses Bewusstsein ist ganz besonders wichtig. Darüber hinaus sollte unser gemeinsames Ziel sein, dass alle Menschen jede Veranstaltung besuchen können, ohne sich vorher informieren zu müssen, ob die jeweilige Veranstaltung für sie auch zugänglich ist.“

Finanziert durch den LVR wird es beim Frühlingsfest am Sonntag, 19. April, nun einige weitere inklusive Angebote geben. Auf der Bühne steht die inklusive Band „Starting Over“, Sportbegeisterte können Rollstuhl-Tennis spielen, das „Mobil der Begegnung“ macht mit vielfältigen Mitmachangeboten Station und eine finanzielle Unterstützung ermöglicht die Anmietung weiterer Behindertenparkplätze und eine Bastelstation unter dem Motto „Basteln für alle“. Darüber hinaus erwarten Besucherinnen und Besucher von 11 bis 18 Uhr weitere Aktionen für die ganze Familie. Im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntags öffnen von 13 bis 18 Uhr die Geschäfte. Alle Informationen zum Frühlingsfest gibt es unter [extern]www.monheimmitte.de. (bh)

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