„im Duett“ mit buntem Straßenfest offiziell eingeweiht

Kinder und Erwachsene nutzten die Gelegenheit und erkletterten sich das Kunstwerk / Timm Ulrichs freute sich über den Standort inmitten von „Eigenheimidiologen“

Bürgermeister Daniel Zimmermann begrüßte Timm Ulrichs (Mitte) gemeinsam mit Kunsthistoriker Professor Dr. Ferdinand Ullrich und erzählte die Entstehungsgeschichte von „im Duett“. Fotos: Michael Hotopp

Durch die Kunst auf den Monheimer Kreisverkehren sind Wahrzeichen entstanden, die heute weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sind.

Mit Musik und Tanz und viel Spaß wurde Timm Ulrichs Werk am Samstag in der Stadt begrüßt.

Kinder konnten mit der Kunstschule Regenmacher basteln...

... und sich das Kunstwerk aus nächster Nähe anschauen.

Sie strahlen in krassem Kontrast zum azurblauen Himmel. Das fast schon künstlich wirkende grasgrün der Kreiselbepflanzung verstärkt den Effekt noch. Die Dimension der rubinroten Häuser-Skulpturen von Timm Ulrichs überrascht und begeistert dann doch viele, die am Samstag zur offiziellen Einweihung erstmals einen Blick auf „im Duett“ auf dem Kreisverkehr an der Sandstraße warfen. Wo heute wieder Autos kreisen, begrüßten Bürgermeister Daniel Zimmermann, Künstler Timm Ulrichs und Kunsthistoriker Professor Dr. Ferdinand Ullrich, Kunstakademie Münster, zahlreiche Kunstinteressierte und Neugierige.

Mit einem bunten Straßenfest wurde die neueste Errungenschaft zeitgenössischer Kunst im Öffentlichen Raum in Baumberg willkommen geheißen. Während die Erwachsenen kühle Getränke und afrikanische Speisen mit Blick auf das Kunstwerk am Cateringstand der Kulturwerke genossen. Bastelten die Kinder im Kunstzelt der Kunstschule fleißig bunte Regenmacher – die es glücklicherweise nicht schafften, den strahlenden Sonnenschein an diesem Samstag zu vertreiben. Auch die Musikerinnen und Musiker rund um Sängerin Marie Noelle begrüßten mit Tänzen und Gesängen aus Kamerun und ganz viel Spaß das rund fünf Meter hohe Kunstwerk.

Das Piktogramm eines „simplen Kinderhauses“ wie Timm Ulrichs es im Interview mit Kunsthistoriker Ullrich auf der Bühne vor seinem Werk erzählte, sei eines seiner ersten Entwürfe dieser Art in den 1990er Jahren gewesen. Eine Hommage an sein abgebrochenes Architekturstudium, so der Künstler. Ulrichs, der gerne Humor und Ironie in seine Kunst einfließen lässt und durchaus zu polarisieren weiß, versteht „im Duett“ auch als sexuelle Anspielung: „Es sind zwei Häuser, die einander beiwohnen“, sagte Ulrichs. Sie seien eng ineinander verschlungen und stünden ja schließlich auch auf einem Kreisverkehr, „verkehren also miteinander“. „Von jeder Seite hat man eine interessante neue Ansicht“, sagte er und fasst mit Blick auf den Standort zusammen: „Gerade diese Umgebung der Eigenheimideologen ist gut als Kontrast geeignet.“

Seit vielen Jahren interessiert sich Ulrichs für die Kunst im öffentlichen Raum und hat Arbeiten in zahlreichen Städten wie Antwerpen, Essen, Magdeburg oder München realisiert. Mit „im Duett“ hat er ein einzigartiges Kunstwerk für die Stadt Monheim am Rhein geschaffen, das humorvoll mit Vertrautem spielt. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Timm Ulrichs einen so bedeutenden Künstler für unsere Stadt und diesen Standort gewinnen konnten“, sagte Bürgermeister Daniel Zimmermann.

Die massive Stahlkonstruktion hatte eine Firma aus Hannover hergestellt und in den letzten Wochen angeliefert. Vor Ort wurden die einzelnen Teile dann zusammengeschweißt. Die Häuser, typische Satteldachbauten, die sich tatsächlich von der Bauform her gut in die engere Umgebung eingliedern, stehen auf einer Ecke und wirken dadurch recht dynamisch, als würden sie eng umschlungen miteinander tanzen. „Die Häuser sind so groß, dass man tatsächlich in ihnen wohnen könnte“, sagte Ulrichs. Vor allem die Kinder nutzten am Samstag die Gelegenheit und kletterten hinein, in das begehbare Kunstwerk.

In den vergangenen Jahren hat sich Monheim am Rhein durch zahlreiche neue Werke zu einem Ort für spektakuläre Kunsterlebnisse entwickelt. Durch die kreative Nutzung und die Umdeutung von Kreisverkehren sind Wahrzeichen entstanden, die heute weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sind. Für Bürgermeister Daniel Zimmermann fügt sich „im Duett“ gut in den Kanon der Monheimer Kunst im öffentlichen Raum. Der Wettbewerb, bei dem Timm Ulrichs Entwurf als einer von drei Gewinnern hervorging, war bereits 2017 ausgerufen worden. Damals suchte die Stadt ein Werk für den Kreisverkehr an der Kapellenstraße. Dort wurde dann schließlich bekanntermaßen Thomas Strickers Geysir gebaut. Für Finalistin Inges Idee mit „Haste Töne“, genannt „Plattenspieler“, wurde der Kreisverkehr am Berliner Ring/Ecke Bleer Straße ausgewählt. Dass die Stadt dann noch etwas auf „im Duett“ – oder die „Tanzenden Häuser“, wie der Arbeitstitel lange lautete, warten musste, lag daran, dass die Monheimer Straße zunächst von einer Landesstraße umgestuft werden musste. „Entstanden sind drei interessante Werke, die für Bewegung und Dynamik stehen“, sagte Zimmermann.

Der Bürgermeister freut sich bereits auf die Einweihung der nächsten großen Werke in Monheim am Rhein und gibt am Samstag einen Ausblick: „Ab kommendem Herbst werden mit der Eröffnung von Monheim Mitte Werke von Tony Cragg, Jeppe Hein und Mischa Kuball fertig. Da freuen wir uns schon sehr drauf.“ 2023 folgt dann die Installation von Alicja Kwade im Berliner Viertel. (pm)

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