Gemeindeprüfungsanstalt stellt Prüfungsergebnisse für Monheim am Rhein vor

Bericht sieht Handlungsbedarf bei den städtischen Finanzen und bestätigt zugleich leistungsfähige Verwaltungsstrukturen

Prüferin Maike Wendt, Ausschussvorsitzender Detlef Thiedeck (CDU), Bürgermeisterin Sonja Wienecke, sowie Simone Kaspar, Stellvertreterin des Präsidenten, Projektleiter Guido Rosenow und Prüfer Florian Barbatello. Foto: Martin Frömmer

Die Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen (gpaNRW) hat im Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt Monheim am Rhein die Ergebnisse ihrer turnusmäßigen überörtlichen Prüfung vorgestellt. Untersucht wurden unter anderem die Bereiche Finanzen, Personal, IT, Krisenmanagement sowie Hilfen zur Erziehung.

Die Gemeindeprüfungsanstalt bescheinigt der Stadt in vielen Bereichen gut organisierte Strukturen und eine grundsätzlich hohe Handlungsfähigkeit. Gleichzeitig weist die Prüfung auf eine deutlich angespannte Haushaltslage hin. Trotz positiver Jahresergebnisse in den Jahren 2019, 2021 und 2022 sowie einer weiterhin vergleichsweise guten Eigenkapitalausstattung bestehe aufgrund steigender Defizite, hoher Verbindlichkeiten und wachsendem Kreditbedarf ein erheblicher Konsolidierungsbedarf. Die verhängte Haushaltssperre bewertet die Gemeindeprüfungsanstalt als notwendigen Schritt.

Maßnahmen zur Personalgewinnung werden hervorgehoben 

Empfohlen wird unter anderem, Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei größeren Investitionen verbindlich zu regeln und das Kreditmanagement weiter zu strukturieren. Auch bei der Zahlungsabwicklung sieht die Gemeindeprüfungsanstalt Optimierungsmöglichkeiten, etwa durch einen höheren Anteil automatisierter Prozesse und den weiteren Ausbau digitaler Bezahlverfahren. Positiv bewertet werden die digitale Gremienarbeit, moderne IT-Strukturen sowie das hohe Niveau der IT-Sicherheit. Im Personalbereich hebt sie insbesondere Maßnahmen zur Personalgewinnung und Mitarbeitendenbindung hervor. Handlungsbedarf bestehe vor allem bei der Priorisierung von Aufgaben und dem weiteren Ausbau eines zentralen Prozessmanagements.

Auch das kommunale Krisenmanagement sei gut vorbereitet. Vorhandene Strukturen und Kommunikationsregelungen sollten durch weitere standardisierte Abläufe ergänzt werden. Im Bereich der Hilfen zur Erziehung empfiehlt die Gemeindeprüfungsanstalt unter anderem einen Ausbau des Finanzcontrollings sowie verbindliche Verfahrensstandards. 

Bürgermeisterin Sonja Wienecke erklärt: „Die Prüfung zeigt, dass wir in vielen Bereichen gut aufgestellt und handlungsfähig sind. Gleichzeitig nehmen wir die Hinweise und Empfehlungen ernst und werden diese weiter aufgreifen.“ Die vollständigen Prüfungsberichte veröffentlicht die Gemeindeprüfungsanstalt unter [extern]www.gpa.nrw.de. (tb)

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