Die langjährige Leiterin des Bereichs Bildung und Kultur der Stadt Monheim am Rhein, Kirsten Witt, ist zum 31. Mai aus dem Dienst der Stadtverwaltung ausgeschieden. Bürgermeisterin Sonja Wienecke dankte Kirsten Witt für ihr Engagement in den vergangenen Jahren und verabschiedete sie zum Ausscheiden schon jetzt persönlich. Eine interne Abschiedsfeier wird noch folgen.
Seit September 2020 verantwortete die Diplom-Kulturwissenschaftlerin zunächst den Bereich Bildung und Kultur und leitete zugleich das Ulla-Hahn-Haus. In dieser Zeit begleitete sie zahlreiche Projekte und Entwicklungen in den städtischen Kultur- und Bildungseinrichtungen, darunter die Volkshochschule, die Musikschule, die Kunstschule, die Bibliothek, das Sojus 7 und das Ulla-Hahn-Haus.
Stärkung und Weiterentwicklung
Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehörten die Weiterentwicklung der kulturellen Bildung in Monheim am Rhein, die Stärkung von Diversität und Inklusion in den Kultureinrichtungen sowie die Entwicklung neuer Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Gemeinsam mit dem Bereich Jugend und Familie entwickelte Kirsten Witt das Gesamtkonzept Medienbildung mit Formaten wie dem Familienmedientag und einem Fortbildungsangebot für Fachkräfte.
Auch die Weiterentwicklung des Programms „Wortmalerei“, bei dem Grundschulkinder ein Schuljahr lang mit Kunst und Literatur arbeiten, fiel in ihre Amtszeit. Darüber hinaus wurden eine neue Bibliotheksstrategie entwickelt, das Bücher- und Medienmobil auf den Weg gebracht sowie Schutzkonzepte für die Kultureinrichtungen erarbeitet. Ebenso begleitete sie die Neukonzeption und den Neubau des soziokulturellen Zentrums Sojus 7.
Besonders eng verbunden war Kirsten Witt mit dem Ulla-Hahn-Haus. Dort setzte sie neue Impulse für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Programmgestaltung, initiierte einen von Kindern vergebenen Kinderliteraturpreis und arbeitete eng mit der in heute Hamburg lebenden und in Monheim aufgewachsenen Schriftstellerin Ulla Hahn zusammen. Gemeinsam mit Ulla Hahn begleitete sie unter anderem auch die Realisierung des Kunstwerks „Yes There No Where“ von Robert Wilson im Marienburgpark. Die von der Autorin eigens für das Werk verfassten und selbst eingelesenen Texte sind bis heute in den Klangbrunnen zu hören. Zudem wurde unter Kirsten Witts Leitung mit dem Aufbau eines Ulla-Hahn-Archivs begonnen.
Dankbarer Blick zurück
„Frau Witt hat die kulturelle Bildungslandschaft unserer Stadt in den vergangenen Jahren mit großem Engagement und vielen Ideen mitgestaltet. Insbesondere ihre Arbeit für das Ulla-Hahn-Haus und die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen hat bleibende Spuren hinterlassen. Für ihren Einsatz danke ich ihr herzlich und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute“, sagt Bürgermeisterin Sonja Wienecke.
Zum Abschied blickt Kirsten Witt dankbar auf ihre Zeit in Monheim am Rhein zurück: „Monheim am Rhein ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: lebenswert, lebendig und neugierig. Hier für die Kultur und die kulturelle Bildung verantwortlich zu sein, hat mir in den letzten Jahren sehr große Freude gemacht. Das Konzept, dass hier über das Monheimer Modell ‚MoMo‘ und die ‚Wortmalerei‘ alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihren Lebensumständen ein Instrument lernen können und ein Jahr lang mit Kunst und Literatur in der Schule experimentieren können, ist deutschlandweit einmalig. Ich bin dankbar für alles, was ich hier lernen durfte.“ (ts)


