Leon Löwentraut stellt als letzter Künstler in alter Shell-Fassabfüllhalle aus

Nach der Ausstellung vom 26. September bis zum 17. Oktober beginnt der Umbau zur Kulturraffinerie K714

Mit leuchtenden Farben und pastösen, kraftvollen Linien hat der 22-jährige Löwentraut einen eigenen, besonderen Stil entwickelt. Foto: Michael Gueth

Zum letzten Mal vor ihrem Umbau dient die künftige Kulturraffinerie K714 im Herbst als Ausstellungsfläche: Vom 26. September bis zum 17. Oktober präsentiert der Künstler Leon Löwentraut eine große Werkschau mit dem Titel „Leon Löwentraut – In Time“. Auf mehr als 2.000 Quadratmetern sind Zeichnungen, Leinwandarbeiten und Bildserien zu sehen. Tickets gibt es ab sofort bei den Monheimer Kulturwerken.

Mit leuchtenden Farben und pastösen, kraftvollen Linien hat der 22-jährige Löwentraut einen eigenen, besonderen Stil entwickelt. Sich wiederholende Ornamentstrukturen, gepaart mit abstrahiert-expressiven Menschen, Köpfen und Silhouetten gehören dabei zu seinen bevorzugten Motiven. Auf dem internationalen Kunstmarkt hat er sich mittlerweile auch mit Einzelausstellungen unter anderem in Kopenhagen, London, New York und Singapur etabliert.

In der künftigen Kulturraffinerie K714 zeigt er nun Kohlezeichnungen auf Büttenpapier, limitierte, von Hand übermalte Leinwandarbeiten, die neue großformatige Bildserie „Lockdown“ und 17 Unikate der Bildserie „#Art4GlobalGoals“. 2017 wurde Löwentraut für die künstlerische Interpretation der von der UN verabschiedeten globalen Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Weltgemeinschaft ausgewählt. Auf die 17 Ziele, darunter Ende der extremen Armut, hochwertige Bildung für alle, Frieden und Gerechtigkeit, will er mit der von der UNESCO, der YOU-Stiftung und Geuer und Geuer Art unterstützten Kampagne „#Art4GlobalGoals“ aufmerksam machen. Die Eröffnungsausstellung zur Kampagne fand 2018 im UNESCO-Hauptquartier in Paris statt. Seitdem war der Zyklus in verschiedenen Museen, unter anderem im Puschkin-Museum in St. Petersburg und im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, zu sehen.

Als Fazit der 17 Ziele zeigt Löwentraut erstmals eine 1,90 Meter hohe, handübermalte Bronzeskulptur, die sich mit seinem zentralen Thema „Different Minds“ auseinandersetzt. Die Skulptur dient Leon Löwentraut als Hinweis an die Betrachtenden, sich mehr ihrer positiven Seite als ihrer dunklen, negativen Seite zu widmen. Sie appelliert, sich Gedanken über die 17 Ziele zu machen, diese zu verinnerlichen und sich bewusst für eine positive Lebensweise zu entscheiden.

Vier Kuben weisen auf geplanten Veranstaltungssaal hin

So außergewöhnlich wie die Kunst soll auch die Ausstellungsarchitektur gestaltet werden: In die zukünftige Kulturraffinerie K714 werden vier große, feuerrote Kuben eingebaut. Sie nehmen die spätere Kubatur des geplanten Veranstaltungssaales vorweg, der in der Halle wie ein Gebäude im Gebäude zwischen den tragenden Stützen eingesetzt wird. Die mehr als 100 Jahre alte Fassabfüllhalle steht unter Denkmalschutz: Die 1913 gegründeten Mineralölwerke Rhenania-Ossag nutzten die Halle, um Rohöl aus Venezuela und Petroleumrückstände aus Rumänien zu Schmierölen zu verarbeiten und die aufbereiteten Öle abzufüllen. Zur Zeit ihres Entstehens war die Halle eine moderne und progressive Bauform im Bereich des Gewerbebaus. Nach der Werkschau von Leon Löwentraut beginnt der Umbau zu einer modernen, multifunktionalen Mehrspartenhalle. Dabei soll die einzigartige, denkmalgeschützte Säulenstruktur erhalten bleiben, während in das Innere des Gebäudes ein moderner Kubus eingesetzt wird, der mit dem historischen Bestand eine Einheit bilden wird.

Auch Leon Löwentraut gefallen die Pläne für die neue Halle: „Wie die Stadt Monheim am Rhein hier nachhaltig mit ihrer ehrwürdigen Industriearchitektur umgeht, sie sensibel in einen Ort der Begegnung, der Kultur verwandelt, beeindruckt mich.“ Kunst sei immer auch Erinnerungsarbeit. „Ich würde es begrüßen, langfristig mit den Monheimer Kulturwerken weitere künstlerische Aktionen zu kreieren.“

Bei der Vernissage am 26. September steht Leon Löwentraut für Gespräche zur Verfügung. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können sich Besucherinnen und Besucher für die Zeitfenster 14 bis 16 Uhr, 17 bis 18.30 Uhr und 20 bis 21.30 Uhr entscheiden. In der Halle muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Nach der Vernissage ist die Ausstellung bis zum 17. Oktober, donnerstags und freitags von 17 Uhr bis 21 Uhr, samstags von 14 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 21 Uhr zu sehen. Für die Vernissage kostet der Eintritt 15 Euro, danach 5 Euro. Tickets gibt es ab sofort in der Geschäftsstelle der Monheimer Kulturwerke, Rathausplatz 20, im Internet unter [extern]www.monheimer-kulturwerke.de und gegebenenfalls an der Kasse der Ausstellung.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Galerie Geuer und Geuer organisiert. Dirk Geuer verlegt seit mehr als 30 Jahren Editionen im Bereich Skulptur und Grafik und arbeitet weltweit mit Künstlern wie Tony Cragg, Jiri Dokoupil, Alex Katz, David LaChapelle, Heinz Mack, Hermann Nitsch, Mel Ramos, Julian Schnabel, HA Schult und Günther Uecker zusammen. (bh)

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