Hochhaus nach ausgedehntem Wohnungsbrand derzeit unbewohnbar

Großeinsatz an der Lichtenberger Straße / Gebäude ist einsturzgefährdet

Am Samstag, 7. Juni, wurde der Feuerwehr Monheim am Rhein am späten Vormittag ein Wohnungsbrand in einem Hochhaus in der Lichtenberger Straße 48 gemeldet. Bei Eintreffen des ersten Löschzuges der Feuerwehr stand eine Wohnung im siebten Obergeschoss bereits im Vollbrand. Mehrere rauchgasverletzte Personen verließen über den Treppenraum das Gebäude und wurden durch den Rettungsdienst der Feuerwehr versorgt. Zunächst galt eine Person in der Brandwohnung als vermisst, diese Meldung bestätigte sich im weiteren Einsatzverlauf glücklicher Weise nicht.

Durch die Intensivität des Brandes drohte das Feuer auf benachbarte Wohnungen überzugreifen. Die Feuerwehr ging daher im Außenangriff über zwei Drehleitern und parallel dazu im Innenangriff vor. „Die Brandintensität in dem gesamten Brandgeschoss war so groß, dass sich vorgehende Einsatzkräfte zeitweise schlagartig zurückziehen mussten“, berichtet Brandamtmann Torsten Schlender, der den Abschnitt Rettungsdienst bei diesem Einsatz führte. „Eine Feuerwehrbeamtin zog sich dabei Verbrennungen und Verbrühungen zu, ein weiterer Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr erlitt einen Kreislaufkollaps“.

Insgesamt wurden drei Hausbewohner im Abschnitt Rettungsdienst gesichtet und notärztlich versorgt und danach den Krankenhäusern zugeführt. Im Abschnitt Rettungsdienst wurden vier Rettungswagen, zwei Notärzte und ein Krankenwagen in Bereitstellung gehalten. Die Feuerwehr Monheim unter der Leitung von Brandamtsrat Bastian Binder war mit insgesamt etwa 50 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen vor Ort.

Unterstützt wurde die Feuerwehr von Einsatzkräften aus Langenfeld, unter anderem mit der zweiten eingesetzten Drehleiter. Der Löschzug Hitdorf der Feuerwehr Leverkusen besetzte die verwaiste Monheimer Feuerwache für eventuell anstehende Paralleleinsätze. Der Gerätewagen Atemschutz aus Erkrath sorget für den notwendigen Nachschub an Atemschutzgeräten.

Im weiteren Einsatzverlauf zeigten sich auf Grund der hohen Temperaturen im Brandgeschoss massive Risse an der Außenfassade und im Gebäudeinneren, so dass Wehrleiter Hartmut Baur eine Statikerin des Technischen Hilfswerkes zur Beratung hinzu zog. Auch Deckenkonstruktionen und Gebäudewände wiesen deutliche Schäden auf, so dass Abstützmaßnahmen durch die Feuerwehr im Gebäude erfolgen mussten. Da die Statikerin und die Einsatzleitung der Feuerwehr den Einsturz einzelner Gebäudeteile nicht ausschließen konnte, wurde ein Betretungsverbot für das Gebäude ausgesprochen und die Einsatzstelle kriminalpolizeilich versiegelt. Der Einsatz war für die Feuerwehr gegen 23 Uhr beendet.

Zu dem Einsatz rief die Feuerwehr auch das städtische Ordnungsamt hinzu. „Unsere wichtigste Aufgabe war die Versorgung obdachlos gewordener Hausbewohner“, berichtet Hans-Peter Anstatt vom Ordnungsamt. In dem Haus leben 31 Mietparteien mit insgesamt 92 Personen. „Die meisten kamen bei Angehörigen oder Freunden unter, dreißig Personen haben mit uns das Bürgerhaus Baumberg aufgesucht, wo sie gemeinsam vom Deutschen Roten Kreuz und einer Notfall-Seelsorgerin betreut wurden. Vier Personen sind über Nacht im Bürgerhaus geblieben“, so Anstatt.

Das DRK war mit einer Betreuungseinheit mit durchschnittlich 12 Helfern im Bürgerhaus vor Ort, um die Geschädigten zu verpflegen und zu betreuen. Für die weitere Unterbringung wurden in einem Monheimer Hotel Zimmer angemietet. Von diesem Angebot machten über Pfingsten 15 Personen Gebrauch. Die Wohnungsvermieterin Gagfah kündigte zudem an, nach Möglichkeit Ersatzwohnungen bereitzustellen, auch in Zusammenarbeit mit der LEG. Die Gagfah ist selbst von dem Brand betroffen, denn in dem Haus befand sich ihr Vermietungsbüro. „Wir werden dem Unternehmen vorübergehend ein Büro im Rathaus zur Verfügung stellen“, sagte Anstatt.

Am heutigen Sonntag, 8. Juni, fand eine erneute Begehung des Gebäudes mit der Leiterin der unteren Bauaufsichtsbehörde, dem Leiter des Ordnungsamts, dem Leiter der Brandschutzdienststelle, dem Leiter der Polizeiwache Monheim und Vertretern des Gebäudeeigentümers statt um weitere Maßnahmen abzustimmen. Das Wohnhaus an der Lichtenberger Straße ist bis auf weiteres wegen Einsturzgefahr gesperrt. Die Einschätzung der Feuerwehr und der Statikerin wurden nochmals bestätigt.

Nur die Bewohner bis einschließlich der fünften Etage können gemeinsam mit dem Ordnungsamt ihre Wohnungen betreten, um Wertgegenstände herauszuholen. Das Ordnungsamt hält weiterhin engen Kontakt zu allen Betroffenen und informiert sie laufend über die weitere Entwicklung.

Gemeinsame Presse-Information von Feuerwehr und Stadtverwaltung Monheim am Rhein

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