Mit seinem „Mythos Grill“ kommt Künstler Matthias Schamp ab Donnerstag, 18. Juni, nach Monheim am Rhein und verwandelt das Café zum Goldenen Hans am Ernst-Reuter-Platz für zwei Wochen in eine imaginäre Pommesbude.
Das Kunstprojekt besteht seit 1997 und verbindet auf originelle Weise Alltagskultur, Humor, Archäologie und Konzeptkunst miteinander. In dem besonderen Imbiss wird der Blick auf die kulturellen Geschichten und Bedeutungen gelenkt, die sich hinter gewöhnlichen Orten und alltäglichen Gewohnheiten verbergen. Mit ironischem Ernst und großer Beobachtungsgabe widmet sich Schamp diesen Mythen. Der Name „Mythos Grill“ spielt dabei auf die oft griechisch inspirierte Ästhetik vieler Imbisse an.
Charakteristisch für das Projekt ist die Verbindung von Installation, Performance, Aktion und ungewöhnlichen Serviceangeboten. Gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern sind im Laufe der Jahre zahlreiche Aktionen entstanden, darunter ein Fischstäbchen-Bringservice, ein Frikandel-Staffellauf, der Fritteusen-Farbkreis oder das Grundfarben-Frittieren. Die Projekte laden dazu ein, Vertrautes neu zu betrachten. Humor spielt dabei eine zentrale Rolle. Schamps Arbeiten sind spielerisch, offen und überraschend, zugleich aber präzise konzipiert. Hinter den Aktionen stehen Fragen nach Erinnerung, Konsum und kulturellen Zuschreibungen. Seine künstlerische Methode beschreibt Schamp selbst als „reflektieren und frittieren“.
In Monheim am Rhein sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, selbst aktiv zu werden. Bei verschiedenen Mitmach-Aktionen, darunter das gemeinsame Pommes-Schnitzen, können sie Teil des Projekts werden, eigene Ideen einbringen und den „Mythos Grill“ mitgestalten. Er ist immer donnerstags bis sonntags von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Das Projekt läuft noch bis Samstag, 4. Juli. Weitere Infos dazu gibt es auf der Webseite der Kunstschule Monheim am Rhein unter
www.kunstschule.monheim.de. (jm)


