Gewalt gegen Mädchen und Frauen ächten

Vor und zum Aktionstag am 25. November gibt es wieder eine Fahnen- und Brötchentütenaktion der Gleichstellungsbeauftragten

Klare Botschaft: Viele Monheimer Unternehmen wie Bäckereien oder Tankstellen werden bis zum 25. November wieder solche Papiertüten verwenden. Foto: Thomas Spekowius

Jedes Jahr am 25. November findet der von den Vereinten Nationen deklarierte internationale Tag „Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ statt. Mit dieser Aktion soll ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen ist. Um auf diesen Missstand einmal mehr aufmerksam zu machen, hat Monheims städtische Gleichstellungsbeauftragte Regina Konrad mit Kolleginnen aus dem Kreis Mettmann wieder eine Fahnen- und Brötchentütenaktion vorbereitet.

Erschreckende aktuelle Zahlen nur aus der Region: Vom 1. Januar bis 15. Oktober 2020 sind der SKFM-Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt im Kreis Mettmann insgesamt 845 Fälle von häuslicher Gewalt gemeldet wurden. „Das sind natürlich nur die Fälle, die bekannt geworden sind. Wir müssen leider von einer viel höheren Dunkelziffer ausgehen“, betont Monheims Gleichstellungsbeauftragte. 

Die Corona-Epidemie verschärft die Situation noch. Die Reduzierung der sozialen Kontakte und die Isolation in den eigenen vier Wänden führt vermehrt zu häuslicher Gewalt.

Außerdem zeigt sich immer noch, dass insbesondere Frauen aus anderen Herkunftsländern auf den Schutz des Frauenhauses angewiesen sind, weil sie in der Regel kein unterstützendes familiäres Umfeld haben und meist kaum Deutsch sprechen.

Ein weithin sichtbares, öffentliches Zeichen der Ächtung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen vor Ort: Kommende Woche wird auf dem Rathausvorplatz die Fahne mit der Forderung „Frei leben ohne Gewalt“ wehen. Darüber hinaus gibt es die Aktion der städtischen Gleichstellungsbeauftragten mit Monheimer Bäckereien, Apotheken, Tankstellen und anderen Betrieben. Der Aufruf, übersetzt in sieben Sprachen und mit Notrufnummern versehen, soll den betroffenen Frauen Mut machen, Hilfe zu suchen und Täter anzuzeigen. Bei Bedarf erhalten die Frauen am Telefon Unterstützung in ihrer Muttersprache. 

Filialen werden spezielle Papiertüten für Brot und Brötchen verwenden, die den Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ tragen. Beiliegend ist ein Flyer zum Thema „Schutz vor häuslicher Gewalt“. Bürgermeister Daniel Zimmermann und die Gleichstellungsbeauftragte Regina Konrad bedanken sich bei allen teilnehmenden Unternehmen. (nj)

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