Etwa ein Jahr nach Baubeginn konnte die Kita Kirberger Hof gestern Richtfest feiern. Das Bauvorhaben ist im Stadtgebiet und der Umgebung einzigartig, denn die historische Hofanlage, gleich hinter der St. Dionysius Kirche in Baumberg, steht unter Denkmalschutz. Bereits im Sommer soll hier eine viergruppige Kindertagesstätte unter Trägerschaft der Awo einziehen.
Bei strahlendem Sonnenschein konnten die künftigen Kita-Kinder mit ihren Eltern und das Team der Awo-Einrichtung, die bisher in Container-Räumen an der Linzer-Straße auf den Umzug auf den Bauernhof warten, die Baustelle besichtigen. Beim Richtfest zeigte sich Bürgermeisterin Sonja Wienecke begeistert von dem Projekt: „Als Ur-Baumbergerin erinnere ich mich noch genau an die alte Hofanlage und wie wir hier als Kinder schon gespielt haben“, sagte sie. „Umso mehr freue ich mich, dass für das historische Gebäude nun diese neue Verwendung gefunden wurde.“ Eine Investition in die Zukunft unserer Kinder sei der Umbau, für den die Stadt rund 5 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Hinzu kamen circa 2,1 Millionen Euro an Fördergeldern vom Land. Charakteristisch ist das „Haus-im-Haus-Konzept“, bei dem das historische Bestandsmauerwerk als äußere Hülle erhalten bleibt und durch den Neubau statisch gesichert wird. Dort wo einst Pferde lebten, turnen bald rund 60 Kinder durch große offene Räume. Die Außenspielflächen sollen naturnah gestaltet werden und den Kindern den direkten Zugang zur Natur ermöglichen.
Anna Lambertz, Leitung der Kindertagesstätte Linzer Straße, die voraussichtlich im Sommer in die Bauernhof-Kita einziehen kann, zeigt erklärt, wie sie sich auf die Arbeit an diesem einzigartigen Ort vorbereitet: „Auch jetzt schon versuchen wir den Kindern die Nähe zur Natur, die wir hier natürlich noch mehr haben werden, als an der Linzer Straße, durch Projekte näher zu bringen.“ Mit Leihhühnern, die dann im Sommer final auf dem Hof einziehen dürfen, einem Forscherraum, einem Therapiehund sowie Ausflügen in die Natur gelinge bereits jetzt etwas, das im Alltag in den Familien heute manchmal zu kurz komme. „Die Kinder lernen hautnah, sich mit Verantwortung und Empathie um Lebewesen zu kümmern und die Natur wertzuschätzen.“ Während der Schließzeit der Kita in den Sommerferien werde der Umzug hoffentlich reibungslos von Statten gehen, berichtet Lambertz. Sodass das neue Kita-Jahr dann bereits auf dem Bauernhof beginnen kann. (pm)


